Zitat von paulaner:Ja. Und ich finde es krass, wie hier so viele Schreiber das auch noch verteidigen. @Carl Jetzt mal Butter bei die Fische: hast du Angst davor, dass deine Frau dir unmissverständlich sagen könnte "es ist vorbei". Ehrliche Antwort!
Für mich ist es ist immer wieder erstaunlich zu lesen, mit wie wenig Selbstbewusstsein und Selbstwert-
gefühl Betroffene in einer solchen Situation oft hilflos agieren und sich so mies behandeln lassen. Der so
mies handelnde LP verliert folgerichtig immer mehr Respekt vor dem LP und wenn auch noch geklammert
wird und notwendig werdende Klärungen oder Entscheidungen nicht erfolgen, nimmt das dann seinen un-
guten Verlauf.
Im Falle des TEs wäre es schon längst an der Zeit gewesen zu klären, ob es noch einen gemeinsamen Weg
gibt oder eben nicht. Nicht als Ultimatum, sondern in Form eines benannten Zeitrahmens unter Benennung
ob und wenn ja unter welchen Voraussetzungen es weiter geht, jeder der beiden LP sich definitiv entscheiden
muss. Es sollte dabei klar benannt werden, dass alles andere als eine Entscheidung für einen gemeinsamen
Weg, gleichzeitig das Ende der Ehe mit all seinen Konsequenzen ist.
Ohne Gefühlsebene ist eine Ehe letztlich ein Vertrag, den beide LP eingegangen sind. Wenn einer der beiden
den Vertrag nicht mehr einhalten will - aus welchen Gründen auch immer - , kann er/sie das tun muss jedoch
dann mit den damit verbundenen, meist erheblichen, Konsequenzen leben. Ein LP der sich so verhält wie die
EF des TEs wollte ich nicht mehr an meiner Seite haben und ihr viel Glück für ihr weiteres Leben, ohne mich,
wünschen.
Das mag hart rüberkommen. In Wirklichkeit ist es das nicht, da einem Betroffenen Wochen und Monate bis
an die Substanz und Gesundheit gehende qualvolle Zeit erspart und das Selbstwertgefühl erhalten bleibt.