Zitat von Arnika:Lieber Uwe, meinst du nicht, dass der Grund, warum du über digitale Kommunikation so herziehst eben auch der ist, weil du niemand hast, der mit dir kommuniziert. Die meiste Internet-Kommunikation findet ja zwischen Freunden und Liebenden statt, und nicht so sehr zwischen Wildfremden.
Und es stimmt auch nicht, dass Männer da umdenken müssen. DU musst umdenken. Mein Partner hat einen irrsinnig großen Freundes- und Bekanntenkreis, andere haben ihren Fußballverein etc. Dass du alle deine sozialen Kontakte vernachlässigt hast, liegt allein in deiner Verantwortung und hat weder mit Geschlecht noch sonst was zu tun. Am besten erkennst du das gleich und steuerst heute noch dagegen an.
Hi Arnika!
Meine Abneigung gegen Handys und so resultiert von einem tragischen Ereignis während meiner Ausbildungszeit:
Wie Du schon richtig erläutert hast, schreiben sich insbesondere Liebende untereinander, bis die Tastatur qualmt. In meiner Ausbildungszeit gab es zwar keine so technisch hochfrisierten Handys und Smartphones etc. pp. wie heute, aber auch damals wurde sich bei den Besitzern dieser kleinen "Nervtöter" viel geschrieben, damals aber waren es SMS. Wie sich vielleicht die "älteren Semester" noch erinnern können, war das SMS-Gekritzel nicht so schnell zu tippen, wie das bei heutigen Nachrichtendiensten wie Whats App und Co. der Fall ist.
Ein damaliger Mitarbeiter in meinem Betrieb hatte eine Freundin, die schrieben sich dauernd permanent SMS-Nachrichten. Auch Drohungen und Verwarnungen des Betriebes ignorierte dieser ganz ungalant, es wäre ja seine Sache etc. Eines Tages, dieser besagte Mitarbeiter war gerade mit anderen Kollegen beim Entladen eines LKW´s, schrieb ihn wieder diese Freundin via SMS an. Er sah das und wollte antworten (während des Abladevorgangs

!), dabei saß er auf einem Dieselstapler. In jenem Moment hatte er eine größere Palette, mit einer Kiste darauf, auf den Ladegabeln und wollte diese gerade absenken, als er durch das verdammte SMS-Gekritzel einen Moment nicht aufpasste und die Gabel sich neigte, weil er, ohne es zu bemerken, den entsprechenden Hebel bewegte. In jenem Moment krachte die Kiste herunter. Das erschreckte einen anderen Mitarbeiter, der gerade nebenan einen anderen LKW mit einer E-Meise entlud, dermaßen, dass dieser für einen kurzen Moment die Kontrolle verlor und mit seinem Flurfördergerät über durch die Reling brach und ca. 2,5 m tief hinabstürzte.
Besagter Mitarbeiter war ein Freund von mir, dieser verletzte sich dabei so schwer, dass er den Job nicht mehr ausüben konnte. Was danach im Betrieb los war, was wegen einem "Idioten" dann alles auch gegen zig andere an Anweisungen, Drohungen und Verweisen kam, weil nur dieser Heini gegen die eindeutige und für meinem Befinden klar nachvollziehbare Anweisung verstieß:
Während der Arbeit hat der Sch.. ß Apparat ausgeschaltet zu sein.
Und wenn ich sehe, wieviele Menschen wie hypnotisiert auf ihre Handys starren und absolut NICHTS in ihrem Umfeld wahrnehmen, möchte ich ihnen am liebsten die Schrottdinger einfach wegnehmen oder auf dem Kopf hauen. Wenn die das erlebt hätten, was ich erleben musste, würde garantiert keiner von denen so sorglos mit den Handys hantieren, auch mehr aufpassen. Wenn ich dann höre, dass diese Geräte in manchen Schulen erlaubt sind (während des Unterrichts wohlgemerkt) ,da fällt mir nichts mehr zu ein als Kopfschütteln.
Darum, liebe @Arnika , habe ich eine Aversion gegen Handys. Und was Tinder und Co. betrifft, da entwickelt sich auch vieles dahingehend, dass Menschen nur noch darüber kommunizieren und gar nicht mehr richtige Gespräche führen können. Sieht man ja auch oft an der Rechtschreibung. Die gekürzten Befehle, die dann teilweise ganze Sätze auf dem Handy widergeben, können manche User (selbst Erwachsene) nicht mal richtig ausschreiben, manchmal nicht mal mehr richtig aussprechen. Darum ziehe ich das persönliche Auge-in-Auge-Gespräch natürlich immer vor.
Ich denke, nach vorgenanntem Erlebnis kannst Du das auch bestimmt verstehen, dass ich nicht unbedingt auf Handys "stehe", oder?
Was den zweiten Teil betrifft, da stimme ich Dir (teilweise) zu: Natürlich muss ich für mich selbst umdenken, aber ich denke, es ist schon eher ein Männerproblem, weil sich Männer, die in Beziehungen leben, oft darin ihren absoluten Lebensinhalt sehen und andere Menschen, ihre Hobbies etc. vernachlässigen. Frauen passiert das sicherlich wohl auch, aber nicht in dieser Qualität und Quantität.
Wie auch immer, Handys und diese ganze Tinderkram und so wird nie meines sein. Ich sehe darin weder viel Sinn, noch Positives. Ist aber auch nur meine Meinung.
LG.
