@EineMitleserin
Es ist in Ordnung, auch wenn ich gemerkt habe, dass ich eine Pause vom Forum brauch(t)e.
Aber wenn ich mal da bin, ich denke ich muss einiges loswerden.
Im Zuge des Versuchs, @IvanDrago zu antworten, habe ich begonnen, das komplette Thema nochmal zu lesen und ich habe bemerkt, dass mir das absolut nicht gut tut. Ab dem Punkt habe ich so viele alte Sachen (also auch außerhalb des Forums) nochmal durchgelesen und mich komplett darin verloren. Dabei habe ich sogar komplett neues gelesen (siehe unten), was ebenfalls nicht gut war .Ich musste einfach einen Schritt zurück gehen.
Habe den Fokus die Tage einfach mehr auf mich gelegt, mehr auf die Zeit mit meiner Tochter. Einfach das, was mir gut tut. Dazu kommt parallel, dass ich mein Medikament nun ärztlich begleitet ausschleichen lasse.
Ich bin stabil und klar, mir geht es auch gut, sogar der Kontakt zu meiner Ex ist sehr gut und locker - wir gehen super miteinander um und kümmern uns gut um das Kind.
Ich merke aber auch, dass sie sich verändert. Sie möchte die Therapie auf jeden Fall antreten, hat das so auch ihrem Vater und ihrem Bruder gegenüber kommuniziert.
Diese waren kürzlich zu Besuch, haben gebeten, dass ich auch komme - weil wir am Ende alle Opfer von Ex' Mutter sind. Der Vater hat sich für vieles entschuldigt, was er über mich geglaubt hat ohne mal nach der Wahrheit zu fragen. Er würde sich freuen, wenn wir guten Kontakt haben, weil er findet, dass ich ein toller Vater bin. Das hat meine Ex dann auch nochmal klar bekräftigt.
Es war gut, sich mal auszusprechen und es wirkte, als ob es jeden befreite. Von mir war es auch falsch, Kontakt mit der Mutter gehabt zu haben, ich merke, wie sehr sie alles nutzt, um Fakten zu verdrehen und jeden schlecht darzustellen. Jetzt ist sie bei allen blockiert.
Zu dem komplett Neuen: Als ich den ChatGPT Account aufgeräumt habe, habe ich entdeckt, dass Ex da noch geschrieben hatte. Sie hat den Bot förmlich angebetet, ihr Wege aufzuzeigen, wie sie von dem Esten loskommt. Dass sie es nicht mehr kann, er interessiert sich nicht dafür, wenn es ihr schlecht geht, er zockt lieber. Er fragt nie, wie es ihr geht, schaltet sie teilweise stumm oder sagt ihr, sie soll leise sein, wenn er sich über jemanden in einem Spiel aufregt.
Sie sorgt sich, weil er sich scheinbar keine Mühe macht, einen Job zu finden, er spielt lieber ununterbrochen oder schläft.
Für sein Zocken schläft er sogar mittags vor, damit er bis 4 Uhr nachts raiden kann, aber für sie hat er keine Zeit, wenn sie mal reden will. Spricht sie ihn darauf an, wird er schnell genervt und droht, Discord einfach zu schließen.
Sie leidet - und zwar richtig. Sie braucht diese Therapie, auch das schreibt sie dort. Sie kommt nicht mehr weiter und kann nicht mehr.
Ich weiß nicht, aber irgendwie merke ich, dass sie mir leid tut. Mir ist auch egal, was alle Anwesenden davon halten. Ich habe keine Kraft und Lust mehr, mich zu verteidigen oder zu rechtfertigen. Ich weiß aber, ich kann und will keinen "Krieg im Kleinen" führen, sondern einfach für mein Kind da sein. Dazu gehört, vernünftig mit Ex zu reden und nicht nur eiskalt zu sein. Das heißt nicht, dass ich ihr Kumpel bin oder sowas, aber wenn ich bemerke, dass sie traurig ist, dann hau ich ihr nicht noch einen vor den Latz (metaphorisch), sondern dann lasse ich Kritik auch mal stecken, wenn sie nicht dringend ist.
Ich sehe es an ihr, innerhalb der letzten 3 Tage hat sie mich 2 mal angestarrt als ich die Kleine auf dem Arm hatte, so leicht "phased out" und als ich gefragt habe, was ist, ist sie beides mal "aufgewacht" und meinte, sie sei "in Gedanken" oder "hat geträumt".
Sie hat bzgl. des Kindes vieles besser gemacht. Kein Maxi Cosi mehr, viel mehr Zeit auf dem Arm, mehr kuscheln. Sie schickt mir auch immer wieder Videos und Bilder von der Kleinen. Das ist schön, weil ich mein Kind halt schon sehr oft vermisse - und das ist der schlimmste Schmerz. Die Trennung ist so wie sie gelaufen ist, blöd, aber das Ergebnis ist in Ordnung. Damit komme ich mittlerweile gut zurecht.
Ich habe zurecht nur auf mich geschaut und auf sie draufgehauen, aber mich nie gefragt, wie es für sie ist. Wie kann ich verlangen, dass wir als Eltern gut zurecht kommen, wenn ich eigentlich doch alles mache, um sie niederzumachen? Vielleicht nicht direkt, aber in meinem Kopf.
@IvanDrago
Ich werde noch mit Zitaten auf deine Frage zurück kommen, aber momentan habe ich ehrlicherweise nicht die mentale Kapazität, mich mit so vielen "alten" Nachrichten zu beschäftigen. So viel Ehrlichkeit muss sein.