Zitat von inMemories: Nach der Geburt unserer Kinder hatte ich zunehmend das Gefühl, als Partner kaum noch vorzukommen. Es ging fast nur noch ums Elternsein. nähe, GV und Zeit als Paar wurden weniger. Ich war da, habe mich aber oft vergessen gefühlt.
Ja, das passiert öfter als man glaubt. Wenn Kinder mit im Spiel sind, leidet die Paar-Beziehung. Deshalb ist es entscheidend, die richtige Priorität zu setzen. Erst kommt die Beziehung und dann die Kinder. Denn nur ein "funktionierendes" Paar lebt seinen Kindern vor, wie eine gesunde Beziehung aussieht. Wenn beide Elternteile zusammen stehen, in einer Beziehung sind, in der beide sich ihre Bedürfnisse anerkennen und erfüllen (wollen). Wenn Kleinkinder da sind, steckt man natürlich als Paar zurück. Das ist völlig in Ordnung aber den Partner sollte man nicht außer Acht lassen.
Zitat von inMemories: Sie hat in unserem letzten Gespräch selbst gesagt, dass sie sich sehr in ihrer Mutterrolle verloren hatte. Dazu kam, dass sie lange mit sich und ihrem Körper unzufrieden war.
Nun, sie ist unzufrieden mit sich und ihrem Körper. Kommt auch öfter vor als man glaubt. Deshalb ist es wichtig das du als Mann an ihrer Seite stehst und ihr zeigst, das du sie begehrst. Du wolltest Sex, Sex mit deiner Frau. Es kommt natürlich darauf an, wie du den Sex "gefordert" oder initiiert hast, bzw. es "versucht" hast, aber grundsätzlich hast du ihr damit gezeigt, das du sie begehrst.
Wie aber passt das dann mit ihrer Ablehnung dir gegenüber zusammen:
Zitat von inMemories: Auf mich wirkte es so, als hätte sie sich das Gefühl, begehrt zu werden, bei anderen Männern gesucht, während wir zu Hause kaum noch als Paar stattgefunden haben.
Sie hat sich das "begehrt" Fühlen lieber bei anderen Männern gesucht, anstatt bei dir?
Zitat von inMemories: Heute sehe ich, dass mein Rückzug die Entfernung zwischen uns noch größer gemacht hat.
Und du gibst dir auch noch selbst die "Schuld"?
Obwohl, "selbst Schuld" trifft ja irgendwie auch teilweise zu. Sie lehnt dich ab und du ziehst dich zurück. Eine "normale" Reaktion. Wenn man(n) "dauerhaft" abgelehnt wird, von seiner eigenen Frau, dann bricht der Mann mit der Zeit. Aber man(n) verlässt die Frau nicht. Man(n) muss seine Aufgabe erfüllen, für die Kinder da sein. Und man(n) will nicht als der "Böse" da stehen, der immer nur an das "Eine" denkt. Da kann es vorkommen, das man(n) sich auf andere Dinge konzentriert oder stürzt: auf die Arbeit, in Alk., ins zocken oder in Selbstaufgabe. Du bist nicht mehr der Mann der du mal warst oder sein möchtest.
Und am Ende steht doch die Trennung und/oder der Betrug. Und von dir als Mann ist nicht mehr viel übrig. Deshalb ist es so wichtig, Grenzen zu haben und zu gehen, wenn diese überschritten werden. Sie will keine Intimität mehr mit dir, sucht aber Aufmerksamkeit und Bestätigung von anderen Männern? Dann steh auf und geh. Eventuell sind Kinder, Kredite oder Immobilien involviert....egal. Der "Verlust" den man erleidet, tut weh, ist hart, aber nichts im Vergleich zu dem "Leben" was man dann hat, wenn man bleibt.