Zitat von Puschel8: Aber mein Mann sitzt eben einfach alles aus. Aber auch wirklich alles.
Da fasst du, glaube ich, tatsächlich das Grundproblem ganz gut zusammen.
Gerade Menschen mit einer solchen Grunddisposition geraten in genau diese Art von Affäre.
Sie sind unfähig, tragfähige Entscheidungen zu treffen und zwar dauerhaft.
Bekommen sie Druck von der Af, ziehen sie vielleicht zu Hause aus. Bekommen sie Gegendruck von der Ef, ziehen sie vielleicht wieder zu Hause ein.
Sie fühlen sich in ihrem alten Leben nicht recht wohl, sie fühlen sich aber auch in ihrem neuen Leben oft nicht recht wohl. Sie wissen eigentlich gar nicht recht, was sie wirklich wollen und sitzen, wie du es nennst, am liebsten alles einfach nur aus.
Genau diese Art von Dreiecksbeziehung wird dann sehr oft nicht vom Affärenführer, sondern von einer der beiden Frauen beendet.
Entweder die Ef hat irgendwann die Nase voll von seinem Rumgeeier und seiner Untreue und setzt ihn vor die Tür, oder die Af hat irgendwann die Nase voll und wendet sich dauerhaft von ihm ab.
Letzteres hat dann aber oft die Folge, dass er sich nach einer gewissen Frist eine neue Af sucht.
Solche Leute sollten eigentlich zuallererst keine Paartherapie machen, sondern eine Einzeltherapie, um herauszufinden, was sie eigentlich tatsächlich wollen und um zu lernen, dafür dann einzustehen.
Und am besten für alle (wirklich für alle drei) ist es bei solchen Kanditaten, wenn beide sie vor die Tür setzen, sowohl die Ef als auch die Af. Und wenn sie dann mal eine gute Weile allein klarkommen und sich mit sich selbst auseinandersetzen müssen.
Sonst wird derselbe Film nämlich meistens mit anderen Darstellern weitergedreht.