Zitat von Ninchen07: Gibt es denn niemand hier, der vielleicht schon mal die gleiche Erfahrung gemacht hat? Gefühle lassen sich nunmal nicht so leicht abschalten. Und alle die, die meinen ich sei kaltschnäuzig? Dann würde ich nicht versuchen mir hier Hilfe zu holen. Ich habe tatsächlich hier schon einiges mitnehmen können. Und denke sicher darüber nach ..
Also, ich versuchs mal...
Dein Schmerz ist vermutlich genau der gleiche, wie wenn du in einer exklusiv angelegten Beziehung betrogen wirst. Bei der langen Dauer der Affaire und wenn, wie du sagst, Gefühle im Spiel sind, glaube ich dir unbesehen, dass der Schmerz enorm ist, und das tut mir auch sehr leid.
Du hörst vermutlich schon, wie sich das Aber anbahnt...
Jetzt findet das halt nich in einem bestimmten Kontext statt, der sich nicht ausblenden lässt. Dieser Kontext hätte vorher dafür sorgen sollen, dass dein Mindset ein anderer ist, und verändert jetzt deine Handlungsoptionen komplett.
Vielleicht zuerst zum Mindset:
Ich denke, es ist wirklich zuallererst wichtig, dass du wieder zu einer realistischen Einschätzung davon kommst, in welcher Art von Beziehung du bist, und was du von deinem Affairenpartner erwarten darfst, und was eben nicht. Es ist eine nicht offizielle Beziehung, eine nicht exklusive Beziehung mit einem Mann, der offensichtlich promiskuitiv veranlagt ist, und hier auch nicht bereit ist, Rücksicht auf seine Partnerin(nen) zu nehmen.
Das ist der Kontext. Ich denke, wenn man sich den klar macht, dann hättest du spätestens als du Gefühle entwickelt hast, die Reißleine ziehen müssen. Jetzt ist das Kind in der Hinsicht im Brunnen, also musst du dich jetzt, trotz Gefühlen, fragen, ob du von diesem Menschen jemals die Beziehung (zurück-)bekommen kannst, die du dir aufgrund dieser Gefühle wünscht. Ich vermute schwer, dass die Antwort eindeutig ist.
Also, jetzt die Handlungsoptionen:
Ich denke, aufgrund des vorherigen Absatzes ist klar, dass ich aus den genannten Gründen zum Schluss machen mit dem Affairenmann raten würde.
Ansonsten hast du halt aufgrund deines Status keinerlei Ansprüche an ihn.
Also wäre konfrontieren zwar möglich, aber auch ein wenig lächerlich. Die Frage ist ja, was rauskommen soll? Wenn er sagt: "ups, sorry, war sch., lass uns an der Affaire arbeiten..." könntest du ihm vertrauen? Oder er sagt: "Hey, wir waren nie exklusiv, komm klar!" machst du dann Schluss? Das kannst du so auch haben.
Klar kannst du auch so tun, als ob du nix wüsstest, und einfach weitermachen. Letzlich ändert sich an deinem Status ja nichts. Veilleicht sitzt du noch ein wenig mehr auf dem Schleudersitz, als du als Affairenfrau ohnehin schon sitzt. Wenn für dich die Treffen immer noch emotional gut sind, wäre das schon eine Option. Aufgrund deiner Gefühle würde ich allerdings vermuten, dass das selbstverletzendes Verhalten wäre.
Umgekehrt seid ihr halt beide erpressbar füreinander. Daraus ergeben sich natürlich Handlungsoptionen, aber dann wirds richtig, richtig unschön.
Oder du könntest eben Ordnung in deinem Leben schaffen, und damit die Voraussetzungen, beim nächsten mal eine schöne und gute Beziehung zu einem geeigneteren Kanditaten aufzubauen.
It's up to you.
Ja, und ganz zum Schluss kann ich mir leider auch den Hinweis nicht verkneifen, dass du hier von deinem eigenen Gift zu trinken bekommst. Ich würde schon sehr empfehlen, dass du dir hier Gedanken machst, was das für die anderen Ecken des Fünfecks bedeutet, und ob du wirklich Teil von so etwas sein möchtest.