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Abschied durch Tod- Trauerecke

Harry_50
@HeavyDreamy Da war ich auch schon am Überlegen.

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H
@Harry_50 Fühl Dich gedrückt. Ich kann solche Gedanken verstehen, auch wenn ich nichts Depressives in mir habe. Ich kann den Gedankengang verstehen und wünsche Dir, dass Du irgendwann wieder etwas Sonne und Lebensfreude spüren und Dich von Deiner Schuld lösen kannst. Schuld ist ein sehr belastetes Gefühl. Und ich gehe davon aus, dass Dich keine Schuld trifft.

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A


Abschied durch Tod- Trauerecke

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Harry_50
Zitat von Himmelssonne:
@Harry_50 Fühl Dich gedrückt. Ich kann solche Gedanken verstehen, auch wenn ich nichts Depressives in mir habe. Ich kann den Gedankengang verstehen und wünsche Dir, dass Du irgendwann wieder etwas Sonne und Lebensfreude spüren und Dich von Deiner Schuld lösen kannst. Schuld ist ein sehr belastetes Gefühl. Und ...

Das Schuldgefühl ist bei mir dadurch entstanden, dass ich nur 1 mal geschafft habe sie zu auf der Intensivstation zu besuchen. Ich wäre den Tag beinah zusammen gebrochen, weil der Weg dorthin zu weit. Die wollten mich auch gleich da einweisen. Mein Puls ist bei einigen Metern gehen gleich über 120. Dazu kommt ein Lungenemphysem. Da bekomme ich dann kaum noch Luft.

Als meine Tochter an einem Freitag mit ihren Kindern meine Frau besuchten, lag sie bereits auf einer normalen Station und sagte, dass sie wahrscheinlich am nächsten Mi. oder Do. entlassen würde. Der Lebensgefährte meiner Tochter hatte die Miet-Rollstühle am Eingang nicht gesehen.

So blieb ich diesen Fr. zu Haus. Samstagmorgen um 4 kam der Anruf, dass meine Fr. soeben verstorben sei. Meine Frage, woran sie gestorben sei, konnte oder wollte die Ärztin nicht beantworten. Auch wollten sie mir einen Besuch zur Abschiednahme nicht gewähren.

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H
Hallo @harry-50, ja, dann sind Deine Gedanken insbesondere nachvollziehbar.

Ich habe ein paar wenige Sterbende begleitet und sie starben alle, als ich nicht da war. In Studien und Erfahrungsberichten von Pflegepersonal kannst Du nachlesen, dass viele sich entscheiden, alleine zu sterben und nicht in Anwesenheit der Liebsten.

Ich finde eine Intensivstation auch herausfordernd und finde, dass Du Dir da nichts vorzuwerfen hast.

Dass Dir ein Besuch bei Deiner Frau verwehrt wurde, ist sehr traurig. Ich habe meine Mutter offen aufgebahrt im Bestattumgsinstitut noch einmal gesehen, um mich endgültig zu verabschieden. Aber da war es lediglich noch eine leere Hülle und hatte auch optisch nicht mehr sehr viel mit meiner Mutter zu tun. Konntest Du vielleicht oder könntest Du Dich mit Hilfe eines Rituals verabschieden - für Dich und Deinen Frieden. Der Schmerz wird Dich noch lange begleiten.

Was mir als Unterstützung einfällt: gibt es eine Trauergruppe in Deiner Nähe, ( googeln) oder bis Du religiös und könntest ein Seelsorgegespräch wahrnehmen. Was ist mit einer Selbsthilfegruppe, ich denke, dass Du mit Deinen Empfindungen grundsätzlich nicht alleine bist. Es trifft viele Hinterbliebene.

Es sind lediglich Ideen. Oder die Frage, die ich auch mir in solchen Phasen stelle: was brauche ich jetzt in diesem Moment? Vielleicht magst Du darauf antworten.

