abc12345
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Ich bin mit meiner Frau nun seit über 20 Jahren zusammen und ja, in dieser Zeit bin ich leider 2x fremdgegangen. So gesehen also ein Wunder, dass wir noch immer zusammen sind (und auch glücklich wie ich denke)
Aber das Vertrauen ist verständlicherweise komplett weg, zumindest von ihrer Seite. Ich vertraue ihr zu 100%, sie mir zu 0% und das verstehe ich natürlich, nachdem was da alles passiert ist. Ich habe zwar gedacht, dass ich mir im Laufe der Jahre wieder ein wenig ihres Vertrauens zurückerobern konnte, aber so wie es aktuell aussieht, ist das nicht der Fall.
Aktuelles Problem: Eine (nun mehr ehemalige) Arbeitskollegin, mit der ich mich sehr gut verstehe, hat letztes Jahr gekündigt und mit Jahresende die Firma verlassen. Wir wollten den Kontakt halten und uns eben hin und wieder auf einen Kaffee oder so treffen.
Ich habe meiner Frau erzählt, dass wir uns treffen wollen und bei ihr fingen verständlicherweise wieder sofort die Alarmglocken zu schrillen an. Ich habe ihr natürlich gesagt, dass da nichts zwischen uns läuft und dass sie sich da (trotz unserer Vorgeschichte) wirklich absolut keine Sorgen machen braucht. Aber trotzdem ist sie auf Abstand gegangen und es war wieder Schweigen angesagt.
Es gab kürzlich eine ähnliche Situation (ebenfalls im Zusammenhang mit meiner Arbeitskollegin) und selbst diese Kleinigkeit endete in einer Ehekrise mit Schweigen und nur kurzen Unterbrechungen, in denen sie mich angebrüllt hat. Um den Frieden zu wahren, habe ich dann nachgegeben und die Sache abgesagt.
Ich hab in den letzten Tagen mit einigen Leuten geredet und bekam fast durchgängig die Antwort, dass das Misstrauen meiner Frau wegen der Vergangenheit zwar vollständig nachvollziehbar ist, aber ich trotzdem ein freier Mensch bin und sie mir nicht den Kontakt zu anderen Frauen verbieten kann und sollte.
Mittlerweile bin ich wieder soweit, dass ich nachgebe und das Treffen mit meiner ehemaligen Kollegin absage. Aber das will ich nicht, der Gedanke macht mich wütend, ich fühle mich unfrei, eingesperrt und hab das Gefühl, nicht selbstbestimmt leben zu können.
Mit der Absage würde zwar (nach außen hin) wieder Ruhe einkehren, aber das eigentliche Problem besteht ja weiter, weil ich mich in Wirklichkeit ja gerne mit der Kollegin getroffen hätte und nur um des Friedens willen nachgegeben habe.
Dadurch bewege ich mich emotional von meiner Frau weg und ich befürchte, dass der Abstand irgendwann so groß sein wird, dass es nicht mehr funktioniert mit uns.
Manche werden sicher fragen "Ist Dir diese Kollegin denn soviel wert, dass Du im äußersten Fall wegen ihr eure Ehe auf's Spiel setzen würdest?"
Meine Antwort darauf: Wenn mich meine Frau emotional erpresst und mich vor die Wahl stellt, dann würde ich vermutlich nachgeben und mich nicht mehr mit ihr treffen. Aber glücklich wäre ich damit nicht, denn ich mag sie recht gerne und das könnte echt eine super Freundschaft werden. Mehr aber nicht glaube ich, denn dazu ist sie mir zu ähnlich.
Wie ist eure Meinung zu meiner Geschichte? Soll ich mir den Kontakt zu anderen Frauen "verbieten" lassen? Lösung ist das halt keine auf Dauer denk ich.