Zitat von ElGatoRojo:
Da gibt es dann zwei Möglichkeiten.
* Sein Engagement ist nicht an seinem Limit - da kann sie aus guten Gründen unzufrieden sein
* Sein Engagement ist an seinem Limit, genügt ihr aber dennoch nicht - da kann sie eben akzeptieren oder die Sache beenden.
Sein Engagement ist gegenwärtig am Limit. Er weiß nicht, was oder wie er noch tun könnte, und ist immer sehr verzweifelt, wenn ich wütend oder traurig werde, oder mich zurückziehe. Er nimmt schon wahr, wenn es mir nicht gut geht, aber er zeigt es mir nicht. Es gibt keine Resonanz. Warum? Vermutlich, weil er nicht sicher ist, was man sagen könnte, und weil er Angst hat, etwas Falsches zu tun.
Mir würde schon helfen, wenn er etwas deutlicher zeigen würde, dass er mich und meine Gefühle wahrnimmt. Ich möchte nicht ewig denken, ja, das macht er, auch wenn es nicht so ausieht. Ich habe das Gefühl dass ich permanent seine Sprache übersetzen muss. Es wäre schön, wenn er das andersrum auch verstärkt versucht.
Hätte, hätte... In meiner Wahrnehmung ist er grundsätzlich auf sich selbst fixiert. "Ich tue nicht, weil ich Angst habe, etwas falsch zu machen, dann gibt es Streit" ist meiner Meinung nach eher eine passive Haltung und nicht mutig. Man zieht sich zurück.
Mir ist in den letzten Tagen durch euren Blick von außen bewusst geworden, dass diese passive Haltung sich von Anfang an durchzieht. Er hat nicht um die Ehe gekämpft, kein Gespräch gefordert, sondern sich lediglich entschieden, hier zu bleiben, als er die Wahl hatte. Das bewusste Kommunizueren, dass er bereut, wurde auch nicht von ihm initiiert, sonder fiel in einem Gespräch, das ich begonnen habe, nachdem ich wieder was aus der Nase ziehen musste, oder offen über meine Gefühle gesprochen habe.
Ich akzeptiere, dass er nicht mehr bzw. anders kann, aber ich wünsche mir mehr proaktives Handeln, oder zumindest etwas Arbeit an sich, diese Fähigkeit irgendwie ein bisschen auszubauen.
Hätte, würde...