Hallo @Pina
Wir haben ne lange Geschichte hinter uns. Bevor er weg war, bin ich 2xweg. Das nahm er mir sehr übel. Ich habe ihm ja auch gesagt, dass ich es nicht mehr mit ihm aushalte.
Beim ersten Schlussstrich war ich traurig, aber sicher, dass ich nicht mehr mit ihm zusammen sein wollte, vor allem konnte.Ich war 3 Monate weg. Er hatte die Kids aber umgangsmäßig immer mal wieder bei sich. Als er mir dann eine Nachricht schickte, dass das Leben ohne mich keinen Sinn machen würde und die Kids zu dem Zeitpunkt bei ihm in unserer Wohnung waren, bin ich zurück. Ich hatte Angst um die Kinder. Er würde niemals alleine gehen!
Ich nahm Psychopharmaka gegen meine Angststörungen. Aber nur 6 Monate, dann wollte ich nicht mehr. Die haben mich betäubt. Und dann musste ich doch vor Erschöpfung und Angst in die Klinik. Bei mir ist alles analysiert worden psychisch. Nur nicht seine Rolle in meinem Leben, da ich ja nicht wusste, was los ist. Daher habe ich es auch nicht angesprochen. Da wäre ich im Leben ja nicht drauf genommen!
mein Ex hat mich ja eigentlich unterstützt, er wollte, dass ich gesund werde. Viel gutes gesagt hat er. Aber es passte nicht zu dem, was er gemacht hat. Und er gab mir IMMER das Gefühl ein Psycho zu sein. Ich weiß nicht, wie, aber er hat vieles nicht offensichtlich gemacht.
Vielleicht ist er auch kein N, ich weiß es nicht. Und ich bin auch nicht der Engel vom Dienst, aber ich bin ehrlich.
Es ging mir besser. Dann bin ich zurück und es lief einigermaßen, weil ich Kraft tanken konnte in der Kur. Die schwindete aber langsam wieder. 4 Wochen später starb meine Mutter plötzlich und das war für mich und meine Kraft der Supergau. Ich konnte nicht mehr. Nicht mal mehr streiten. Nur noch trauern. In dieser Zeit war er sehr lieb zu mir, aufmerksam. Und hat mit mir geweint. Tja, Solidarität ist alles. Das hat mich wieder an ihn gebunden. 3 Monate später hatte er nen burnout, ab in die Klinik. Monatelang war er dort. Ich managte unser Leben alleine mit halber Kraft und den Kindern, um meine Stieftochter kümmerte ich mich natürlich auch an den WE, wenn sie da war. Wir haben uns aber jedes WE gesehen und gestritten. Das war so die Zeit mit Liebe schenken, denn er sah kacke aus, richtig fertig und ich war nur aggressiv. Ich wollte für ihn da sein. Aber es widerstrebte etwas in mir. Und dann fing es an, dass er jedes WE erzählt hat, wie toll er sei. Das hat der noch nie gemacht, zumindest nicht so offensichtlich selbstlobend. Dafür war ich ja da . Alle wären total beeindruckt von ihm dort. Er hat dort auch QiGong gelernt und weil talentiert, durfte er auch direkt die Patienten damit beglücken, indem er angeleitet hat. Ohne Punkt und Komma von sich geschwärmt. Ich habe mich echt gewundert, was die da mit dem machen . Im gleichen Atemzug sagte er, dass mich alle sch. finden würden und ihm raten, sich zu trennen.
Dann hat er von einer Mitpatientin erzählt, die total fertig war. Immer an ihm hing und ihm gesagt hat, wie toll er sei. Sie wäre auch immer bei ihm, weil keiner sie sympathisch finden würde. Ich fands affig von ihr und hatte Vertrauen zu ihm. Tja, nach dem Klinikaufenthalt ist er zu ihr gezogen. Das beste ist, dass er genau das Leben führt, zumindest optisch, was er sich gewünscht hat. In einer bestimmten Gegend in einer bestimmten Stadt, am Wald, mit Haus und Kohle. Er ist mit ner Luxuspuppe zusammen, die ne Villa hat in der Ecke, wo er hinwollte. Tja, da kann man jetzt viel spekulieren, Zufall oder nicht. Ich habe all die Schuld für das Aus gerne auf mich genommen.
Den Laptop hat er mir überlassen. Und seinen Account nicht gesäubert. Ich habe ihm bis zuletzt vertraut, aber er hat wohl ein Doppelleben geführt. Bilder von fremden Wohnungen, sehr weiblich eingerichtet, ne Art Tagebucheinträge über seine erste Exfrau, mich und die neue. Alle Schkusseldaten und Termine. Kalendereinträge waren auf seinem Account. Der cloud sei dank aktuelle Bilder von Ihnen nach dem Sex, etc. Das war heilend. Den Account brauchte ich dann nicht mehr. Aber er kommt aus der it. Wundern tut mich das schon, dass er den Laptop so dagelassen hat. Naja. Panik war weg! Und ich hätte ich ihn so schnell nicht gehen lassen können ohne die Einblicke. Wie gesagt, ich weiß nicht, ob es ein N ist. Und ich frage mich gerade selber, wieso ich die Threadfrage gestellt habe. Ich muss nochmal Klarheit für mich in die Sache bringen und gehe deswegen ja nochmal zum Therapeuten. Eine Hauptbaustelle muss ich noch intensiver bearbeiten. Die triggert mich gerade in Verbindung mit ihm.
Es ist nur so, dass wir das Kind haben, das gerade bei ihm ist und er mir täglich Fotos von ihr schickt mit netten Kommentaren. Das ist doch nicht hoovern, oder? Wenn ich nicht reagiere, geht's ja gegen meine Tochter. Und ich kann nicht nicht reagieren, wenn ich sie sehe . Ich schreibe ja nix zu ihm zurück.
Es ist lieb von ihm, aber das passt doch nicht zu einem N nach dem Aus, oder?
Ich weiß noch am letzten Abend bevor er ausgezogen ist, ist mir in der Küche kochendes Wasser über den Arm gelaufen, nachdem mit einem lauten Knall die Thermoskanne explodiert ist. Egal, wem das passiert wäre. Ich wäre hin und hätte geholfen und ggf. verarztet. Er blieb seelenruhig im Wohnzimmer sitzen. Als ich da stand und ihm erzählt habe, was passiert ist, schaute er nicht einmal auf. Einziger Kommentar. "Muss man reklamieren, ist ja ne neue Kanne". Das ist schon strange. Und er schlief mit mir im Bett in seiner letzten Nacht. Es war die Hölle für mich, weil ich so an ihm hing. Sagte ich ihm auch. Keine Reaktion. Normal ist das nicht, oder?
Und er hat mir übrigens gewünscht, dass ich jetzt die Hölle durchmache, damit ich sehe, was er durchmachen musste. Ich wollte doch auch eh nicht mehr mit ihm zusammen sein. Okay, jetzt müsste man seine Seite auch kennen. Ich möchte auch zum Therapeuten, um auch diese Zweifel loszuwerden oder bestätigt zu bekommen, dass ich der N war und bin. Mit ner Diagnose kann man ja arbeiten. Aber ich glaube, dafür reflektiere ich zu sehr. Aber ätzend wurde ich auch. Ich bin gerade durcheinander. Das will ich klären. Und auch die Anziehung, die da noch ist.
LG
ARED