Zitat von Massio: Von meiner Seite aus kann ich nur sagen, dass ich vom Beichten nichts halte, aber vom Fremdgehen noch weniger
Das ist natürlich eine Sichtweise, für die Du hier vermutlich Haue kriegst. Aber ich sehe das ähnlich wie Du.
Es ist meine Verantwortung, wenn ich eine Affäre eingehe. DAs geschieht aus freien Stücken und da ist das Prinzip Eigenverantwortung, mit dem ich Folgen abschätzen kann und auch das Prinzip Verantwortung gegenüber dem Ehepartner außer Kraft gesetzt. Da überlegt keiner, was er eigentlich tut und worauf er sich einlässt und die meisten Affären laufen heimlich. Also verspürt fast kein Affärengeher das Bedürfnis, das offen zu legen.
Nach der Affäre dann zu beichten, weil einen da angeblich das Gewissen bedrückt, ist meiner Ansicht nach auch wieder Verantwortung abgeben.
Vorher führe ich die Affäre, dann möchte ich sie meinem Partner mitteilen. Warum?
Um mich zu entlasten, wo es mich Monate vorher ja auch nicht gejuckt hat?
Ich gebe den Rucksack mit der Last dann einfach an meinen Ehepartner und der kann dann schauen wie er damit klar kommt und welche Konsequenzen er zieht. Ihm das anzutun, ist angeblich legitim, ja sogar notwendig, wie manche meinen.
Ich bin auch der Meinung, man muss nicht alles beichten, auch keine vergangenen Affären. Das heißt nicht, dass ich Affären gut heiße, aber was ich damit meinem Ehepartner antue, muss ich auch bedenken und was hilft es mir. Ist dann mein Gewissen rein, indem ich den schwarzen Peter einfach weitergebe?
Beichte ist kein nachträglicher Freibrief, aber eine gnadenlose Belastung für den Ehepartner.
Was hilft es mir, wenn mir mein EP sagt, ich hatte eine Affäre. Dem würde ich sagen, davon hast Du mir bisher nichts erzählt, sondern bist dem nachgegangen. Warum musst Du es mir jetzt mitteilen? Danke auch für die Ehrlichkeit. Ich freue mich über Deine nachträgliche Ehrlichkeit, mit der Du mich jetzt belastest.