Zitat von Vivian1: Wir arbeiten auch bei der gleichen Firma, sind zusammen auf Arbeit gefahren. Haben selbst die Mittagspausen zusammen verbracht und gekuschelt.
Ihr ward also nahezu 24/7 immer zusammen? Das hört sich für mich (zu) sehr eng an und ich kann den Wunsch Deiner Frau nach mehr Autonomie total nachvollziehen.
Es ist natürlich schade, dass sie diese Bedürfnisse nicht früher angesprochen und auch durchgesetzt hat. Wäre es für Dich denn okay gewesen, wenn sie öfter alleine/mit Freunden - jedenfalls ohne Dich - etwas unternommen hätte?
Wenn Dein Alter im Profil stimmt und sie etwa gleichaltrig seid, dann habt Ihr sehr jung geheiratet und die Mehrzahl Eurer Erwachsenenjahre miteinander verbracht. So ungewöhnlich ist es nicht, dass man sich in der Zeit weiterentwickelt - und leider nicht immer in die gleiche Richtung.
Ich glaube nicht, dass jemand in einer (Einzel- oder Gruppen)Therapie völlig umgepolt werden kann. Sondern es wird ausgearbeitet/Anstoss gegeben, wie das eigene Leben geändert werden kann, um wieder glücklich oder zumindest zufrieden zu werden. Es tut mir sehr leid, dass sie Dich in ihren Änderungswillen nicht einbezogen hat und Du dabei anscheinend keine große Rolle (mehr) spielst.
Du hast Liebeskummer, das verstehen hier die meisten und fühlen mit Dir

Dafür gibt es leider keine Abkürzung.
Vielleicht hilft es Dir, jetzt zumindest die Sachebene schon mal anzugehen. Such Dir einen guten Fachanwalt für Familienrecht und lass Dich beraten, was auf Dich zukommt und wie Ihr Euer gemeinsames Eigentum (mit Anfang 30 bereits 2 Häuser - Chapeau) am besten auseinanderdividieren könnt. Wie es mit Trennungsunterhalt aussieht - ich würde z. B. bei aller Liebe nicht mittel- bis längerfristig ihren Selbstfindungstrip und ihre exklusive Freizeitgestaltung finanzieren wollen.
Deine Frau muss von diesem Schritt ja erst einmal gar nichts erfahren, sondern es ginge darum, dass Du eine Ahnung davon bekommst, wie es nach einer Scheidung für Dich weitergehen wird. Ich fand es damals hilfreich, wenigstens das geklärt zu haben. Mit dem emotionalen Kummer hat man meist noch genug zu tun.