Zitat von Wurstmopped: Das was ich bisher aktiv erlebt und passiv beobachten durfte, folgte fast immer dem gleichen Muster.
Nette Gespräche, erste Kompliment, kleiner Flirt, zusammen in die Mittagspause, Telefonummer austauschen, Inhalt der Gespräche werden immer privater und persönlicher.... usw
Das Gott Amor zwei Pfeile verschießt, sich die beiden dann anschauen und dann im siebten Himmel aufsteigen, ....ich sage mal, eher sehr selten.
Also nette Gespräche oder zusammen in die Kantine gehen macht man doch generell mit Kollegen, darin sehe ich nichts verwerfliches.
Und trotzdem kann man sich im Rahmen dieser Situationen verlieben ohne daß man selbst sich falsch verhalten oder dies aktiv forciert hätte.
Sollte man deshalb vorsichtshalber immer alleine Mittagessen gehen und sich mit Kollegen prinzipiell nie unterhalten? Sicher nicht.
Jemanden Komplimente machen oder flirten passiert in der Regel entweder:
- ich will gezielt diese Person herumkriegen i.S. einer Affäre oder einer neuen Partnerschaft
In diesem Fall muss in der Tat (noch) keine Verliebtheit vorliegen. Und das ist natürlich innerhalb einer bestehenden Partnerschaft verwerflich.
oder aber:
- ich bin schon verliebt und gehe deshalb diesen Gefühlen in dieser Form nach
In diesem Fall ist nicht das fremdverlieben das Verwerfliche, sondern wie man mit der Fremdverliebtheit umgeht bzw. welche Taten man ihr folgen lässt.
Punkt ist, sich zu verlieben ist keine aktive Entscheidung, der man sinnvoll vorbeugen kann.
Wohl kann man aber entscheiden, wie man damit umgeht. Deshalb ist eine reine Fremdverliebtheit für mich noch kein Trennungsgrund. Weil so etwas nun mal ungewollt passieren kann.
Was gern als "wenn ich merke, dass ich jemanden toll finde, dann meide ich diese Person" beschrieben wird, dem muss ja ein Gefühl vorausgehen. Und sollte dieses Gefühl so stark sein, dass es eine Bedrohung für meine Partnerschaft ist und ich deshalb diese Person meiden muss, dann würde ich schon von Verliebtheit sprechen.
Hier wird aber suggeriert, damit eine Verliebtheit zu vermeiden, obwohl sie eigentlich schon da ist. Was tatsächlich vermieden wird, ist der Verliebtheit nachzugehen und sie zu intensivieren.