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11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

E
Du bist uns keine Rechenschaft schuldig. Es ist dein Leben und dein Weg und niemanden musst du etwas beweisen. Wege sind oftmals nicht geradlinig, so ist das Leben nunmal.

Ich fragte nach dir weil ich mir Sorgen machte, aber offenbar war das völlig unbegründet. Die Pause scheint dir wirklich gut getan zu haben, es ist schön zu lesen, wie du dir selbst vertraust und nicht hier alles zerdenken musst vor Unsicherheit.

Mach weiter und zwar so, dass du weiterhin in den Spiegel schauen kannst. Das machst du echt gut.

Danke dir für deine Rückmeldung und dir alles Gute für deinen Weg. Schreibe hier nur wenn du es für dich brauchst und es dir etwas mitgibt 🤗

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W
@PapaInWarteschl Schweres Brot. Also zuerst, ein Kind ist niemals ein Grund sich zu binden, schon gar nicht für ewig. Das Kind auch niemals eine Beziehung rettet oder retten kann, ein Kind auch niemals dazu missbrauchen sollte. Aber wenn sie offen ist für was Neues, also Deine Herzdame, dann sich sicher von Dir schon emotional getrennt hat also die Beziehung beendet ist quasi leider. Und Du must da nicht lauern, nicht auf die Rückkehr warten usw., für das Kind da sein aber eben nicht mehr für die Erzeugerin.

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A


11,5 Jahre + Wunschkind Trennung wegen Online-Mann

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D
Zitat von PapaInWarteschl:
auf sie draufgehauen,


wenn du dich zurück Erinnerst, war das nur die Reaktion auf ihre Aktionen, wo ich mich auf das von dir hier Geschriebene Berufe.
ob sie sich Wohl fühlt oder nicht kann dir egal sein, muss es sogar, denn außer Vater zu sein hast du dort keine Funktionen mehr.
du schau das du dein Leben ins Reine bringst in die Richtung die du dir Wünscht.
meinem Nachbarn ist es so wie dir ergangen nur mit 2 Kindern, das Ende vom Lied, die Kinder sind 80% bei ihm oder seiner Mutter, wenn er Schicht hat, werden täglich von ihnen Verpflegt er Zahlt über 600Euro und muss den Kindern auch noch Kleidung kaufen, weil sie nicht in die Gänge kommt.
sogar in ihrem Urlaub mit den Kindern sind die Kinder mindest eine Woche bei ihm.
als er einen Arbeitsunfall hatte und einen Spaltgips bekommen hat, hat sie ihm die Kinder vor die Wohnungstüre gestellt und gemeint er Schafft das schon.

der finanziert mit dem Unterhalt alleine sie

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L
Zitat von PapaInWarteschl:
Sie hat den Bot förmlich angebetet, ihr Wege aufzuzeigen, wie sie von dem Esten loskommt. Dass sie es nicht mehr kann, er interessiert sich nicht dafür, wenn es ihr schlecht geht, er zockt lieber.

Es war ja absehbar, dass es mit dem Esten nur ein Luftschloss ist.
Jetzt scheint er ja die Lust an dem Spiel mit deiner Ex zu verlieren.
Diese Entwicklung geht aber von ihm aus, sie schlägt nicht freiwillig einen anderen Weg ein.
Es ist natürlich gut wenn sie da ein wenig aufwacht und versucht ihr Leben wieder etwas zu sortieren.
Wenn sie wirklich eine Therapie anfängt wäre das ein Segen für euch alle. Eine Therapie ist aber ein langer Prozess und wenn die Probleme so tief sind wie bei deiner Ex gibt es auch keine Erfolgsgarantie.

Es ist richtig schön zu hören, dass sie sich jetzt besser um euer Baby kümmert und sie wieder versucht Unterstützung im realen Umfeld zu bekommen.
Ich freue mich sehr mit dir.

