Hallo liebe Foris!
2,2 Kilogramm weniger - das ist das Resultat nach knapp 3 Wochen Trainingsrückkehr.

Es ist interessant zu sehen, wie sich der Körper langsam aber sicher ändert - aber auch, was ganz anders ist als vor 20 Jahren.
Ich merke, ich brauche mehr Pausen zwischen den Trainingseinheiten, mehr Regeneration. 3 Einheiten pro Woche sind genug. Dafür werden diese auch immer mit einen rotierenden Ganzkörperprogramm ausgeführt, jedes Mal ist eine andere Übungsabfolge dran. So kann ich sicherstellen, dass am Anfang des Trainings noch die Übungen mal mit mehr Gewicht oder Wiederholungen ausgeübt werden und später dann, mit sinkender Power, eben auch mal weniger Gewicht.
Wie auch immer, es geht voran und ich genieße die Fortschritte, auch jetzt noch mit Mitte 40. Da soll mir keiner sagen, dann ist der Zug abgefahren. Nein - man muss ggf. zu einem anderen Bahnsteig, das Tempo etc. ist anders - aber die Richtung ist identisch.
Was das Liebesleben betrifft - nun, da ist aktuell wieder Funkstille. Aber das ist auch nicht schlimm. Ich kann einfach nicht immer einen draufmachen und ich denke, sollte ich mal irgendwann wieder eine Freundin haben, so wäre es vermutlich sehr gut, wenn diese Frau dann auch eher in meinem Leistungsspektrum agiert. Eine Discoqueen oder Partykönigin - das ist nichts für mich und ganz ehrlich - ich bin oft abends total müde. Nicht nur vom Sport oder der Schichtarbeit, die natürlich auch an den Kräften zerrt. Es ist hin und wieder mal gut, nach der Arbeit ein Nickerchen zu machen oder einfach mal früher schlafen zu gehen. Wenn ich da höre, manche sitzen vor der Glotze bis zum nächsten Morgen oder machen Party - okay, Respekt, aber ich kann´s nicht (mehr). Auch jetzt bin ich gerade sehr müde, gehe gleich schlafen. Morgen muss ich um 3.00 Uhr wieder raus, um Viertel vor Fünf zum Bus und dann ab zur Arbeit.
Vielleicht hätte ich als junger Mann mehr Party machen können/sollen/müssen, aber das war noch nie meine Welt. Der Tag ist zum Machen, die Nacht zum Schlafen. Auch beep habe ich immer eher genossen, wenn dieser am Tage stattfand und nicht nachts. Dann bin ich eher voller Energie. Nun, im Moment ist ja alles ruhig.

Ich denke auch nicht, nochmal eine feste Beziehung oder Partnerschaft zu haben - nicht, dass ich es nicht könnte. Aber es passt nicht mehr zu meinem täglichen Ablauf. Verbindliche Zeiten und Aktivitäten - wie soll das immer problemlos möglich sein bei einem fortwährenden wechselhaften Schichtdienst? Dazu - kaum eine Frau findet es toll, wenn man(n) nicht zu ihren angedachten Zeiten zur Verfügung steht. Das würde wohl mehr in Stress ausarten, als eine harmonische Beziehung ergeben. Die wenigen Freiräume sind meinerseits da wohl nötig.
Daher denke ich, eher eine lockere, vielleicht sogar offene Beziehung oder Freundschaft plus passen da besser als eine feste reguläre Partnerschaft. Ich denke nicht, dass man da eine passende Frau für finden kann. Das kann ich aber auch nachvollziehen. Mir wäre es ein Graus, müsste ich Angst haben, dass meine Süße fremdginge irgendwann, weil ich zeitlich eben anders ticke.
Ich habe mich da diesbezüglich auch mit Kollegen und Kolleginnen ausgetauscht, die denken und sagen es im prinzip auch so. Kaum eine oder einer ist in festen Händen. Die meisten sind Singles, haben mal hier und da etwas, aber sind weitestgehend "autark" und alleine, bestenfalls in lockeren Beziehungen. Nur eine Kollegin (!) ist verheiratet, diese ist aber ein Ausnahmeexemplar: Sie ist kurz vor der Rente und die hat mit ihrem Mann nie etwas anderes erlebt oder kennengelernt. Aber der gesamte Rest an Kollegen/innen ist entweder Single oder hat nur hin und wieder mal was - aber nie etwas festes oder dauerhaftes. Auch die Damen nicht. Das Leben als Schichtarbeiter lässt eine feste Beziehung eben leider nicht so wachsen wie ein Arbeitsleben mit festen geregelten Zeiten.
Wie auch immer, keiner der besagten Menschen, mich eingeschlossen, ist unglücklich. Auch durch dieses Forum, wofür ich mich bedanken möchte bei allen Foris und der @Forenleitung

, habe ich wieder an Lebensqualität und Freude zurückgewonnen. Es war ein harter, steiniger und oft auch, bedingt durch meine Unzufriedenheit, leidvoller Weg, Umgang, Ton. Vielleicht musste ich da durch, um wieder ein Mensch zu werden, der gesellschaftstauglich wird. Es ist jedoch ein komplett anderes Leben als vor der Trennung vor über 5 Jahren. Seither kein beep - der wird halt im Alter weniger- zumindest bei mir. Küsse ja, Zärtlichkeiten, Händchenhalten - das war letztes Wochenende mal nach zig Jahren ein sehr schönes Revival. Ob davon mehr folgt - oder auch irgendwann mal wieder beep - ich wiß es ehrlich nicht.
Aber mir geht es (stimmungsmäßig) stetig besser, meine Gesundheit verbessert sich, ich nehme ab, werde stärker, kann noch küssen

und mich mit Frauen toll unterhalten und interagieren. Etwas, was mir vor wenigen Wochen noch unvorstellbar war. Daran knüpfe ich, daran sollten hier alle Foris mit gebrochenen Herzen vielleicht ein wenig teilnehmen. Zu sehen, es geht weiter und zu schildern, wie ich da vorgehe, wo ich mal vielleicht wieder schwächle, wie es aber ein "Weiter danach", wenn alles nur noch Sc...sse ist - das ist es, was mich antreibt.
Ich wünsche Euch allen hier ein schönes Wochenende. All jene, die noch verzweifelt sind, ganz besonders einen Drücker

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Wenn ich hoffnungsloser Fall das schaffe, dann schafft Ihr das auch!
Liebe Grüße
