Mein neues Update zur aktuellen Strategie:
Die Waage hat mir gestern Nachmittag einen Kilo weniger angezeigt, sind also jetzt knapp ,4,5 Kilo runter seit Beginn der Umstellungen. Der Bauch- bzw Taillenumfang hat sich kaum bis minimal geändert, knapp 2-3 Millimeter weniger. Von den Zahlen her ist die Richtung gut, das Ausmaß sicherlich überschaubar, aber ich möchte ja auch dauerhaften Erfolg und keinen Jo Jo-Effekt.
Die Schlafqualität hat sich insgesamt verbessert, nach wie vor brauche ich recht wenig Schlaf (ca. 5 Stunden), dann bin ich wach. Ein erneutes Einschlafen ist mir dann meistens nicht mehr möglich, was mich momentan jedoch nicht stört, da ich dann auch recht gut ausgeschlafen bin bzw mich so fühle. Da ich derzeit bei uns im Werk aber auch nicht am Band arbeite und auch mehr daheim war in den letzten Tagen, bin ich insgesamt ausgeruhter. Ich muss schauen, wie sich das darstellt, wenn ich wieder mehr im Betrieb bin und auch mehr körperliche Arbeiten anstehen.
Die nächsten Messungen beim Doc stehen am kommenden Monatsbeginn an, sofern ich nicht vorher über Unwohlsein oder andere negative Auffälligkeiten klage sollte, was derzeit nicht zutrifft. Der Gesamtzustand ist für mich persönlich insgesamt zufriedenstellend.
Was die "sportliche Entwicklung" betrifft, da ist wohl sicherlich noch Luft nach oben. Ich habe die letzten Tage vermehrt eher Spaziergänge gemacht. Jogging war wetterbedingt (Schnee, Eis, jetzt wieder Phasen mit viel Regenschauern und teilweise sehr windigen Phasen) nicht für mich in Frage gekommen, ich muss zumindest einigermaßen trockenes Wetter haben, auch habe ich gemerkt, wenn es zu windig ist, dann fällt mir das Laufen generell auch viel schwerer. Ich habe schon probiert, mit einer Bedeckung (Tuch, dünnen Schal) vor das Gesicht bzw wie bei den Corona-Schutzmasken in etwa zu laufen, aber das bringt mir gar nichts, weil ich dann noch schneller aus der Puste bin.
Da aufgrund der weiterhin laufenden und nunmehr auch weiter verstärkten Beschränkungen andere etwaige Sportbereiche wie Fitnessstudio, Schwimmen etc weiterhin ausfallen, wird es beim momentanen Programm wohl überwiegend bleiben. Als Ergänzung habe ich ja noch Ganzkörperübungen gemacht, ob die dauerhaft aber was bringen, ohne eine Gewichtsbelastung durch Hanteln und ähnlichem Widerstandstraining an Maschinen, bezweifle ich zumindest. Vermutlich muss ich auch hier wie beim Wiegen mit viel Geduld an die Sache herangehen.
Mit den Mahlzeiten klappt das ganz gut, auch die Ernährungsumstellung scheint sich mehr und mehr bemerkbar zu machen, denn mein Bedarf an Getränken, vornehmlich Wasser, hat zugenommen. Erst ganz langsam und kaum auffällig, aber nun schaffe ich schon recht locker fast jeden Tag 3 Liter nur in Form von Wasser zu trinken, mit den Kaffees morgens und manchem Tee über dem Tag komme ich da wohl auf ca. insgesamt 3,5 bis 4 Liter pro Tag. Das ist noch nicht ganz bei dem, was die Ärzte als Ziel bei mir angesetzt haben, aber ich nähere mich in kleinen Schritten.
Meine Ernährung besteht derzeit in der Woche aus vielen Salaten und Gemüsezunahmen, an ca. 6 Tagen konsumiere ich im Wechsel selbstgemachte Salate und Gemüse, immer mit ganz wenig Fleisch oder Fisch, manchmal auch ohne etwas von dem Letztgenannten, also nur Salat oder nur Gemüse. Müsli mit Haferflocken und/oder Trockenobst gibt es auch fast jeden Tag im Wechsel, bei Brot und Brötchen halte ich mich durchweg an Vollkornprodukten meistens mit/aus Dinkel o.ä.
Pasta habe ich nur noch einmal pro Woche bzw. ca. alle 6 Tage, auch Reis, immer natürlich in Vollkornvarianten. Obst konsumiere ich derzeit überwiegend Äpfel und Clementinen. Als einzige Schokiausnahme nehme ich, auch nur ca. jeden 2. oder 3.Tag mal ein oder zwei kleine Stücke Bitterschokolade, dann bin ich davon meistens auch schon satt.
