Traveller
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Zitat von angry_grL:Was meinst du damit?
Es geht um das Gefühl. Ich fühle mich fehl am Platz/ ungenügend/ falsch = nicht okay. Das sind so Grundannahmen die man als Kind macht, um sich eben sich selbst gegenüber ein Bild zu haben. Gleichzeitig ist es auch wichtig sich ein Bild von den Menschen zu machen die einen umgeben. In erster Linie Eltern.
Am Ende gibt es dann 4 verschiedene Kombinationsmöglichkeiten:
Ich bin okay - du bist auch okay
Ich bin okay - du bist aber nicht okay
Ich bin nicht okay- du bist dafür okay
Ich bin nicht okay - du aber auch nicht
Und dieses nicht okay sein wird eben gerne und viel angetriggert durch Taten aber auch schon ganz leicht durch schienbar harmlose Gespräche im Alltag. Gerade wenn man nicht nachvollziehen kann warum jemand verletzt und beleidigt ist, kommt es oft daher, da diese Person von sich wahrscheinlich annimmt sie sei nicht okay und wir dieses Gefühl verbal oder nonverbal vermittelt haben.
Es ist schön, dass du für dich Dinge aufgearbeitet hast und jetzt auch Erklärungen hast.
Es ist doch immer schön, wenn man sich selbst verstehen kann und nett zu sich sein kann, anstatt sich verrückt zu machen oder an der eigenen Zulässigkeit zu zweifeln.Ich denke auch, dass es die richtige Entscheidung war und wenn du dich jetzt besser fühlst - sowieso.
Es ist vielleicht nicht so ein tolles Gefühl wie du gerne hättest, aber die Erleichterung gibt dir auf jedenfall Recht und die Zeit wird den Rest regeln.
Auch diese ganzen Fragen die du dir noch stellst, werden irgendwann irrelevant. Es ist eben dieses noch festhalten an den Dingen. Auch die Wut, die da eben noch eine unbeglichene Rechnung sieht. Eine Ungerechtigkeit. Und darüber hinwegzukommen, dass es so ist und sich nicht änder lässt, dass wir auch nicht an Anderen rütteln können und Menschen nicht immer rational logische Entscheidungen treffen. Das weiß man zwar schon, aber bis man es fühlt...ja die Zeit eben.
Die wird den Rest für dich Regelen solange du dich mit dir und deinen Anteilen auseinandersetzt.
