Ema
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Zitat von Pinie:
Irgendjemand erwähnte mal (bei Malena im Thread?), dass es sich richtig angefühlt habe, offen und authentisch zu sagen, das bin ich, so bin ich, das will ich.
Und genau dieses "Authentische" bei der Beziehung die hierher führte, das gefährlich Falsche gewesen sei.
Der Fehler liegt aber nicht unbedingt darin, authentisch zu sein.
Der Fehler liegt darin, von den anderen zu erwarten oder zu erhoffen, auf jede Gefühlslage wie gewünscht eingehen zu sollen.
Wenn man in sich rein spürt, um genau zu eruieren, was man fühlt, was man will oder braucht und dies dann äußert, ist das erstmal kein Fehler.
Der andere kann dann äußern, wie es bei ihm aussieht. Oder auch nicht. (Von Affärenmännern kann man eher nicht erwarten, dass sie sich ehrlich und authentisch äußern. Die eiern eher rum und suchen Ausflüchte).
Der Fehler liegt darin, auf die eigene Authentizität eine bestimmte Reaktion zu erwarten. Im Falle einer Affäre: "Ich leide schrecklich unter der Situation. Deshalb musst DU dich entscheiden (am besten für mich).
So läuft das nicht.
Authentizität heißt eben auch, am Ende für das einzustehen, was man fühlt oder will.
Und wenn vom Gegenüber nichts kommt, oder etwas, das nicht zu dem passt, das ICH will, oder Ausflüchte, oder eben keine Taten, dann muss man jederzeit bereit sein, SELBST für sich einzustehen und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.
Es kann sackcool sein zu sagen: Ich bin total verliebt, ich will mit dir zusammen sein.
Ich sehe aber, dass es bei dir nicht so ist und deshalb gehe ich jetzt und breche den Kontakt ab.
Dann allerdings muss man wirklich weg sein. Sonst macht man sich lächerlich und unglaubwürdig.
