Zitat von alleswirdbesser:Und das war sehr stark von dir, bleib dabei.
Tatsächlich? Darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht.
Aber ich hatte mich einfach geweigert, ihr hinterherweinen zu wollen, da sie einen dermaßen loyalen, hilfsbereiten und starken Partner (und übrigens auch gut aussehenden), wie mich, gar nicht verdient hat.
Und das denke ich auch immer noch!
Das mit dem "keine Träne ihretwegen vergießen" hatte zwar nicht so ganz geklappt gehabt, aber die damit verbundene innere eigene Haltung hatte mich offenbar davon abgehalten, mit ihr in Kontakt zu treten.
Die ersten vier ein halb Jahre habe ich übrigens ca. ein Mal im Quartal aufbegehrt und meinen Unmut konstruktiv auch schriftlich geäußert. Dann sagte sie stets beschwichtigend, dass ich Recht hätte und bla, bla.
Aber dann irgendwann verbat sie sich meine Kritik bzw. konnte immer schlechter mit meinen nennen wir es einmal 'Quartalsreporten' umgehen, sodass sich unausgesprochene eine Kultur einstellte, dass ich entweder schweige oder aber 'dicke Luft' herrscht. Trotzdem habe ich NICHT geschwiegen, sondern meinem Unmut stets sachlichen, nicht eingeschnappten, Ausdruck verliehen, wenn er mir berechtigt erschien.
Beim vorletzten OFF zu Ostern hatte ich ihr z. B. gesagt, dass, wenn wir es dieses Jahr im sechsten nicht schaffen zusamenzufinden, wir uns auch gleich einsargen lassen könnten.
Ihre verbalisierte Vorgehensweise ihrem Mann gegenüber war in der Vergangenheit stets so gewesen, dass sie sich von ihm trennen wolle, dann für ein Viertel Jahr in irgend eine Fernfahrerwohnung bei sich in der Nähe ziehen wolle, um ihren Mann ggf. unterstützen und auch überwachen zu können, da der angeblich so labil und jähzornig wäre und dann zu mir in den Norden ziehen wolle.
Und so sagte ich ihr, dass, wenn wir den 2022er Time Slot tatsächlich noch realisieren wollen, sie dieses zweite Quartal die Trennung vollziehen sollte, damit sie im dritten Quartal die räumliche Trennung zu ihrem Mann durchziehen könne, sodass im letzten Quartal der Umzug stattfinden könne.
Und diese meine zeitliche Vorgabe löste wohl Unbehagen in ihr aus bzw. wie sie später sagte "Panik".
Dann hätte ich den Eindruck gewonnen, dass sie wieder eine Brücke zu mir bauen wollte, indem sie vorgab, dass ihr Mann nun angeblich doch wider Erwarten eine Klinik gefunden hätte, die bereit wäre ihn nächste Woche, also Mitte Juni, zu operieren.
Und obwohl ich roundabout zehn Male nachgefragt hatte, wo denn jene Klinik wäre, wie denn jene Klinik heiße usw. wurde ich stets mit Antworten vertröstet, da sie das gerade aus dem Kopf irgendwie nicht sagen könne, aber das nächste Mal dann, wenn wir uns sehen. Dann hätte sie es aber auch ausgerechnet stets vergessen gehabt.
Trotzdem fand ich den 'Brückenbauversuch' irgendwie interessant, da er mir suggerierre, dass sie offensichtlich dabei war, sich einen Weg zu Bahnen, um aus ihrem Lügenkonstrukt auszubrechen.
Aber nachdem ich ihr nun einige Male gesagt hatte, dass ich weiß, dass sie mich angelogen hat, war es ihr offensichtlich zu stressig geworden, sich ihrer Lebenslüge-Baustelle zu stellen.