Vermutlich liegt noch ein sehr, sehr langer Weg vor ihr und damit auch vor euch.
Eine neue Fixierung, eine neue Sucht und schon geht alles wieder von vorne los. Und dafür ist sie anfällig. Im Moment vermutlich mehr denn je weil so vieles weggebrochen ist und sie auch noch Verantwortung für euer Baby trägt.
Das Hirngespinst mit dem Esten beginnt sich ja gerade erst aufzulösen.

Ich finde du machst das alles super und es macht absolut Sinn an einer guten und freundlichen Elternebene zu arbeiten.
Ich würde nur damit rechen, dass es noch sehr viele Hochs und Tiefs geben wird und das der Ausgang absolut ungewiss ist.
Vielleicht wird sie eine Mutter die das ganz gut hinbekommt und ihre Probleme so in den Griff bekommt das die negativen Auswirkungen aufs Kind erträglich bleiben. Vielleicht bricht sie auch völlig weg und du wirst das alleine schaffen müssen.

Ich freue mich immer von dir zu lesen. Das Forum kann eine tolle Unterstützung sein. Wenn du eine Pause brauchst nimmst du sie dir. Du bist hier niemandem Rechenschafft schuldig. Das Forum soll Kraft schenken und sie nicht rauben.

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Igelfisch
Ich möchte mal was sagen, weil ich ja auch sagte, dass sie bisher vielleicht ihr wahres Ich noch nicht gezeigt hat.

Damit habe ich aber nicht gesagt, dass sie Dich bewusst 11 Jahre getäuscht hat. Ihr habt es beide nicht gemerkt, dass sie so sein kann. Die Liebe, die sie zuvor mit Dir geteilt hat war bestimmt echt. Aber sie hat der Versuchung durch den anderen Mann nicht stand gehalten und ist wohl augenscheinlich zu Ende. So wie sie sich einst an Dir orientiert hat, so orientiert sie sich jetzt an dem anderen. Sie orientiert sich an einem Mann, der kein Problem damit hat, eine schwangere Frau so lange zu belabern, dass sie ihren langjährigen Partner und den Vater ihres Kindes verlässt. Man ist nur so beeinflussbar wie man es erlaubt. Es ist bei ihr eine Konstante, die Du nicht als Problem wahrgenommen hast, weil es für Dich als Ihr Partner selbstverständlich war, sie zu unterstützen bei allem ohne wenn und aber. Das hast Du ja noch über die Trennung hinaus getan.

Du musst jetzt deswegen nicht mehr als 11 Jahre in Frage stellen. Aber Du kannst die Erkenntnisse, die Du draus ziehst nutzen um Dir zu überlegen, wie Du Deine nächste Beziehung gestalten möchtest. 🌻

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L
Zitat von Igelfisch:
Du musst jetzt deswegen nicht mehr als 11 Jahre in Frage stellen. Aber Du kannst die Erkenntnisse, die Du draus ziehst nutzen um Dir zu überlegen, wie Du Deine nächste Beziehung gestalten möchtest.

Ich würde fast darauf wetten, dass der Zeitpunkt kommen wird an dem sie Papa zurück will. Dann ist eben die Frage ob du das noch möchtest nachdem du sie jetzt nochmal anders kennen gelernt hast. Das sind Teile ihres Charakters die genauso zu ihr gehören wie die guten Seiten und nicht wieder verschwinden. Die werden auch wieder zum Vorschein kommen wenn es schwierig wird, oder sie sich langweilt, oder sie sich verknallt, oder die Sucht wieder zuschlägt....

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Igelfisch
@Lilli2

Gut möglich. Wenn sie jetzt schon verträumt schaut wenn der TE sein Baby auf dem Arm hat. Langsam stellt sich wohl Ernüchterung ein und sie sieht was sie fortgetrieben hat, wie es hätte sein können.

