Zitat von Mirandaa: Da der Kanalbetreiber diagnostizierter Asperger ohne ADHS ist, aber es ja prinzipiell um Herangehensweisen geht
Ich empfinde den Kanalbetreiber sehr eindimensional, denn das Spektrum ist sehr facettenreich, aber er benennt nicht nur klares Symptome, sondern er schließt zum Beispiel die Diagnose aus, wenn ein Symptom fehlt. Meines Erachtens nach kann sowas gefährlich sein und zu falschen Schlussfolgerungen und mehr Leid und Irrtümern führen.
Ich schließe mich deiner Meinung auch an, was eine Art Tarnung angeht. Um dies zu seinem eigenen Schutz zu bewerkstelligen brauch es aber sehr viele Voraussetzungen und Analysen bzw. ein eigenes Selbstverständnis, warum man tickt wie man tickt, warum das Umfeld so ganz anders fühlt und wie man damit am besten umgeht, um sich nicht angreifbar zu machen oder andere zu verletzen.
Das bedeutet viel Arbeit, Verständnis für sich und sein Umfeld und eine Menge Selbstbewusstsein sowie Transparenz der eigenen und der anderen Welt unter Berücksichtigung ihrer Schnittpunkte.
Dies kann nur mit viel Objektivität, Erfahrung und Zeit erreicht werden.
Meine Erfahrung ist, das Inklusion so ein wunderbares Füllwort für gesellschaftliches Verständnis sein soll, die Realität aber eher ein "Funktionieren" als Ziel hat. Auch damit muss man umgehen lernen.
Es wird suggeriert, dass dort abgeholt werden soll, wo ein Mensch steht, aber wenn dieser Mensch nicht funktioniert, wird nach Therapie geschrien ohne sich mit den Bildern von beispielsweise Autismus auseinander zu setzen, was ich dann doch für sehr kontraproduktiv halte.