Zitat von paulaner: Man weiß eigentlich genau, dass der andere nicht wirklich authentisch ist, man kann es aber nun mal nicht beweisen.
Dann allerdings ist seine Vorstellung nicht glaubhaft, denn sie überzeugte dich nicht. Nun sollte man aber auch den Fall bedenklen, dass der Betrüger wirklich authentisch sich bemüht, den Betrogenen aber trotzdem nicht erreichen kann, weil dessen Misstrauen eben größer ist und nicht ausreichend entkräftet werden kann..
Diese ganzen theoretischen Erwägungen bringen doch solange nichts, wie nach Erklärung des Betruges diese Diskrepanz verbleibt, dass da noch Dinge im Raum stehen würden. Und hier - so schätze ich - ist das wieder mal individuelle Einstellungssache, was der Betrogene eigentlich vom Betrüger so an Auskunft, Reue, Empathie und auch Zärtlichkeit erwartet. Und was dem möglich ist zu geben.
Aber letztlich ist doch nachgewisser Zeit eben ein Cut nötig. Will ich den jahrelang meinen Partner kleinlichst kontrollieren, ob mein neues Vertrauen wirklich angebracht war? Und mir jahrelang Gedanken über die Vergangenheit machen, statt weiter mit ihm zu leben? Wobei sicher hilfreich ist, mit dem Partner neue Projekte anzugehen, vielleicht umzuziehen, neue Hobbies zu finden. Wir hatten z.B, für geringes Geld für das Wochenende eine Kate in der Provinz gemietet wo sie 500 m² Land hatte, was schon immer ihr Traum war als Kontrast zur Großstadt. Oder irgend etwas anderes Spannendes - on the road.