Blütenzauber
Mitglied
- Beiträge:
- 14
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 29
- Mitglied seit:
Ich habe mich nach über 10 Jahren Beziehung getrennt. Wir haben uns schon länger auseinander gelebt, als dann eine Situation vorgefallen ist, habe ich für mich erkannt, dass dies eigentlich der ausschlaggebende Punkt war um zu erkennen, dass die Beziehung eigentlich schon länger vorbei ist und ich mich jetzt trennen sollte. Wir haben jetzt noch länger wie in einer WG zusammen gelebt und uns auch gut verstanden, es gab keine Streitigkeiten aber auch keinerlei Nähe zwischen uns. Als ich die Trennung ausgesprochen habe, war ich einige Tage oder Wochen sehr traurig, danach ging es mir eigentlich relativ gut. Ich denke, ich habe aber auch verdrängt, dass irgendwann der Tag kommen wird, an dem er dann wirklich ausziehen wird. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen und er wird nächste Woche ausziehen, ich weiß bereits seit 5 Wochen, dass er an diesem Tag ausziehen wird, mir ging es teilweise etwas mulmig damit, aber eigentlich gut. Ich habe auch Pläne geschmiedet und mich zeitweise sogar auf die Zeit alleine 'gefreut'. Anfang der Woche ist bei mir allerdings 'der Knoten geplatzt' ich habe plötzlich panische Ängste bekommen, die immernoch anhalten, ich weinen seit Tagen durchgehend, habe kaum gegessen und in wenigen Tagen mehrere Kilo abgenommen. Ich frage mich jetzt, wie soll ich es verkraften, wenn er wirklich weg ist, wenn ich doch selbst jetzt schon völlig am Ende bin. Es war und ist nicht nur ein bisschen weinen, es ist pure Verzweiflung, mit heftigen Heul und Panikattacken. Jetzt flammt bei mir der Gedanke auf, ist es die richtige Entscheidung? Sollte ich uns noch eine Chance geben oder bin ich nur so verzweifelt, weil meine Gewohnheiten wegbrechen werden? Ich möchte definitiv, dass er 'erstmal' auszieht um auch zu schauen, wie es mir dann mit der Situation gehen wird. Trotzdem habe ich die ganze Zeit eine 'Angst' im Hinterkopf, dass ich direkt wieder so Panisch und traurig werde, dass ich ihn anrufen werde und bitte, wieder 'nach Hause' zu kommen.
Im Prinzip, habe ich aktuell Sorge eine falsche Entscheidung getroffen zu haben und Sorge diese Trennung nicht durchziehen zu können, weil ich zu schwach bin sie durchzustehen?
Es gibt nur wenige Punkte, die ich ihm in meinem Kopf vorwerfen kann, die eine Trennung definitiv rechtfertigen, ich bin also nicht in einer Position wie viele andere, die sich nur vor Augen führen müssen, dass der Partner nicht gut zu einem war und definitiv nicht der richtige ist. Am Ende, haben wir beide zu wenig für die Beziehung getan und uns auseinander gelebt, aber ohne wirkliche Liebe kann eine Beziehung ja nunmal auch nicht bestehen. Er ist für mich nicht nur mein Partner gewesen, sondern auch mein sicherer Hafen, mein bester Freund. Keiner kennt mich so, wie er, er war immer für mich da und hat mich in allem unterstützt. Ich kann mir ein Leben ohne ihn gar nicht wirklich vorstellen und zerbreche aktuell an diesem Gedanken daran.
