Zitat von Verzaubert:Und wenn sie es Dir nicht erklärt, was dann? 40 Jahre schmollen?
Sprich Leben wegwerfen?
Oder sie erzählt Dir irgendwas, wovon sie glaubt, es beruhige Dich - und in Wahrheit war es ganz anders.
Wenn denn selbst DAS mal gekommen wäre. Dann hätte ich trotzdem einen Grund, diese Geschichte abzuhaken. Weil ich dann auch bei mir ergründen könnte, was lief falsch, was habe ich falsch gemacht, was haben wir gemeinsam falsch gemacht, was kann ich ggf. besser machen? Alleine diese Fragen wenigstens für mich anzugehen und zumindest für mich zu beantworten, würden mir enorm helfen.
Ich bin nicht wie der heute gelebte Mainstream, ich hätte meine Ex nie verlassen. Wir hatten einige heftige Geschichten zu durchstehen, viele Probleme, insbesondere bei ihren Kids, gemeistert, nebenbei beruflich wie privat viel geändert und getan und daher ist es sowohl für mich als auch für Außenstehende in keinster Weise nachvollziehbar, wieso sie das abgezogen hat. Das wische ich nicht wie vielleicht manche andere (hier) mal so eben weg und sage: Sch...ß drauf, die Nächste wartet da und da, das Leben geht weiter bla bla bla - nein, dem ist überhaupt nicht so. Wer das glaubt, der lebt in Hollywood, im Schlaraffenland oder wo auch immer. Ich tue das nicht.
Und das frisst mich innerlich auf. Und wenn ich manche Kommentare lese, z.B. mit der Empfehlung von Psychologen etc. - das habe ich ich weiß nicht wie oft zigfach schon geschrieben und tue es ein letztes Mal: Das habe ich schon alles durch und es hat
nichts gebracht. Weil die Basis dafür fehlt - die Erklärung meiner Ex. Keine Basis, keine Wände, kein Dach. Und ich bin auch niemand, der anderen einfach folgt oder es so macht, wie andere wollen - für mich muss da auch ein Sinn, eine Logik, eine Zielsetzung etc. erkennbar sein. Die gibt es nicht.
Für mich ist dieses Leben nicht lebenswert. Nur noch den Alltag überstehen - das ist mein Highlight. Wenn ich nach der Arbeit meinen Kater streicheln kann, meine Fische betrachten kann und dann müde und erschöpft ins Bett falle. Oder vor mich hindöse, wenn der TV läuft oder ich irgendetwas lese. Dieses aufgedonnerte Partystile-Leben der Neuzeit ist nichts für mich. Partymachen - darin sehe ich null Sinn. Eine neue Liebe - was ist das überhaupt? Gibt es die überhaupt? Natürlich nicht.
Es gibt nur das hier so oft kolportierte und unsägliche eigene Glück, das auf Egomanie aufbaut - ohne Rücksicht auf Verluste und Kollateralschäden. Das war noch nie mein Lebensmotto oder gar Ziel. Das verstehe ich weder unter einer guten Partnerschaft, noch unter einem guten Singleleben. Nee danke, without me!
Was zum Henker ist so schwer da dran, einfach nur zu sagen, warum es so lief? Die Truller ist doch eh schon weg - sie hat doch eh nichts zu verlieren, nahm mit und weg, was ging und hinterließ Chaos, einen Trümmerhaufen und einen Seelenschmerz, der nie heilen wird. Da kann ich nur über manche User/innen hier staunen, wenn die meiner Ex noch viel Glück und sowas wünschen. Ich hoffe, diese Leute müssen nie den Sch... ß mitmachen, den ich erleben musste und muss. Das wünsche ich keinem Menschen. Aber mich noch dafür zu tadeln oder massregelen zu wollen - das ist der Gipfel der Unzumutbarkeit.
Egal - ich wollte mal auf eine Frage zu Beginn zurückkommen:
Geht es hier jemandem ähnlich, genauso oder heftiger? Das würde mich mal interessieren, ob und wie es diese Menschen händeln, ihr Leben gestalten, wie sie aus dem Sumpf dieser Katastrophe eventuell rausfinden (oder den hier gepfiffenen Mainstream, der selten hilfreich ist) oder ob sie wie ich da auch schon länger verharren.
