Flischie
Gast
Ich schreibe einfach mal drauf los und erhoffe mir von dem ein oder anderen ein paar Ratschläge? Tips? Denkanstöße und ja, auch Hilfe.
Nach ner ziemlich üblen Trennung die mir regelrecht die Schuhe ausgezogen hat, habe ich nachdem ich mir genug Zeit zum reflektieren und leiden genommen habe, vor einiger Zeit einen Mann kennengelernt.
Netter Kerl, aber absolut nicht mein Typ.
Als er dann äußerte er sei frisch getrennt (2 Wochen nach 10 Jahren) war für mich der Ofen eh aus.
Dennoch ließ ich Kontakt zu, denn er war ja eh nicht mein Typ, sondern lustig, nett, charmant und die Zeit mit ihm tat mir gut. Kann man sich schön einreden sowas, wie ich gerade feststelle.
Wir hatten täglich Kontakt der stets von ihm aus ging.
Haben uns oft getroffen, auch in der Öffentlichkeit.
Er schleppte mich überall hin mit, ich lernte Freunde kennen und auch körperlich kamen wir uns näher.
Das ganze auch vor seinen Freunden.
Für mich war das ok.
Ich hatte Spaß und ließ mich gerne unter dem Deckmantel - wieso eigentlich nicht - gerne darauf ein.
Der Mensch ist ein Lebemann, nicht mehr der jüngste, kennt Gott und die Welt und ist überall und ständig stets präsent.
Einladung hier, Veranstaltung da.
ich wurde stets mit einbezogen und nahm das gerne an, wenn ich Zeit hatte.
Auch ansonsten, viele WhatsApp und Telefonate.
Ich hielt mich stets auf emotionaler Ebene zurück, da ich mir sicher war so einen Mann nicht zu wollen.
Zu viel Party, zu viel Menschen, zu viel Alk..
Süß war er trotzdem. Geschmeichelt fühlte ich mich allemal.
Irgendwann gestand er mir nachts total betrunken seine Liebe.
Ich habe das nicht ernst genommen und ihm gesagt, dass er das gerne nüchtern wiederholen kann.
Tat er nicht.
Soweit so gut.
Für mich war das ne klassische Freundschaft plus und es war ok.
Eines Abends waren wir unterwegs und er war so betrunken, dass es mich angeekelt hat und ich ihn weggeschickt habe.
Daraufhin hab ich ihm noch ne Mail geschrieben, dass ein derartiger kontrollVerlust für mich ein absolutes no go ist, mich für die spannende Zeit bedankt und mich verabschiedet.
Wieder nüchtern versuchte er mich mehrfach zu erreichen, was ich abblockte.
Wir haben gemeinsame Freunde und es dauerte nicht lange, dass diese auf mich zukamen um zu erfragen warum ich es beendet habe, dass er ständig über mich reden würde und gerne mit mir sprechen und sich entschuldigen würde, ich ihm aber keine Chance dazu gäbe.
Ich war sauer, hatte kein gutes Bauchgefühl und wollte schnell da raus.
Für mich war klar, der Mann ist nichts für mich.
Die unter Alk. Einfluss passierte Entgleisung war mein Beweis und Grund zu gehen.
Leider aber ging es mir nahe.
Es störte mich auch, dass er nicht noch ein weiteres Mal versucht hat mit mir zu reden und sich zu entschuldigen, sondern es mich nur über dritte wissen ließ, das es ihn wohl beschäftigt.
Die Wochen vergingen ohne Kontakt, vergessen konnte ich es aber nicht.
Irgendwann erfuhr ich durch Zufall, dass er eine andere Frau abgeschleppt hat. Autsch. Das hatte gesessen.
Klar, wir sind beide Single, jeder kann machen was er will. Verletzt hat es mich trotzem.
Irgendwann kam unser gemeinsamer bekannter wieder auf mich zu und erzählte mir, dass besagter Herr immer nach mir fragt.
Ich sagte er solle sich selber melden wenn er was zu sagen hat, was er telefonisch dann eines Tages auch tatsächlich tat.
Ich war sehr überrascht, hab mich insgeheim aber gefreut.
Wir trafen uns nach wieder aufgelebtem Kontakt, ausgesprochener entschuldigung seinerseits und landeten eines Tages wieder im Bett.
Ab da gab es wieder täglich Kontakt.
Essen gehen, telefonieren, schöne Mails von: ich mag dich, ich denk an dich, ich freu mich auf dich. etc. Bis : ich küsse dich, ich drücke dich etc.
Zudem ist unser Kontakt auch sehr sexuell geprägt, da das was wir zusammen im Bett erleben mehr als einmalig ist.
Nun ja.
Es ist alles wie vorher.
Enger Kontakt, netter Umgang, guter Sex.
Er strebt an mit mit gewisse, wichtige Tage zu verbringen und auch ein gemeinsamer Urlaub ist geplant.
All das kommt von ihm und ich nehme es gerne an.
Initiativen ergreife ich bei ihm nicht.
Denn eigentlich will ich ihn nicht (aufgrund der Umstände) und Gefühle möchte und kann ich ihm nicht zeigen.
Auch wenn sie längst da sind, egal wie ich mich dagegen wehre.
Ich bin total blockiert.
Ob das aufgrund meiner schmerzhaften Vorerfahrung so ist oder einfach nur mein Bauchgefühl laut schreit, weiß ich leider nicht und würde das gerne mit Euer Hilfe rauskriegen.
Er wird vorsichtiger, zurückhaltender. (Irgendwie auch verständlich. Oder doch nicht?!?)
Wenn wir Sex haben, fährt er nachts immer Heim. (Aufgrund der gemeinsamen Freunde weiß ich, dass er definitiv nicht mehr mit der Ex zusammen ist) er sagt er könne nicht gut woanders schlafen.
Bleibt stets da, bis ich in seinem Arm
eingeschlafen bin und fährt dann heim. Irgendwie süß,
Komisch ist es trotzdem.
Versteht ihr was ich meine?
All das passt nicht zusammen.
Was ist das hier?
Eine klassische Freundschaft plus?
Oder war es ein Versuch seinerseits es mit mir zu versuchen, er aber schnell gemerkt hat, dass er emotional nicht an mich ran kommt und es demnach sein lässt?
Er trifft andere Frauen.
Ich weiß es nicht, Aber spüre es und ich bin eifersüchtig.
Auch wenn ich kein Recht dazu habe.
Wissen lasse ich ihn das nicht und ich hinterfrage auch nichts.
Ich weiß, wir müssten reden.
Aber ich kann nicht. Ich habe tierische Angst.
Ich weiß null wo ich bei ihm dran bin, kann sein Verhalten null einordnen.
Ich mag ihn wirklich und kann mich nicht mehr wehren.
Wie deutet ihr das Ganze?
Es passt alles nicht zusammen.
Das ganze verhalten.
Liegt es an mir?
Oder sind meine Zweifel und Ängste berechtigt?
Hätte ich mich einlassen sollen?
Mehr Gefühl zeigen?
Ich bin wie ein Eisblock.
Das hat er auch mal gesagt.
Stehe ich mir selber im Wege?
Was will der Mann von mir?!?
Himmel ich hab so Angst vor erneuter Verletzung, sodass ich überhaupt nicht mehr weiß wo oben und unten ist.
Könnt ihr mir helfen mich ein bisschen zu entknäueln?
Mein Text ist etwas wirr, da er aus dem
Bauch heraus geschrieben ist, denn genau so sieht es gerade bei mir aus.
Freue mich über eure Meinungen.
Herzlichst,
Flischie