Zitat von FloraVita: Wirst du mit ihm aber so nicht haben. Und jeder einzelner Tag, an dem du dich von der Abhängigkeit zu ihm besiegen lässt. bringt dich von deinem Wunsch nach Familie mit Kindern unwiederbringlich fort.
So sieht es aus.
Du hast jede Menge Zeit nutzlos verstreichen lassen, Dich von ihm dominieren lassen und er bestimmt darüber wie Du Dich fühlst. Du bist nicht bei Dir, hast Deinen inneren moralischen Kompass verloren, lässt Dich voll säuseln von inhaltslosen Worthülsen. Du weißt, dass es nur Hülsen sind ohne Inhalt, aber eine Hülse ist immer noch besser als keine Hülse.
Und nun verschwendest Du weiterhin Deine Zeit und fährst mit ihm auf einem Karussell, froh, dass Du überhaupt mitfahren darfst, auch wenn das Karussell immer nur die gleiche Runde fährt. Einmal schneller, einmal langsamer, aber von Deinem Pferdchen kommst Du nicht runter und fährst brav weiter.
So, wie er es vorgibt.
Ja, im Krankenhaus konnte er den liebevollen und ach so fürsorglichen Partner spielen. Warum wohl? Weil er nach der Besuchszeit wieder seine Ruhe hatte und womöglich von den Krankenschwestern bemerkt wurde, wie er sich um Dich kümmert. Ja, so ein Glücksfall von Mann aber auch!
Und zu Hause hatte er keine Lust mehr auf das Krankengedöns, Da warst Du wieder abgemeldet und aus war es mit der liebevollen Fürsorge.
Deine Liebessucht ist eine Sucht. Sie löst Hormonschübe aus, die Dich mal große Glücksgefühle und mal Trostlosigkeit, Traurigkeit bis zur Verzweifelung fühlen lassen und diese Schübe löst er aus. Er hat Dich in der Hand. Das weiß er auch und das wiederum ermöglicht es ihm, dass er wie der Dompteur im Zirkus mit Dir umspringt. Du lässt es zu, weil der momentane freudige Hormnonschub wichtiger ist als das, was später wieder an Katzenjammer kommt.
Es ist schwierig, von einer Sucht wegzukommen und es verlangt einiges und diese Zeit ohne Höhenflüge muss man dann aushalten. Das ist hart, aber es kann Dir auch keiner abnehmen. Die Gefahr eines Rückfalls ist gerade am Anfang hoch, aber mit der Zeit kann man in ein anderes Leben ohne Heiß und Kalt hinein finden und dann sogar feststellen, wie wohltuend das Leben ohne diesen Menschen ist. Er ist Dein D ealer, er bestimmt, wann Du den Stoff bekommst und wieviel davon. Und Du bist der Junk y, zu dem Du Dich hast machen lassen.
Warum passiert so etwas, wie gerät man da rein? Die Ursprünge liegen oft schon in der Kindheit. Ein Kind braucht Liebe, Bestätigung, eine gleichmäßige Fürsorge. Dann kann es seinen Platz im Leben finden und etwas entwickeln, was für das ganze Leben wichtig ist. Es erfährt, es ist gut, dass es da ist, es stört nicht, es ist keine Belastung, es fühlt sich sicher.
Hört sich gut an, aber ist leider nicht bei jedem Menschen die Realität.
Wenn es hier Störungen gibt, werden die meist nicht verarbeitetet, sondern weggeschoben. Übertüncht, verdrängt, im Extremfall sogar "vergessen". Negative Gefühle wie Ängste, die aus einer ungleichmäßigen Fürsorge und zu wenig liebevoller Zuwendung entstehen, werden dann ins Unterbewusstsein verschoben. Das Kind erfährt, ich bin nicht gut wie ich bin. Die haben mich ja gar nicht richtig lieb. Ich müsste anders sein, dann ...
Damit sind die Ängste, die Verunsicherung überdeckt, auf der bewussten Ebene spüren wir sie nicht, aber sie wirken. Der Mensch ist weitgehend von seinem Unterbewusstsein gesteuert, ohne dass er es merkt.
Wenn der Mensch erfahren hat, ich bin nicht so, wie ich sein sollte, ich bin es nicht wert, dass ich geliebt werde, dann zweifelt er an sich selbst. Und eine wichtige Basis im Leben, das Selbstwertgefühl ist unterentwickelt und sehr fragil.
Kriegt der Mensch wieder seine Zufuhr von außen, fühlt er sich geliebt, beschwingt und locker. Bleibt die aus, weil der Herr und Meister gerade wieder auf dem Distanzkurs ist, dann fühlst Du Dich ungeliebt, weggeworfen und zweifelst an Dir selbst.
Weil Du in dir nicht stabil bist und Deinen Wert von der Zuwendung eines Menschen abhängig gemacht hast.
Es hängt alles mit Deinem schlechten Selbstwertgefühl zusammen, das dich immer wieder einknicken lässt. Und hier solltest Du mal ansetzen und lernen, dass Du ein wertvoller Mensch bist, dessen Wert ein anderer aber auch erkennt. Wer zu sich steht, der sagt sich, wenn so ein Larifari wie der auf den Plan tritt, nein, so was will ich nicht. Ich bin mir mehr wert als herumgeschubst zu werden.
Selbstwertgefühl kann man lernen, wenn er einem nicht schon früher vermittelt wurde, z.B. von den Eltern, die ja zunächst die wichtigsten Beugspersonen sind. Aber man muss es eben auch pflegen und immer wieder stabilisieren.
