Hi
zuhören, fragen, verstehen - eines der schwierigsten Aufgaben für uns Menschen. Wie schrieb
Zitat von Amilia:Was jemand versteht muss noch lange nicht das sein, was der Andere ausdrücken möchte.
Es verlangt vieles von einem, wirklich aufmerksam zuzuhören, aufgeschlossen zu sein, sich von möglichen Vorbehalten "freizumachen" (beginnend schon bei der Person, oder dem Thema etc.). Oft sind wir in unseren "eigenen Gedanken gefangen" und dann gelingt es nicht, "open minded" zu sein, jedenfalls nicht in der gewünschten Weise.
Fragen zu stellen zeigt Aufmerksamkeit, das Verstehen wollen, was der andere gesagt hat. Auch hier besteht schon die Kunst, konstruktive Fragen zu stellen und nicht schon in der Fragestellung Unterstellungen und Werturteile zu implizieren.
Und das Verstehen - @Amilia hat es schon gesagt, "was ich verstehe, muss noch lange nicht das sein, was der andere sagen bzw. ausdrücken wollte."
Jeder weiß, wie wichtig Sprache ist und wie schnell Missverständnisse entstehen können. Jeder weiß das aus eigener Erfahrung und auch wie schwierig es ist, diese Missverständnisse in einem offenen, ehrlichen und konstruktiven Gespräch wieder aufzuarbeiten. Mit Worten kann ich mitunter schwerer und nachhaltiger verletzen als mit Tätlichkeit. Und wie @arjuni in ihrem Beitrag ausführt:
Zitat von arjuni:Gedacht bedeutet nicht gesagt. Gesagt bedeutet nicht gehört. Gehört bedeutet nicht verstanden. Verstanden bedeutet nicht einverstanden. Einverstanden bedeutet nicht angewendet. Angewendet bedeutet noch lange nicht beibehalten.
Ein Gespräch soll dem Gedankenaustausch dienen, oder auch um einen Rat, Hilfestellung oder Unterstützung zu geben - oder aber auch einfach, um sich entgegen dem Alltag die gegenseitige Aufmerksamkeit zu bewahren und eben was Nettes dem anderen zu sagen. (lächelt) Das Gespräch, das Bindeglied für mehr gegenseitiges Verständnis.