Zitat von Marinella:Es geht nicht immer und für jeden nur um liebe. Leider
Zum Glück! Stell dir vor, wie eindimensional und langweilig das Leben wäre, wenn es nur um partnerschaftliche Liebe ginge.
Irgendwie bekomme ich immer wieder das Gefühl, das verliebte Frauen (sicherlich auch einige Männer) denken, dass Liebe wenn nicht das einzige, dann doch das allerwichtigste Gefühl im weiten Kosmos der Gefühle wäre. Dem ist aber bei weitem nicht so... es gibt viele andere Gefühle, die von Zeit zu Zeit oder dauerhaft höher priorisiert werden: Macht ist für viele Männer ein weit stärkerer Antreiber als romantische Liebe, Anerkennung und sozialer Status auch. Selbstbestimmtheit ist auch ein Gefühl, das häufig weit vor Liebe kommt.
Hier im Thread ist es doch auch nicht anders. Die Liebe, die Heirat und Kinder gebracht hat, ist der Selbstverwirklichung oder dem Eigensinn längst zum Opfer gefallen. Und auch die angeblich so dolle Liebe war nur ein Strohfeuer im Vergleich zum Motivator, der den AM im Hafen seiner Ehe und Familie gehalten hat. Und selbst die TE findet sich überraschend schnell zwar nicht mit der Art des Endes, aber mit dem Ende der so doll einmaligen Liebe ab. Und in ein paar Monaten oder Jahren wird wieder jemand vorbeikommen, der ähnliche Gefühle erzeugt.
Ich finde immer, das wirklich entscheidende ist, wie man mit den Liebesgefühlen umgeht. Ob man die auf dem Rücken eines anderen Menschen austrägt (so wie manche Menschen auch die Karrierepläne auf dem Rücken Anderer austragen), oder ob man später geradewegs in den Spiegel schauen kann und sagen: Ich habe für meine <Liebe> <Karriere> <6uelle Lust> <Freiheit> nicht andere Menschen als Trittleiter und Fußabtreter benutzt, sondern bin meinen Weg gegangen ohne seelische Spuren hinterlassen zu haben.
So aus großer Entfernung wird sich noch rausstellen, wer dickeren seelischen Narben hinterlassen hat: Der AM oder oder die TE. Beide waren jetzt ja nicht gerade Ausbünde an ethischer Korrektheit, sondern hatten und haben konsequent auf sich allein optimiert.