Zitat von Nostraventjo: So wie ich das verstanden habe, weigert dein Mann sich gegen das einzige, was euch wirklich helfen würde, und zwar immer wieder darüber reden.
Mein ist der bislang unumstößlichen Meinung, dass das Einzige, was helfen würde, nach vorne zu blicken wäre
🤷♀Zitat von Nostraventjo: Von dir zu verlangen, das du alleine damit fertig wirst
In seiner Wahrnehmung nicht. In seiner Wahrnehmung gibt er mir alles, was ich brauche: wahrhaftig bei mir zu sein und sich zweifelsfrei für eine gemeinsame Zukunft auszusprechen. Dass die Vergangenheit aber gegenwärtig noch eine Rolle spielt, kann er offenbar nicht verstehen oder akzeptieren.
Zitat von MissLilly: Hast du deinem Mann unmissverständlich und direkt gesagt, dass du möchtest, dass er Gespräche mit dir initiiert und dabei nicht über das aktuelle Wetter spricht, sondern über Details seiner Affäre ? Wenn ja, was er darauf geantwortet? Wenn nein, warum nicht ?
Ja, das habe ich. Habe deutlich kommuniziert, dass das Ausblenden der Vergangenheit für mich nicht möglich ist. Habe erklärt, dass ich im Nachhinein nicht glücklich damit bin, dass bislang alles von mir aus gegangen ist. Dass ich deshalb kein Vertrauen aufbauen kann. Außerdem habe ich Klärung der für mich noch offenen wichtigen Fragen gefordert, bei denen die Wahrheit aufgrund von Widersprüchen aussteht bzw. Ich mir nicht sicher bin. Es geht hierbei um wichtige Dinge, keine Einzelheiten.
Habe erklärt, dass er Verantwortung übernehmen muss, in dem er das akzeptiert und mir an diesen Stellen entgegenkommt, weil sonst die ganze Last nur bei mir ist.
Er kann nicht verstehen, wie ist jetzt aus heiterem Himmel damit komme, wo alles schon so gut war. Warum ich jetzt plötzlich alles kaputt mache.
Habe versucht zu erklären, dass ich nichts kaputt mache, sondern lediglich das aufgreife, was schon kaputt ist. Und auch, dass es nicht aus heiterem Himmel kommt, sondern ein Prozess ist bei der Verarbeitung, und ich nun damit überfordert bin so weiterzumachen, wie bis her, mit dieser vielen Last und Unsicherheit auf meiner Seite.
In seiner Welt ist jedoch schon alles gesagt, geklärt, offengelegt.
Die Reaktion ist Traurigkeit, Wut, Verzweiflung im Wechsel, Abgrenzung.
Ich kann nichts mehr tun, um meinen Standpunkt zu verdeutlichen und um auf meine Bedürfnisse hinzuweisen.
Zitat von guest2014: Solange du das Gefühl in dir trägst das du weiterhin nicht alles weißt und dir weiter Dinge verschwiegen werden wirst du nicht abschließen können!
Was will man wissen? Was sollte man (besser nicht) wissen?
Mir geht es darum zu sehen, was mein Mann für ein Mensch war. Wo mir Unrecht getan wurde. Das Ausmaß des Betruges beurteilen können. Sein emorionales Engagement einschätzen und wissen, welche Grezen überschritten wurden. Ich weiß nicht, ob das zu viel oder zu wenig ist, angebracht oder nicht, gut oder kontraproduktiv. Das ist, was ich fühle.
Ich brauche bei einer wichtigen Frage unbedigt Klärung.
Ich kann nicht wissen, ob da nich mehr ist, was da ist und ob ich es wissen muss. Mich stört im Nachhinein jedoch sehr, dass nichts freiwillig von ihm kam, sondern ich alles aus der Nase ziehen musste.
Zitat von Felica: Kannst Du beschreiben, was Dich gerade an ihm hält? Du schreibst, es läuft super, was genau denn? Ich sehe, dass Du viel bemängelst, mit Recht.
Was genau ist denn richtig gut gerade?
Gefühle. Es harmoniert bei allem, was damit nichts zu tun hat. Wir haben viele Pläne und geneinsame Wünsche für die Zukunft.
Zitat von Trust_him: Mach dir einen konkreten Plan, wie du dein Leben nach einer Trennung organisieren würdest.
Das hatte ich schon damals gemacht, als während der Affäre alles so unerträglich wurde. Weil ich langsam nicht mehr konnte.
Zitat von Trust_him: Natürlich habe ich, haben wir meine Anteile beleuchtet. Aber ich hätte es nicht verhindern können. Es lag nicht an mir.
Ich auch nicht alleine. Dazu gehören immer zwei.
Zitat von MissLilly: An dem Punkt an dem du "zweifelst" , ob dein Mann jemals dazu fähig sein wird aus der echten, inneren Überzeugung DIR gegenüber treu sein zu können.
Ich zweifle nicht an seiner Treue. Aber daran, dass ich wirklich wahrgenommen werde, und ob genug Mut und Charakter vorhanden sind, Verantwortung zu übernehmen.