Ja, das ist normal. Wenn man eine weitreichende Entscheidung trifft, ohne eine Perspektive zu haben, dann steht man erst einmal an der Klippe und fragt sich warum man das getan hat.
Stell dir vor dein Job würde dich furchtbar beengen. Deine Firma wäre finanziell instabil und du wüsstest nicht, ob oder wie lange sie dich noch beschäftigen wollen. Jede Nacht schläfst du schlecht und gehst mit Magendrücken durch den Tag. Dann ist es bei er Arbeit trotz allem zwischendurch aber auch nett. Die Kollegen sind freundlich und es gibt gute Momente. Insgesamt ist es aber eine Situation zwischen heiß und kalt und sie nimmt dich seelisch und körperlich mit. Du weißt nicht ob und wann diese Situation sich wieder normalisiert. Wenn du in deiner Firma fragst, kriegst du nur vage oder abwehrende Antworten - es ist die Geschäftsleitung ob der Situation ja so fürchterlich im Stress! Da kommst du noch mit Fragen zu deiner Existenz...
Irgendwann bist du so fertig, dass du die Kündigung einreichst. Dein Chef, der jahrelang okay war, reagiert null, Du kriegst die Bestätigung und das war's.
Jetzt bist du zum einen froh, dass die Situation geklärt ist, aber gleichzeitig ist da diese Leere. Der routinierte Tagesablauf fehlt, die netten Kollegen, die Sicherheit eingebunden zu sein. Erst, wenn du die ersten positiven Seiten der Kündigung spürst, wirst du über die negativen Gefühle und Ängste hinwegkommen.
So ähnlich ist das mit einer Trennung. Erst einmal fehlt das Gewohnte und man fragt sich, ob man verrückt war. Langsam aber kommen andere schöne Dinge und man versteht, dass man richtig entschieden hat. Geh deinen Weg weiter
