Zitat von SoLost: irgendwann wieder nach oben ploppen?
Liebe SoLost, dies zu verarbeiten und zu verstehen ist seine Aufgabe. Hinzuschauen, bei sich. Nicht Rosen auf die Gülle pflanzen und hoffen, dass der Geruch den Gestank überdeckt.
In sich gehen, seine dunkle Seite auszuleuchten ist sehr schwer, denn wie will man sich selber rechtfertigen für all den Schmerz, den man sich selber und zwei anderen Menschen zugefügt hat? Plus den Schmerz der Kinder.
Uns hat die Aufarbeitung der ganzen Gülle geholfen. Jeder für sich und dann gemeinsam.
Auch ich war eine Zeit lang wütend auf AF, auf EM sehr lange. Ich musste erst hier aufschlagen um zu verstehen, dass alle früher oder später in so einem vermaledeiten Dreieck leiden. Und ja, war erstmal schwer, weil die anderen beiden sich das ja so ausgesucht haben.
EM hatte eine Aussprache mit AF und ich denke, dass war gut so.
Sie hat auch gelitten und das kannst Du ihr auch zugestehen.
Genau so , wie Du zugestehst kannst, dass dein Mann die ganze Verantwortung für die Affäre hat und sie der Steigbügelhalter war, seine bisherigen Werte über Board zu schmeißen.
Außerdem solltest Du auch in Dich gehen. Meinst Du, der Verrat wäre leichter, wenn es nur um Sex gegangen wäre?
Ich finde es eher demütigender, wenn man verraten wird aus Triebbefriedigungsgründen, als aus der Verliebtheit heraus.
Affärendynamiken sind hinterhältig, sich mit diesen auseinandersetzen ungeheuerlich. Und doch solltet ihr das Beide tun um auch nur ein kleines bisschen Verständnis für das unerklärliche zu haben.
Du wirst nie antworten bekommen, die dich zufrieden stellen. Wirft nur Kopfkino an und neue Fragen auf.
Auch ob es hier und da geklappt hat, ist vielleicht für deine Hoffnung nahrhaft, den Ausgang deiner Geschichte beeinflusst es nicht.
Also lass AF sein, ist nicht deine Baustelle. Du hast eigene, dein Mann seine und gemeinsam eine große. Das dauert und du wirst Dich in Geduld ( Pfui Teufel) üben müssen.
Von meiner hart erarbeiteten Geduld lass ich Dir was da, Zeit nimmst Du Dir soviel du brauchst und denkst dran, dass es in deiner bzw. Eurer Macht steht, diese sinnbringend zu nutzen.