Ich möchte mich kurz zum Thema betrogene Ehefrauen äußern, weil ich diesen Kommentar gelesen habe:
Zitat von alleswirdbesser: Ich habe gestern erst mit jemanden gesprochen, dessen Welt nach 15 Jahren nun in Scherben liegt. Die Frau hat mir lediglich berichtet wie es ihr geht, sie hat mir nicht erzählt was zur Trennung geführt hat. Aber das, was in ihr vorgeht, konnte ich mit jeder Faser meines Körpers fühlen. Sowas lässt mich keine Sekunde kalt.
Also mich lässt so etwas auch nicht kalt. Während der Affäre hatte ich allerdings wenig Mitleid mit der EF meines Ex-AM. Und danach: Leider auch nicht so wahnsinnig viel, weil sie genau dem Typ entsprach, auf den ich gleich noch zu sprechen komme. Ich hatte das Vergnügen, sie zusammen mit meinem Ex-AM kennenzulernen, hier kam dann auch der Stein ins Rollen.
Ich möchte noch mal sagen: Ich sehe meinen Anteil an dieser Affäre und daran gibt es nichts zu beschönigen. ABER: Mir läuft immer wieder der gleiche Typ "Ehefrau" über den Weg, bei denen dann der Mann fremd geht. Wie gesagt, jeder im Dreieck oder Viereck hat seinen Anteil. Und wenn es um die EFs geht - ich möchte wirklich kein Bashing betreiben, das liegt mir fern. Doch wir kommen nun mal nicht herum, die Sache näher zu beleuchten.
Ich spreche sehr viel mit Ehemännern, die nach einer Affäre, nach einer Nebenbeziehung, nach schnellem 6...suchen...what ever. Ich frage dann: Warum sprichst du nicht mit deiner Frau? Dann bekomme ich meist zur Antwort: "Ach, mit der kann man doch nicht reden!" Oder: "Das habe ich schon so oft versucht, ich bin es leid." Auch bei meinem Ex-AM war es so, dass seine Frau sich 6uell über Jahre verweigert hat, nachdem die Kinder auf der Welt waren. Er wollte sogar ein Agreement mit ihr, also eine offizielle Erlaubnis, dass er fremdgehen darf. Aber das hat sie alles abgeschmettert. Das wollte sie auf keinen Fall. Denn dieser Mann GEHÖRT ja ihr und hat sich dementsprechend zu fügen.
Und hier fängt dann mein Unverständnis an.
Die EF hat also kein Bedürfnis nach Intimität (Gründe gibt es viele), der Mann aber schon. Doch die EF beharrt darauf, dass ihr Wunsch nach Exklusivität eingehalten wird und der EM soll eben darben. Das heißt jedoch für mich nichts anderes, als:
SIE stellt ihre Bedürfnisse über die seinen. ABER MIT WELCHEM RECHT? Eine Partnerschaft sollte auf Augenhöhe stattfinden und wenn es Diskrepanzen gibt, dann sollte man diese Dinge offen ansprechen. Trotz eines Ehevertrages bin ich der Meinung: Dieser Mensch gehört mir nicht. Er ist frei und nicht mein Eigentum. Er kann maximal ZU mir gehören, wenn er es freiwillig möchte. Aber unter den Tisch kehren...das läuft in die falsche Richtung: Ehrlichkeit und Offenheit das erfordert Mut, der sich aber nach meiner Ansicht immer auszahlt.
Vielen der betrogenen Ehefrauen geht es doch nicht mehr um Liebe oder Leidenschaft, sondern nur noch um Besitzstandswahrung, Erhaltung des Lebenskonzepts, der Außenwirkung (Nachbarn, Freunde, Bekannte...) und Innenwirkung (Familie) und sonstigen Dinge. Viele Männer erzählen mir, wie sie ihre Frauen lieben und dann im Laufe des Gesprächs geben sie zu, dass doch eine sehr große emotionale Distanz besteht.