Birkenzucker habe ich probiert, sowohl beim Kaffee als auch beim Tee, also das ist meiner Meinung nach die größte Ente bei den Ersatz von Süssstoffen, ich schmecke da absolut gar nichts süßes bei heraus und der stolze Preis von 3.- Euro für ein kleines Päckchen (!) sind auch nicht gerade ohne. Da bleibe ich eher bei meiner Strategie, also wenig normalen Zucker oder gar keinen, wenn es geht. Aber morgens brauche ich zum Wachwerden, auch für den Kreislauf, meine 2-3 Tassen Kaffee mit ein wenig Zucker, sonst geht gar nichts. Dabei werde ich auch bleiben.
Ich bin gespannt, wenn ich im Werk wieder am Band arbeiten muss oder wieder mehr körperliche Arbeiten dort anstehen, wie ich die dann wegstecken werde. Ob sich das bei meinem geänderten Essensgewohnheiten bemerkbar macht oder nicht. Bisher hatte ich zuletzt relativ entspannte Tage/Wochen, aber wir wechseln uns ja, weil wir Massnahmeteilnehmer sind, sowohl bei den Schichten als auch bei den zu verrichtenden Arbeiten ab, da bin ich mal gespannt, wie sich das dann bemerkbar machen wird.
Zum Fazit gekommen möchte ich sagen, dass ich mich bzw meine Strategie für gut befinde und ich mich augenscheinlich auf einem guten Weg befinde, meine auf lange Sicht angestrebten Ziele auch zu erreichen. Die gesundheitliche Komponente stehen dabei natürlich auch immer im Vordergrund wie auch der Faktor Spaß und Lust, denn ich merke schon, gerade beim Sport (schlechtes Wetter), fehlen begünstigende Begleitumstände, kann ich auch mal ein zwei Gänge runterschalten. Beim Sport ist sicherlich noch mehr möglich, aber wegen der derzeitigen Bedingungen bei mir wie auch wegen der derzeitigen Corona-Pandemie sind da eben nicht mehr so viele Möglichkeiten gegeben wie es sonst vielleicht unter anderen, normalen Umständen wäre. Aber noch kann ich damit umgehen.
Interessant wird es wohl auch werden, wenn ich ab 01.04. dann leider nicht mehr bei dem Betrieb arbeiten kann und dann nur noch daheim sein werde. Dann gibt es keine Aufwandsentschädigung mehr. d.b. ich werde ausschließlich vom ALG II-Geld leben und ich werde dann auch keine alltägliche Arbeitsroutine mehr haben wie jetzt noch. Dann plane ich mit Renovierungen und kleinere Arbeiten in meiner Mietwohnung, Zeit werde ich dann wohl ausreichend haben, der Faktor Geld wird natürlich noch manches limitieren oder behindern, aber irgendetwas wird immer irgendwie gehen. Da mir ja niemand im Rücken liegt und ich keinen Zeitdruck habe, kann ich das zu meinen Gunsten ausnutzen bzw ausspielen.
Eine Frage zum Thema "Cheatday": Einen Cheatday habe ich bisher komplett gemieden aus Sorge, ich könnte rückfällig werden bei meiner Ernährungsumstellung. Manchmal lese ich bzw bekomme zu hören, einen Tag in der Woche oder im Monat solle man sich auch mal was gönnen, hier aber, was den Umfang betrifft, gehen die Meinungen teilweise sehr gravierend auseinander. Während vereinzelt manche eine Mahlzeit in einem bestimmten Zeitrahmen als Cheatmahlzeit benennen, gibt es andere, die gar einen ganzen Tag damit meinen und dementsprechend bei 3 oder gar mehreren Mahlzeiten "tricksen". Bisher, toi toi, habe ich dieses komplett gemieden und verspüre danach auch kein Mangelgefühl, manche meinten jedoch, das würde irgendwann ganz sicher kommen.
Wie sind da Eure Meinungen zu Cheatdays und gecheateten Mahlzeiten? Was würdet ihr empfehlen? Ich habe erst einmal nicht vor, von meinem Plan abzuweichen, dafür sind die bisher erreichten Erfolge meiner Meinung nach noch sehr überschaubar und ich halte es für verfrüht, jetzt schon mal einen Cheatday oder eine oder mehrere Cheatmeals einzustreuen, auch wenn ich mich natürlich schon mal über ein Stück Pizza, einen Burger o.ä. freuen würde, das ist ja klar. Aber andererseits und vornehmlich möchte ich mir meine bisherigen kleinen Erfolge auch nicht damit zunichte machen oder gar rückfällig werden. Deshalb wäre ich hier für Erfahrungswerte und Meinungen von Euch sehr dankbar.
Das Updaten werde ich immer wieder beibehalten, um auch selbst zu sehen, wie die ganze Entwicklung bei mir voranschreite und/oder ob auch mal Rückschläge eintreten, mit denen ich ja auch mal rechnen muss.
Vielen Dank nochmals für Eure Hilfe und Euren Beistand, Ihr seid super!
