Zitat:wenn ich an meine Eltern und Großeltern denke, da lief das so - der Mann war bei der Arbeit, kam nach Hause, hat gegessen, ein Schläfchen gehalten, und dann ist er verschwunden. In die Kneipe, zum Stammtisch, zum Sport, in den Schießverein ... irgendwas. Mein Vater jedenfalls war höchst selten abends zu Hause und hat auf der Couch gehockt, wenn ich mich zurückentsinne, dafür waren bei uns ständig Freundinnen meiner Mutter zu Besuch, tagsüber wie abends.
Bei unseren Mitbürgern mit Migrationshintergrund ist das immer noch so - da ist der Mann entweder auf der Arbeit oder er sitzt mit anderen Männern im "Café". Das Haus ist Frauendomäne, da werden die Männer meist nur zum Essen und Schlafen "geduldet"

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Mittlerweile haben ja aber die Frauen dafür gekämpft, und zwar jahrzehntelang, dass eben nicht nur das Haus/das Heim ihre Domäne ist und sie stattdessen auch alle Entfaltungsmöglichkeiten haben.
Beruflich wie allgemein, gesellschaftlich usw. .
(Dass das bei unseren neuen Mitbürgern noch anders ist, ist mir ziemlich egal und deren Sache.)
Die Frauen haben jetzt die ganze Welt als Domäne, wie früher ausschließlich die Männer es hatten, aber kommen nicht damit klar, wenn die Männer sich im Gegenzug auch daheim etwas breit machen und nicht mehr bis in die Nacht irgendwo rumzechen oder Tontauben vom Himmel schießen.
Im Gegenteil, mittlerweile schießen sie elektronische Tauben am Computer vom Himmel und chatten dort mit ihren Freunden, die das genauso machen.
Was dann wiederum unmännlich wirkt, in den Augen der Frau, die sich dann auf Arbeit (für die viele Generationen an Frauen vor ihr gekämpft haben) in den vermeintlich besseren, weil unnahbaren Kollegen verlieben, der eigentlich nicht zu haben ist, weil er verheiratet ist oder so ähnlich.
Und am Ende zockt der auch wenn er daheim ist, aber davon bekommt seine neue Flamme ja nichts mit.
Ich glaube ja, dass die Attraktivitätskriterien der Frauen mit der fortschreitenden Befreiung/Gleichstellung der Frauen in den letzten Jahrzehnten, und den daraus resultierenden veränderten Geschlechterrollen beider (!) Geschlechter, nicht mitgehalten haben.
Deswegen wirkt der Macho, der sich daheim nicht blicken lässt, männlicher als der verlässliche Typ, der einfach sehr gern mal in seiner Wohnung ist, die er auch selbst bezahlt und der gar nicht auf Idee kommt, dass seine permanente Präsenz daheim zu einer genauen "Attraktivitäts-Beobachtung" durch sein Weibchen führt.
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