GLG

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Harry_50
Zitat von Himmelssonne:
Hallo @harry-50, ja, dann sind Deine Gedanken insbesondere nachvollziehbar. Ich habe ein paar wenige Sterbende begleitet und sie starben alle, als ich nicht da war. In Studien und Erfahrungsberichten von Pflegepersonal kannst Du nachlesen, dass viele sich entscheiden, alleine zu sterben und nicht in Anwesenheit der ...

Ich lasse mein Frau als Baum bei auf dem Grundstück pflanzen (Tree of Life - Baum des Lebens).

Eine Trauergruppe gibt es leider nicht. Ich habe aber öfter mit unserem Pastor gesprochen. Er hat nur gestaunt, dass ich meinen einen Enkel die Angst vor dem Tod genommen habe. Ich habe meinem Enkel erklärt, dass die Oma jetzt von ihren starken Schmerzen erlöst sei und sie in unseren Herzen weiterlebt. Seitdem kommt er damit klar. Mein Problem ist, dass ich sehr feinfühlig bin. Eine Jugendfreundin hat mir das nach 40 Jahren auch gesagt.

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Harry_50
@an Alle.

Ich danke euch allen, dass ihr mich so toll tröstet. Da könnte ich schon wieder heulen.

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Waldfee47
Zitat von Himmelssonne:
Und ich spüre meine Veränderung. ich ziehe mich zurück, äußerlich wie auch innerlich. Das macht mir zusätzlich Angst. Ich lasse die Menschen nicht mehr ganz an mich heran. Weil ich keine Worte mehr habe für das, was mir passiert.

Es macht mir Angst. Angst, dass ich mich in die Einsamkeit katapultiere. Es wäre nicht neu. Da war ich schon einmal, auch wenn es viele Jahre her sind.

Ich kenne mich, weiß dass ich mich zurückziehe und einsam werden kann. Ich schaffe es dann nicht, mich zu öffnen, meine Verletzung und Verletzbarkeit in seinem ganzen Ausmaß zu zeigen. Ich ziehe mich zurück, um meine Wunden heilen zu können, aber es tut mir nicht gut.

Ich kenne das alles selbst von mir sehr gut! Eine Umarmung aus der Ferne.
Du kannst mir in der Nacht, wenn es am schlimmsten ist gerne eine PN schreiben.

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Waldfee47
Zitat von Himmelssonne:
Mein Vater war, auch in den 15 Monaten der Trennung ein Zufluchtsort, ein Ort, an dem ich ruhen und Kraft tanken konnte.

Ich kann Dich gut verstehen. Setze Dich mit nichts unter Druck. Deine Gefühle dürfen alle so sein, wie sie gerade sind. Ich sende Dir Trostgedanken.

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Waldfee47
Zitat von Harry_50:
als mein Sohn 2015 3 Tage vor Weihnachten gestorben ist, 1en Monat nach seinem 41ten Geburtstag habe ich den folgenden Song spielen lassen. für meine im Juli 2025 verstorbene Ehefrau auch.

Mein Beileid Harry. Manchmal kann ich das Schicksal oder auch die Wege Gottes, wie man es sieht und glaubt, nicht verstehen. Es tut mir sehr leid.

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Waldfee47
Zitat von Harry_50:
Ich bete jeden Abend, dass ich am nächsten Morgen nicht mehr meine Augen aufmache und ich bei meiner Frau sein kann. Ich fühle mich so, als ob ich sie allein gelassen habe.

Ich kann Deine Gedanken verstehen und kenne dieses Gebet (in anderer Situation)
Ich denke Gott hat seine eigenen Pläne. Ich versuche immer wieder neu zu glauben und zu vertrauen. Verstehen tue ich oft nicht. Hast Du Menschen, die Dich auffangen können? Kannst Du noch glauben? Hast Du eine christliche Gemeinde, die Dich auffängt?
Schicke Dir eine virtuelle Umarmung! Vielleicht hilft es Dir ein kleines bisschen hier Deine Trauer schriftlich ausdrücken zu können. Du wirst gelesen!

