Zitat von unregistriert:
Haben die tatsächlich das Cortisol gemessen? In welcher Situation? Belastungs-EKG?
Der Sport dient ja gerade dazu Cortisol abzubauen. Noch nie gehört das Ausdauersport Cortisol und damit Adrenalinvorstufen hochfährt.
Ich würde ja mal eher in den Raum setzen das der Job Dich zu sehr stresst und die Ärzte das Symptom spiegelverkehrt interpretieren. Dein Eindruck ist das die das richtig blicken?
Guten Morgen!
Schau mal hier, dieser Artikel (zwar sehr bezogen auf Krafttraining, trifft aber im Prinzip das, was mir die Ärzte mitgeteilt haben) mit Link beschreibt es ganz gut:
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=...-mSh6OhpZOGemessen wurde EKG und andere Werte, dazu Blutabnahmen etc. Beim Krafttraining wird bekanntermaßen neben Adrenalin auch Cortisol produziert, von daher ist Deine Annahme, (Ausdauer-)Sport reduziere Cortisol, so per se nicht ganz richtig. Über einen längeren Zeitraum trifft das zu, aber erst einmal ist jede Form von Stress, egal ob Arbeit, Sport o.ä. fördernd für den Cortisolaufbau. Meine Arbeit alleine ist dafür nicht verantwortlich, viel hängt auch mit dem Blutzuckerspiegel etc. zusammen.
Daher die erste Vermutung der Ärzte, es könnte mit Diabetes o.ä. zu tun haben. Ist aber bei mir nicht der Fall.
Aber erhöhter Stress, körperliche (Über-)Belastungen usw. fördern bei mir die Cortisolausschüttung und die war eben nach intensivem Krafttraining, wie ich es bisher immer betrieb, immens. Das erklärt auch, warum ich nicht abnehme. Normalerweise müsste ich schon ziemlich geschreddert aussehen, würde alles "normal" verlaufen. Tut es aber nicht. Dazu die immer wiederkehrende Müdigkeit, zeitweise Schlafprobleme etc. - alles Indizien für erhöhten Stress.
Ein Arbeitskollege von mir, der jeden Tag (!) gejoggt ist und schon bei Marathons mitgemacht hat, kollabierte vor ca. zwei Monaten, der hat jetzt bis auf weiteres Sportverbot. Der hatte auch einen sehr hohen Blutdruck, ist aber Gewichtsmäßig im Vergleich zu mir eine "Fliege" - zudem mind. 10 Jahre jünger als ich.
Sport an sich ist gesund, aber nicht bei jedem gleich gut bzw. gleich anwendbar. Dazu kommen noch weitere Faktoren. Bei den Fussballprofis hört man ja oft mal, der oder der spielt aus augenscheinlich total harmlosen Gründen (leichte Erkältung etc.) nicht mit. Die Profiärzte wissen schon, warum sie den Spieler dann krankschreiben.
Im Prinzip ist das bei uns "Normalos" nicht anders - nur wir haben keine Profiärzte, sondern müssen uns in Kliniken oder zu Hausärzten begeben, die dann hoffentlich die richtigen Diagnosen und Therapien feststellen.
Die Arbeit stresst mich vor allem in der Frühschicht - nämlich das frühe Aufstehen selbst, nachts um 3.00 Uhr. Wenn viele andere noch im Tiefschlaf sind, muss ich aufstehen und keine 2 Stunden später los zur Arbeit (die Busse fahren zu frühmorgendlichen Zeiten leider nicht so oft und regelmäßig wie ab 9.00 Uhr oder später). Dann bin ich erst einmal geschlaucht, brauche 1-2 Stunden, bis mein Körper auf Betriebstemperatur ist und dann geht's. Wenn ich dann am Nachmittag nach Hause komme, bin ich total groggy und fertig, muss mich oft erst einmal 1-2 Stunden hinlegen/ausruhen/schlafen. Das ist der Stress, der mir nicht behagt.
Bei der Spätschicht (normaler Arbeitsbeginn um 14.00 Uhr) macht mir das nichts aus, auch wenn ich erst nachts heimkehre. Weil ich dann ja ausschlafen kann, ich brauche schon mind. 6 Stunden Schlaf, 8 sind manchmal besser. Zu wenig Schlaf, das dann gepaart mit Krafttraining, immer wechselnden Schichten (das wird bei unserem Betrieb immer so beibehalten, feste Schichten je Mitarbeiter gibt es nicht) und teilweisen Schlafentzug auf Kommando ist Gift für den Körper.
So schauts aus.
Wenn Du dann noch im Leben und Alltag Konfliktfelder und Stress hast, ist das Szenario vorprogrammiert.