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aequum
Die Liebe ist ein wundersames Phänomen. Man weiß nicht wo - wann - wie - warum und mit welcher Person es passiert.
Garantien gibt es ebenfalls keine. Weder bei einer Beziehung 2.0, noch bei einem neuen Partner oder einer neuen Partnerin.
Einzig unsere Menschenkenntnis und unser Bauchgefühl könnten uns vor einer eventuell falschen Partnerwahl schützen und das auch nur dann, wenn man nicht massiv von seinen Gefühlen überrollt wird, denn der Verstand spielt nicht selten nur eine untergeordnete Rolle.

Ich möchte damit nur zum Ausdruck bringen, dass man niemals wirklich vorhersehen kann, wohin uns der Weg der Liebe führen wird.

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M
Zitat von PapaInWarteschl:
Es geht dabei nicht um sie, sondern um das Gefühl, eine meine stärksten "Fähigkeiten" zu verlieren. Das ist schon etwas beängstigend.

beängstigend muss es nicht sein. Aber am besten lernt man die Menschen in Krisensituationen kennen oder wenn sie etwas nicht bekommen, was sie gerne haben wollen. Dann zeigen sie Eigenschaften die man bisher nicht bei ihnen gesehen hat.

Das kannst du ja auch oft im Forum lesen: Ich erkenne meine Frau/meinen Mann nicht wieder.

Erst zogen wir an einem Strang und jetzt rechnet er sein Einkommen niedrig und zahlt auf Euro und Cent nur das, was er muss. Früher war er doch nie so!

Man lernt das Gesamtpaket erst kennen, wenn man einiges mit dem Menschen erlebt hat. Dann kennt man sein wahres Ich.

Ein Freund erzählte mir vor Jahren, dass er und seine Freundin mit einem befreundeten Paar in Urlaub fahren würden. Zu viert in einem Wohnmobil durch Schottland. Ich meinte, das das vielleicht doch alles zu eng wird, es zu Konflikten kommen würde, man die Angewohnheiten der anderen ja nicht so gut kennt usw.
Er wischte das weg und meinte, dass es sicher ganz komplikationslos verlaufen würde.
Als er wieder da war, kamen nur magere Äußerungen, die nicht sehr begeistert klangen. Man glaubt einen anderen zu kennen und kennt ihn doch nicht oder zumindest nicht vollständig.

Ihr hattet ja bisher keinen Störfaktor aus Estland, also ist es nicht verwunderlich, wenn du jetzt siehst, mit wem du zusammen warst.

Ich würde es nicht als beängstigend einstufen, sondern du hast dein Bild von diesem Menschen vervollständigt, leider auch in negativer Hinsicht.

x 1 #3114


M
Zitat von PapaInWarteschl:
Sie sorgt sich, weil er sich scheinbar keine Mühe macht, einen Job zu finden, er spielt lieber ununterbrochen oder schläft.
Für sein Zocken schläft er sogar mittags vor, damit er bis 4 Uhr nachts raiden kann, aber für sie hat er keine Zeit, wenn sie mal reden will. Spricht sie ihn darauf an, wird er schnell genervt und droht, Discord einfach zu schließen.

Ihr geht es ebenso. Sie hatte ein Bild des Esten im Kopf, das alles bestimmt hat, sogar eure Trennung. Und jetzt fällt ihr auf einmal auf, dass sie an einen desinteressierten, arbeitslosen und nicht arbeitssuchenden Suchtmenschen geraten ist, der sie auch mal stumm schaltet, also ins Abseits stellt.
Auch sie glaubte ihn zu kennen und rannte dieser Idee von ihm hinterher. Und jetzt muss sie nach und nach dieses Bild korrigieren und das ist nicht das, was beim Menschen den Wohlfühlfaktor erhöht.

