Hallo ,
erst mal danke für eure Antworten.
@ Manfredus
Zitat: "Ich lieb Dich nicht, wenn Du mich liebst" von Cassandra Phillips und Dean C. Delis.
Ich kenne dieses Buch schon, habe es während meiner Trennungsphase oft gelesen. Das Buch beschreibt ja grundsätzlich nur das Problem, wenn der eine Partner mehr liebt als der andere, weil er eben viel mehr von sich in die Beziehung einbringt und der andere dann als Konsequenz weniger liebt, weil er ja dann meint, er müsste nicht mehr so viel für die Beziehung tun. Aber DAS ist nicht das was ich meine, denn mir geht es generell um Abhängigkeit. Um das Muster/den Mechanismus der Abhängigkeit selbst. Ich meine damit Menschen die nach ihrer Beziehung festgestellt haben, dass sie abhängig waren und sich die Beziehung eigentlich nur um eine Person gedreht hat.
@ Spaceboy: Könntest du das vielleicht näher ausführen? Ich lese gerade deine Zeilen und frage mich gerade wo der Zusammenhang ist bei:
Zitat: Das, was gesellschaftlich als normiert betrachtet wird, ist nicht immer das, was am gesündesten für uns selbst ist. Oder um es noch anders zu sagen: Nur weil es viele Leute praktizieren, wird es nicht automatisch richtiger.
Ich weiß nicht, ob ich dich jetzt richtig verstanden habe. Ich bin jemand der sich eigentlich ziemlich vielen gesellschaftlichen Normen entzieht. Z.B. lehne ich es ab Kinder zu haben und eine Familie zu gründen, weil ich das Bedürfnis nicht habe und mich über den Duktus der Gesellschaft hinwegsetze, der da lautet („Das macht man aber so“).
Des Weiteren male ich mir zur Fußball-WM keine bunte Farbe ins Gesicht und setze mir keine Mütze auf den Kopf und tue so als wenn das so „gesellschaftskonform“ wäre. (Kurze Zwischenfrage: Warum wird denn jemand auf der Straße dumm angeschaut, wenn er im Hochsommer mit lilafarbenen Haaren und knallgelben Regenschirm in der Stadt unterwegs ist? Hat denn nicht jeder das Recht auf Individualismus?)
Und ich war auch noch nie in einem örtlichen Verein oder in der Jugendfeuerwehr oder beim Stammtisch, nur weil es vielleicht eine Partei namens CDU gibt, die der Meinung ist, man müsste als normaler Mensch all diese Dinge tun, weil man ja sonst kein "normaler Mensch" wäre, und unter Umständen noch "asozial".
@ Hinrich:
Zitat: Du fängst erst an etwas "alleine oder ggfs. mit Freunden" zu machen, weil eben gerade kein Partner da ist. Der Knackpunkt ist aber, dass Du eben auch, wenn ein Partner "da ist" etwas "alleine oder ggfs. mit den Freunden" machen musst und kannst.
Das ist klar, aber ich kenne ehrlich gesagt niemanden der seinen kompletten Freundeskreis wegen einer Beziehung aufgegeben hat.
Wenn ich Single bin und als festes Ritual jeden 2 oder 3. Tag mit einer sehr gut Freundin Kaffee trinke, fällt es mir unter Umständen nicht schwer das aufrechtzuerhalten.
Wenn ich dann aber in einer Beziehung bin hat auch der andere Partner „Ansprüche“. Das heißt, ich werde vermutlich dieses feste Ritual aufgeben, weil ich in der Zeit eben mehr mit meinem Partner mache. Das hat dann zur Konsequenz, dass ich mich dann mit besagter Freundin nur noch jeden 5. oder 6. Tag treffe. Das heißt, es tritt auf jeden Fall eine Veränderung durch den Partner ein. Die Lebensumstände ändern sich und mein bisheriges Leben wird auf jeden Fall nicht mehr so verlaufen wie es bis jetzt verlief…
Ich versuche schon so gut es geht das zu beschreiben was ich meine… *seufz*