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Harry_50
Zitat von Waldfee47:
Ich kann Deine Gedanken verstehen und kenne dieses Gebet (in anderer Situation) Ich denke Gott hat seine eigenen Pläne. Ich versuche immer wieder neu zu glauben und zu vertrauen. Verstehen tue ich oft nicht. Hast Du Menschen, die Dich auffangen können? Kannst Du noch glauben? Hast Du eine christliche Gemeinde, die ...

Ich habe tolle Nachbarn, die mir auch helfen. Bei mir schräg gegenüber wohnt ein Ehepaar, mit dem war ich während der Schulzeit in einer Klasse. Schräg hinter mir ein ehemaliger Arbeitskollege.

Meine Tochter hilft mir zusammen mit ihrem Lebensgefährten. Ich kann mich dann mit meine Enkel unterhalten (Zwillinge).

Die meisten meiner Freunde von damals sind leider schon verstorben. Ein Freund ist im Pflegeheim.

Ich hänge mal das 3 D-Bild meiner Frau mit dran. Das haben mir die Enkel letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt.

Wenn Du den Kopf nach links und rechts bewegst, sieht es so aus als ob sie ihren Kopf auch bewegt.

#221


Harry_50
Zitat von Waldfee47:
Mein Beileid Harry. Manchmal kann ich das Schicksal oder auch die Wege Gottes, wie man es sieht und glaubt, nicht verstehen. Es tut mir sehr leid.

@Waldfee47 Dieses Jahr im Sep. hätten wir unseren 50ten Hochzeitstag. Wir haben uns schon sehr darauf gefreut. Das wird wohl 1 Tag werden an dem ich wieder nur heule.

Die Trauerfeier musste 10 min. später anfangen. Ich bin vor Kapelle zusammen gebrochen. Meine ehemalige Klassenkameradin konnte mich gerade so nach abstützen.

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Harry_50
@Waldfee @himmelsonne @ Abendrot

Gestern Nachmittag habe ich erfahren, dass eine Schulkammeradin gestorben sei.

Mir ging es gestern nicht gut, habe versucht zu schlafen. um halb 4 bin ich wach geworden. mir war kochend heiss. Der Puls war bei 140. Ich Am Nachmittag ein langzeit - EKG abgeholt und vorhin weggebracht.

Ich wünsche euch eine Angenehme Nachtruhe Müder Smiley

#223


Waldfee47
Zitat von Harry_50:
Gestern Nachmittag habe ich erfahren, dass eine Schulkammeradin gestorben sei.

Das tut mir von Herzen leid lieber Harry.
Wie geht es Dir heute?
Kannst mir auch gerne eine PN schreiben.
Ich schicke Dir ganz viel Licht und wünsche Dir Hoffnung.

x 1 #224


Waldfee47
Mein lieber verstorbener Freund,
gefühlter Zwillingsbruder, Leidensgefährte, enger Vertrauter,
wenn Du uns gestern von oben gesehen hast, hast Du vielleicht lächeln müssen...
Wir kommen nicht so gut zurecht ohne Dich. Du fehlst.
Wie sollen wir Deine Lücke füllen?
Du warst so ein besonderer Mensch mit so wunderbaren Eigenschaften.
Manchmal hast Du so genervt. Manchmal haben wir so gelacht.
Wir sprachen ständig durcheinander und haben Außenstehende zum "Augenverdrehen" gebracht.

Mit wem soll ich bitte um 1 Uhr nachts Pfannkuchen essen?
Niemand sonst kennt unsere seltsame Sprache, die teils nur aus Abkürzungen bestand und die "nur wir" verstanden".
Es ist einfach so öde und doof ohne Dich.
Ich hatte Dich die letzten Jahre vor Deinem Tod aus meinem Haus "geworfen"... es wurde zu schwierig mit uns...
aber vielleicht nur deshalb weil da so viele Emotionen im Spiel waren, die wir nicht leben konnten?
Aus meinem Herz hab ich Dich nie rausgeworfen. Das wusstest Du auch.
Es ist gefühlt so kalt ohne Dich und irgendwie so langweilig und irgendwie so trostlos.
Warum so früh? Warum Du?

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