#3115


PapaInWarteschl
Es ist schon faszinierend, wie schnell sich immer wieder alles verändert. Ich hab die letzten Tage sehr viel mehr Zeit mit meiner Tochter verbracht, war meist viele Stunden nach der Arbeit da, hatte auch viel Ruhe und Ex hat sich mehr um den Haushalt gekümmert. Sie hat mich auch einmal gefragt, ob sie mir was zu Essen machen soll, aber ich habe abgelehnt. So eng muss es dann nicht sein.
Sie gibt sich sehr stark, aber in manchen Momenten sehe ich ihr an, dass es nicht so ist. Sie hat Schmerzen und versteckt es. Heute hat sie dann plötzlich gefragt, ob ich die Kleine übernächste Woche auch früh nehmen könnte, weil sie zum Arzt geht. Es gibt wohl den Verdacht auf Lipödem, sie hat wohl immer mehr Schmerzen über die letzten Monate, aber nie was gesagt.
Klar nehme ich die Kleine, das ist selbstverständlich für mich, das krieg ich irgendwie unter und wenn nicht, springt mein Vater ein.
Sie wollte wohl immer nie was sagen, weil sie wusste, ich war viel mit der Arbeit beschäftigt während sie schwanger war - stimmt, da war eine Projekt-Hochphase. Wir haben zwar viel in der Zeit über das Kind geredet, aber weniger über uns, das merke ich selbst rückwirkend.
Aber um all das soll es nicht gehen.

Nur ich merke, wie sehr ich meine Tochter abends vermisse, wenn ich sie zuvor lang sehe. Ex hat mir auch mal angeboten, dort zu schlafen für die Kleine, aber ich bin ehrlich: Dann würde ich vermutlich mitbekommen, wie sie im Voicechat hängt und ich habe keine Ahnung, wie gut ich damit umgehen würde. Es ist eine Sache, getrennt zu sein, damit komme ich mittlerweile gut klar, aber direkt mitzubekommen, wie sie mit dem kommuniziert, der daran 50% Mitschuld trägt, ist nochmal was anderes. Da wird sich nie was dran ändern. Könnte ich ihn mit einem Knopfdruck vom Angesicht der Erde tilgen, würde ich es tun. Oder seine Familie, damit er meinen Schmerz spürt.
Aber auch das sind nur Gedanken, die gerade aus dem Schmerz des Vermissens heraus kommen, nichts, was hilft oder echt ist. Es ist einfach nur der Versuch, Kontrolle über Emotionen zu erlangen, in dem man es mit etwas wie Hass überlagert. Es bereichert das Leben so ungemein, ein eigenes Kind im Arm zu haben. Alles macht einfach Sinn, jede Kleinigkeit. Ich habe Angst, so viel zu verpassen.

Naja, ich wollte das ganze einfach mal runter schreiben. Ich danke für alle eure Antworten, ihr habt auch vollkommen recht. Sie hätte das ganze selbst beenden können oder nie so weit kommen lassen können, aber sie wollte es. Und jetzt lebt sie mit ihm so, wie sie es vermutlich immer wollte: In einer toxischen Beziehung, so wie die zu ihrer Mutter in den prägenden Jahren war. Das braucht sie. Das sehe ich heute - wenn es lange harmonisch war, dann hat sie Wege gefunden, es unharmonisch zu machen oder hat sich künstlich kleine Probleme zu riesigen aufgebaut.
Vermutlich war die Vorstellung, eine harmonische, kleine Familie zu sein, viel zu viel. Und jetzt, in der aktuellen Situation, kämpft sie stärker denn je mit ihren Emotionen und ihrer Vergangenheit. Immer wieder versucht sie, über ihre Psyche und ihre Mutter zu reden, weil es so heftig in ihr brodelt. Ich versuche da den gesunden Mittelweg zu finden zwischen zuhören und Abstand. Sonst hält sie ja niemand stabil, die kurzen Dopamin-Schübe durch den Esten zaubern ihre Traurigkeit nicht weg.

Jetzt hab ich doch wieder viel mehr geschrieben als gewollt. Zeit fürs Bett, denke ich.

x 2 #3116


aequum
Ach @PapaInWarteschl das Leben ist nicht einfach aber es lohnt sich immer, das Beste daraus zu machen.

Sei weiterhin stark für dich und für deine Tochter.

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