Verarbeitender
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Hier ist der Tag etwas herbstlich, gräulich und wenig sonnig. Es droht also mal wieder, gehörig auf die Stimmung zu schlagen.
Es ist glaub ich immer wieder schwer - gerade an Wochenenden - sich zu motivieren.
Sich immer wieder zu sagen, dass man lebt; dass man sich immer wieder eine Haltung zu Eigen machen muss, die Zukunft (z.B. den Rest des heutigen Tages) mit Freude zu erwarten.
Ich habe da eben und in letzter Zeit immer wieder drüber nachgedacht: wieso ist es so schwer, sich diese Haltung und Sichtweise wieder anzueigenen? Denn, wir hatten das in unserem Leben schon öfters mal gekonnt: nicht nur wenn wir uns verliebt haben, sondern auch zumindest in unserer Kindheit gab es diese Unbeschwertheit, mit der wir in den Tag gestartet sind, voller Vorfreude auf das was dieser Tag uns bringen möge.
Wie konnte es nur passieren, das wir diese Unbeschwertheit so verloren haben?
Unsere Failed spricht ja sehr oft über die Schwere, die sie überall und zu fast jedem Zeitpunkt empfindet, und ich denke, wir können uns da alle mehr oder weniger darin wiederfinden.
Aber uns eint auch der Wunsch, wieder zu dieser Unbeschwertheit zurückzufinden und im wahrsten Sinne wieder Lebensfreude zu empfinden. Es wäre nur zu schön, wenn es hierfür ein Patentrezept geben würde, aber wir können uns da wohl nur selbst und mit Änderungen unserer jahrzehntelang aufgebauten negativen Sichtweisen befreien (ich denke da an die Geschichte von dem lebensfrohen alten blinden Mann, von dem wir alle etwas lernen können).
Mir hilft dabei, hier im Forum zu schreiben, und auch die Resonanz von Euch allen, erstmal ein riesengrosses Danke dafür! :kuss:
Ich finde, immer wenn man hier seinen Beitrag einstellt, passieren einige Dinge: man schreibt sich erst einmal was von der Seele. Man spürt dabei, wie die Last, die man mit sich herumschleppt ein bischen weniger wird. Zudem, wird die Last dann von mehreren Leuten mitgetragen und man hat das Gefühl, das man nicht alleine ist, und das relativiert auch schon eine ganze Menge. Zudem lernt man auch eine ganze Menge von anderen Leuten, ich habe hier schon viele Augenöffner und Lichtblicke erlebt, dafür bin ich ebenfalls sehr dankbar. :kuss:
Auch bin ich dankbar dafür, dass auch meine Sichtweisen vielleicht anderen Leuten weiterhelfen können; es vermittelt einem das Gefühl nicht ganz umsonst auf der Welt zu sein (jedoch muss man hierbei ganz genau das eigene Ego betrachten, darüber bin ich mir BEWUSST).
Und wir können uns hier Mut zusprechen. Es wird immer so sein, dass es dem einen schlechter und dem anderen besser geht. Und dann ist es schön zu sehen, wir wir uns gegenseitig Kraft und - ist es jetzt vermessen zu sagen - Liebe? schenken. :freunde: :trost: :kuss:
Komisch, gerade kommt hier die Sonne durch. Ein Zeichen? :daumen:
Das scheint mir der wirkliche Sinn dieses Forums zu sein, uns bei unserem eigenen Weg zur Wiedererlangung der Unbeschwertheit zu begleiten. Und so langsam komme ich zu der Erkenntnis, dass das vielleicht wirklich auch unser Existenzsinn zu sein scheint. Wir haben die Fähigkeit zu komplexeren Empfindungen; die höchsten Formen sind wohl dabei Unglück und Glück. Dabei ist leider das eine nicht ohne das andere zu haben. Wir haben lange genug in uns das Unglücklichsein kultiviert und das ist leider bis heute sehr schmerzhaft.
Jetzt sollte mal das Glücklichsein dran sein. Ich bin mir mitlerweile auch sicher, dass das Glücklichsein in uns selbst liegt (spüren wir mal in unsere unbeschwerte Kindheit zurück, da konnten wir auch mit uns selbst glücklich sein)
Also, die innere Zufriedenheit und Unbeschwertheit ist das Ziel auf dem Weg zum Glück! Danach sollten wir streben. Wir sollten es zumindest versuchen!
Namaste! :trost: :kuss: :trost:
PS: Neja, Engel: Eure Beiträge haben es ja schon in sich. Könnte auf jeden Satz von Euch wieder mehrere zurückschreiben. Muss aber jetzt erst noch was anderes machen und versuchen, nebenbei die ganzen Augenblicke zu geniessen :D
PS2: Das Bügelthema: Ich wollte Euch nicht die Chance nehmen, auch ein Meditationserlebnis beim Bügeln zu haben. :wink: Ist es z.B. nicht schön, wie einfach man dabei die Falten wegbügeln kann und wie leicht dann die
Eisenfläche über den Stoff gleitet? Da lernt man für's Leben. (Und ihr braucht dafür gar keinen Ledertanga zu tragen oder Euch piercen zu lassen, dass kann man auch ohne erfahren) :mrgreen:

