Zitat von U-I-B:Die Welt ist im steten Wandel. Das kann niemand ändern. Aber mal ein Stillstand und in sich kehren oder eine Entschleunigung und weg von dem Leistungswahnsinn etc. - das würde ihr sehhhhhhhhhhhhhhhr gut tun.
Das sehen ganz viele so, deswegen gibt es ja auch die neue (alte) Achtsamkeitsbewegung. Den meisten Menschen geht Entwicklung mal nicht schnell genug und dann eben auch mal zu schnell. Dabei vergessen wir doch immer wieder, daß es nicht die Welt ist, die unser Tempo bestimmt sondern vor allem wir selbst.
Entschleunigung findet nicht im außen statt. Wobei ich befürchte, daß dies auch wieder einer dieser Sätze ist, die einfach so an dir vorbeirauscht. Dabei wäre es gerade für Dich so wichtig, da mal ein bißchen für Dich weiter zukommen. Ysa hat ja gestern schon ein bißchen etwas zu Deinem Streß und auch Deinem Kampf geschrieben und ich denke, sie hat sehr Recht.
Du bist so gut, wenn es um Aktion geht, wenn darum geht ein Problem aktiv anzugehen und zu lösen. Ich glaube, daß es nicht besonders viele Menschen geschafft hätten, sich um Insolvenzverfahren, neue Wohnung, neuen Job so zu kümmern, wie Du es getan hast. Aber innerlich trittst Du auf der Stelle bzw verhältst dich ziemlich regressiv.
Für Dich ist alles ein Kampf, welchen Du gezwungenermaßen bestreitest und der Dich immer wieder gegen Windmühlen kämpfen lässt. Visier ist unten, die Lanze gezückt. Dabei entsteht eine Außenwirkung, der du Dir, so scheint es, auch nicht wirklich bewußt bist. Ich nehme so unendlich viel Aggression von dir wahr und ich habe den Eindruck, daß ich nicht die einzige bin. Die Frage ist, willst Du als aggressiv wahrgenommen werden?
Ist das Dein Weg, Dich davor zu schützen, nicht noch einmal Opfer zu werden?
Innerlich bewegt sich bei dir eigentlich immer nur dann etwas, wenn sich etwas im außen bewegt. Für dich ist das logisch, denn die Welt ist ja schließlich mitsamt ihrer Entwicklung schuld, wie sehr du Dich dabei aber zum Spielball von anderen machen lässt, das kommt irgendwie nicht bei dir an.
Zu leben, heißt nicht denknotwendigerweise zu kämpfen oder einfach nur dicht zu machen und sich zurückzuziehen (beides aggressive Akte). An der Stelle fehlt es dir an Vorstellung, Einsicht und vor allem Alternativen.
Wobei ich glaube, daß es weniger ein nicht wollen ist, als tatsächlich ein nicht können, weil dir innerlich einfach die Grundlagen fehlen.
Zitat von U-I-B:Ich habe nichts gegen Frauen und ich behaupte auch nicht, dass sie Schlampen sind. Sie haben sich verändert, dass ist unstrittig. Und diese Arten der Veränderungen kann ich nicht durchweg gutheißen. Sie machen m.E. ein Zusammensein mit einem möglichen männlichen Partner unmöglich.
Das scheint mir auch wieder ein Selbstwahrnehmung und Außenwahrnehmung Ding zu sein. Ich glaube, Du hast nicht den Ansatz einer Vorstellung, wie frauenfeindlich du dich hin und wieder äußerst.
So bald dann aber mal jemand am Horizont (kurz) auftaucht, wird es ein bissl besser, denn eigentlich magst Du Frauen ja. Da genau, da ist aber das Problem. EIGENTLICH.
Uneigentlich fühlst du Dich abgehängt, unterdrückt und vor allem absolut hilflos, weil Du keinen Weg siehst, deren vermeintlich ach so hohen Erwartungshaltungen zu erfüllen. Weil Du hast ja kein Geld und bist in der Insolvenz und Heiraten willst auch nicht.
Auch hier wieder, alles im Außen, nichts im Innen.
Und dann wird da gleich das schönste aller Argumente brauchbar gemacht, denn Du bist ja ein guter Mensch. Mit Deinem Innen stimmt alles, nur daß die Welt das Innere überhaupt nicht mehr sieht. Siehe hier:
Zitat von U-I-B: Heute sind die Menschen, die die Realität klar sehen, erleben und erkennen, die "Bösen". Wie sich Zeiten eben ändern.
Ach Mensch. Diese Selbstzerstörung, die du da selbst betreibst, ist schwer mit anzuschauen. Du bist also einer der die Realität klar sieht und damit ein Böser. Darauf baut Dein gesamtes Glaubenssystem und darauf beruhen Deine Wertungen (Frauen in Hosenanzügen sind der Teufel ?).
Ich weiß, wir sind selten einer Meinung, daher wirst Du es vermutlich von mir nicht annehmen können, aber wenn Du so weitermachst, dann geht nicht nur das bißchen Lebensqualität dahin, irgendwann wirst Du da nicht mehr alleine rauskommen.
Das gepaart mit Deiner (von Dir nicht ernstgenommenen) Wut. Phew, da mache ich mir Sorgen.
Zitat von U-I-B:Was soll´s, das Leben geht weiter. Ich in meinem Mikrokosmos, ohne diesen Wahnsinn. Zwar alleine, aber mit mir im Reinen
Bist Du dir sicher daß du wirklich ohne Wahnsinn lebst? Es mag vielleicht nicht der sein, den Du immer wieder anprangerst, aber ein gesundes selbstbestimmtes und erwachsenes Leben, schaut in meinen Augen irgendwie anders aus.
Schau mal, wenn du sagst, daß es nur zwischen Tieren und Menschen die wahre Liebe noch gibt, dann redest Du eben von Haustieren, die von dir und Deiner Fürsorge ABHÄNGIG sind. Das ist Dein Bild von Liebe?
Zitat von U-I-B:Vielleicht Sektencharakter? Vielleicht verkannte Realität? Das musst Du Dich selber fragen.
Und da, da waren sie wieder die apokalyptischen Reiter: Abwertung, Zynismus und rhetorische Abwehr.
Ich kann nicht einschätzen, was dir helfen könnte (es gab ja neulich gute Ansätze von Annika, im Hinblick auf physiologische Problematiken aufgrund des Schlaganfalls , aber ich glaube wirklich, daß, wenn du noch ein, zwei Jahre so weitermachst, dann sind die von Dir jetzt beklagten gesundheitlichen Probleme, echt nur der Anfang.
Für Deinen jetzigen klinikbesuch wünsche ich dir alles, alles gute und für den Rest wünsche ich dir, daß Du vielleicht mal ein bißchen Ruhe findest und diese für dich nutzen kannst, zu schauen, wie es wirklich für dich weitergehen soll.