Zitat von Bekannte:Wenn ich von jemandem sage, dass ich mit ihm über alles reden kann, meine ich damit, dass ich vor diesem Menschen kein vorgefertigtes Bild erfüllen muss,
In der Tat liegt hier der Hund begraben.
Der TE hat eine Person geheiratet, die ihn über zwei Jahrzehnte lang an ein (vordergründig)
einvernehmlich gefertigtes Bild glauben und auf dessen
Echtheit vertrauen ließ - auch als klar wurde, daß es zur Karikatur mutiert, wenn es "jetzt" noch länger so an der Wand hängen bleibt, ohne wenigstens mal den Rahmen zu wechseln.
1. Das ist arglistige Täuschung und zutiefst schäbig; daran gibt es nichts zu deuteln.
2. Wo steht eigentlich geschrieben, daß Fremdgänger ein vorgefertigtes Bild von Exklusivität - zu dessen
....Vertiefung sie selbst latent beigetragen haben - erfüllen
müssen?
Daß Gefühle sich mit den Jahren wandeln können, ist eine Binsenweisheit und ja: Das ist verzeihlich. Aber wo steht eigentlich, daß man diesen Wandel nicht offen ansprechen kann, darf und sollte, wenn er einem bewußt geworden ist?
Ich finde es geradezu
perfide, wenn ein arglistiger Täuscher an dieser Stelle
den Spieß umdreht, erst in die Opferrolle schlüpft und dann auch noch anklagend mit dem Finger auf den Betrogenen zeigt, um ihm nun auch noch
vorzuwerfen, er habe doch
tatsächlich treu und brav an das Bild
geglaubt, das man doch
selbst gezielt mitbedient hat, um
sich eben
dieses Grundvertrauen weiterhin für den Alltag zu
sichern!Hat nichts mit Dir und auch nicht länger mit Deinem Beitrag zu tun, sondern ist allgemein gemeint:
Da geht mir echt die Hutschnur bei hoch, aber
sowas von!
Zitat:Lösungsorientierung und Harmoniebedürfnis vs. Nähe ohne Übergrifflichkeiten.
Es ist doch nicht "übergriffig", wenn man sich
trennt, weil der Partner einem offenbart hat, daß seine Gefühle sich gewandelt haben und er die Ehe nicht mehr in der bisherigen Form fortsetzen kann, will oder beides!
Übergriffig ist vielmehr, was die Frau des TE sich geleistet hat: Über gefühlte zwei Jahre hinweg hat sie - ganz für sich allein im stillen Kämmerlein - entschieden, ihn in einer Trugehewelt leben zu lassen und sich eben heimlich zu
nehmen, was
sie braucht.
Wer sagte ihr eigentlich, daß auch er durchaus gern mal ein wenig fremde Haus genossen hätte, sich aber seinesteils ans Ehewort gehalten und darauf
verzichtet hat?
Woher nahm sie sich das Recht, heimlich still und leise
grundlegende Konditionen für diesen
gemeinsamen Lebensbund in
ihrem Sinne zu ändern und ihn darüber so lange
gezielt im Unklaren zu lassen - wohlwissend, daß er sich sonst auch
selbst entschließen könnte,
seinem Leben eine völlig neue Richtung zu geben?
Also wenn
das nicht übergriffig ist, dann weiß ich es nicht mehr...