Ja, aber wo bleiben denn dann die Höhenflüge? Die sind nicht so wichtig, weil ein beständigeres Leben mit einem zuverlässigen Partner wichtiger ist und einem einen Seelenfrieden geben kann, von dem Du meilenweit entfernt bist.
Was Du Dir zumutest, ist selbstschädigend, denn Du setzt Dich aufgrund der Hoffnung nach dem nächsten Kick einem irren Stress aus, der Dich auslaugen wird. Vielleicht fühlst Du Dich jetzt auch schon öfters erschöpft, kraftlos. Daran siehst Du, wie schlecht Du mit Dir umgehst.Und wie wenig Du auf Dich schaust. Anstatt auf einen gleichmäßigen Energieeinsatz zu achten, lebst Du mal im Höhenrausch, gefolgt von abgrundtiefer Verlassenheit.
Es ist in Dir ein Defizit und Du glaubst auch aufgrund unbewusster Steuerungen, dass ausgerechnet er das korrigieren und auffüllen kann. Er tut das Gegenteil, denn der ist ja selbst instabil und nicht in sich zu Hause. Daher kommen ja diese Phasen zwischen Nähe und Distanz. Und wenn er in der Distanz ist, gehst Du ihm am Ar... vorbei. Es interessiert ihn einfach nicht. Er lässt Dich halt dann sitzen, egal ob krank oder gesund, ob fröhlich oder traurig..
Was Euch verbindet, ist keine Liebe, denn Liebe sorgt sich um den anderen. Und es hilft gar nichts, wenn das nur einer tut und dabei vor die Hunde geht. Dann läuft was falsch. Ihr lebt schlicht und einfach Eure Defizite aneinander aus und versucht, die inneren Löcher zu stopfen.
Was willst Du nun tun? Einesteils ist Dir klar, dass es so nicht weitergeht und dass Du irgendwann vor die Hunde gehen wirst. Aber da ist ja auch diese Sucht, die Dich immer wieder einknicken lässt.
Es ist traurig und es ist auch schlimm, wenn man in so einem Schlamassel steckt, weil man sich machtlos und ratlos fühlt. Der Verstand sagt, beende das, es hat keinen Wert und dann kommen wieder die Gefühle an und jammern, wir wollen uns doch nur glücklich fühlen. Und in diesem Spagat befindest Du Dich. Wer gewinnt, das liegt an Dir, nicht an ihm.
Er ist unwichtig, er ist nur Mittel zum Zweck für das Auffüllen Deiner Leerstellen. Es könnte auch ein anderer sein, es wäre kein Unterschied. Also hast das mit Liebe nichts zu tun.
Ich war auch mal in so einer Beziehung und man gerät da schnell hinein, weil man nicht auf sich aufpasst, sich selbst nicht kennt und sich selbst nicht achtet. Und dann ist man in der Bredouille und weiß nicht mehr, was man tun soll. Einesteils dies, aber dann kommt das dicke ABER, der Verzicht auf diesen Menschen. Oh mein Gott, das schaffe ich nicht.
Doch, wenn Du es willst und wenn Du bereit bist, durch das Tal des Entzugs zu gehen. Und wenn Du bereit dafür bist zu lernen, dass Dein Wert und Deine Selbstachtung nicht von einem anderen Menschen abhängen. Aber das musst Du Dir dann halt erarbeiten.
Und der Lohn? Ein besseres Leben, mehr Wohlbefinden, innere Stablität und Du wirst solche Menschen wie den gar nicht mehr brauchen. Und die brauchen Dich auch nicht, weil sie instinktiv spüren, dass Du kein Adressat für ihre Spielchen bist.
Du entscheidest über Dein Leben, Dein Wohlbefinden. Es ist allein Deine Sache, was Du damit machst. Und das heißt eben auch, dass Du Verantwortung für Dich übernimmst und gut mit Dir umgehst. Das tust Du jetzt nämlich nicht, denn ein Spielball übernimmt keine Verantwortung und kennt auch keine. Du bist aber kein Spielball, denn es meldet sich was in Dir und das sagt Dir, dass es Dir nicht gut damit geht.
Die wenigen schönen Phasen wiegen die schlechten nicht auf. Du bist nur mittlerweile so trainiert, die schlechten Phasen durchzustehen, dass Du die guten glorifizierst und glaubst, nicht ohne sie leben zu können.
Es ist alles Dir da, Du musst es nur stärken. Und es ist Deine Entscheidung, denn wer sich nicht selbst entscheidet, über den wird entschieden. In dieser Rolle bist Du jetzt und Du spürst, es tut Dir nicht gut, es wäre an der Zeit, aus diesem ermüdenden Hamsterrad auszusteigen.
Entweder Du bleibt in der Bredouille, ziehst es weiter mit dem, bis Du 40 bist und dann bist Du allmählich zu alt für die Mutterrolle. Abgesehen davon, dass Du Dich erst Mal mit Dir selbst befassen müsstest, was auch Zeit braucht. Und ein geeigneter Mann fällt auch nicht vom Himmel. Im Grund genommen hast Du schon viel zu viel Zeit vergeudet und wofür? Für einen, der über Dich entscheidet. Wenn der morgen keine Lust mehr auf Dich hat oder wenn Miss Perfect um die Ecke biegt, bist Du ganz schnell abgemeldet. Und der Trennungsschmerz gehört dann allein Dir.
Irgendwann wird es wohl so kommen. Entweder er findet eine Neue oder er ist Dich leid, denn Achtung hat er ja nicht vor Dir. Oder Du bist so kaputt, dass Du einen Schlussstrich ziehst und Dir sagst, alles andere ist besser als das, was ich jetzt habe. Es ist Deine Sache, was Du mit Dir machen lässt.