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An alle, die den ersten Schock überstanden haben

Logi

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Hallo an alle da draußen,

oft sieht man hier im Forum Leute die frisch verlassen worden sind und nicht wissen, wohin mit ihren Gedanken, was auch vollständig verständlich ist.

Aber wie geht es euch allen, deren Trennung schon etwas länger (ca. 2 Monate oder länger) her ist?
Berichtet mal von euren Erfahrungen, würde mich interessieren
Wie sehen eure Gedanken aus, wie haben sie sich verändert? Spürt ihr immer noch eine Veränderung? Oder habt ihr das Gefühl, dass sich eure Situation im Moment nicht ändert?

Ich fang mal mit mir an, meine Trennung ist jetzt 2,5 Monate her, ich heule nicht mehr den ganzen Tag, das ist schon mal was. Ich will meine Ex auch glaube ich nicht mehr zurück, aber irgendwie fühlt sich mein Herz immer noch so leer und stumpf an... Ich habe alles aufgeschrieben, ich habe drüber geredet, ich habe mich abgelenkt. Aber sobald die Ablenkung nachlässt sind die Schmerzen wieder da.
Manchmal kommen Erinnerungen an schöne Situationen hoch und dann kommen auch die Tränen wieder..

Was kann ich machen, um weiter voran zu kommen? Ich hab das Gefühl bei mir stagniert es etwas und das stört mich

01.04.2015 22:56 • #1


Marichen

Marichen


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Hallo Logi,

meine Trennung ist jetzt genau 2 Monate her
Die ersten total krassen Tage sind vorbei. Und auch ich habe fröhliche Momente (zum Glück). Aber ich habe auch das Gefühl, dass es jetzt nur langsam besser wird. Und die Realität wird immer deutlicher. Er ist nicht mehr da. Und je länger es her ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er sich getäuscht hat. Ich hoffe nicht mehr, aber ich tue mir auch immer noch schwer, es positiv zu sehen.

Eine Idee oder Plan, wie es besser wird habe ich nicht. Ich versuche an jedem Tag was positives zu sehen. Aber auch so wie bei dir, wenn die Ablenkung nicht da ist, oder eine bestimmte Situation alte Erinnerungen hervorruft, dann kommen wieder die Tränen

Alles Gute dir, wir schaffen das

01.04.2015 23:07 • #2



An alle, die den ersten Schock überstanden haben

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Steppenwolf


75663
Hallo!

Naja, bei mir nun alles andere als 2 Monate. gerade mal knapp zwei Wochen würde ich sagen.
Zunächst habe ich hier auch nur mitgelesen, dann habe ich hier auch meine (lange) Geschichte niedergeschrieben, über die ich auch gerne ein Feedback hätte.
Und mir wird vor allem eines klar: Ist es also wirklich und wahrhaftig das Gefühl von echter Liebe, die mich in dieses Forum führt?
Denn, die Gefühle, die mich in diesen Tagen aufsuchen, kannte ich vorher nicht.
noch niemals in meinem ganzen Leben bin ich so von Sehnsucht, Trauer, Unfassbarkeit aber auch Verständnis, Mitgefühl usw. begleitet worden.
Ja, es sind Dinge, die ich noch nie so erlebt habe, wenn ich an einen bestimmten Menschen denke und an die Zeit, die ich mit ihm schon verbracht habe ....
Ich stelle mir gerade die Frage: Wie wird es mir ergehen in zwei Monaten? Was könnte ich da wohl an dieser Stelle hier schreiben?

01.04.2015 23:17 • #3


slowmotion


75663
Bin nun 4 Monate getrennt und wünsche mir jeden morgen, dass er mir nachts geschrieben oder angerufen hat.

Wenn ich Feierabend habe habe ich die Hoffnung , dass er auf mich wartet.

Mein Kopf akzeptiert es nicht das es für immer vorbei ist.

Lg

01.04.2015 23:27 • #4


Stippvisite


75663
Guten Abend zusammen,

ich bin 3,5 Monate getrennt und mir geht es gerade in den letzten 2 Wochen wesentlich besser. Mein Ex geistert noch täglich durch meinen Kopf aber das ist nach einer 3 Jahre dauernden Beziehung ganz normal denke ich.
Noch vor etwa zwei Monaten hatte ich Sehnsuchtsanfälle...die sind nun vorüber. Immer noch taucht manchmal der Wunsch auf, ihn anzurufen, zu berühren...aber es ist keine schmerzliche Sehnsucht mehr.

Die Zufriedenheit die sich dadurch einstellte, von einer unschönen Beziehung, die mich innerlich permanent zerriss (mal mehr mal weniger) abgelassen zu haben, überwiegt die traurigen Gefühle.

In meinem Fall ist das Bewusstsein dass wir keine Chance gehabt hätten, ein glückliches Paar zu werden (Bemühungen, Verliebtheit, Anziehung und Hoffnungen hin oder her) so stark, dass mir das Loslassen nicht mehr all zu schwer fällt.

Ich glaube -durch einen inzwischen etwas nüchterneren Blick- dass es nicht immer der einzelne Mensch ist, den man so schmerzlich vermisst, sondern dass es zum einen die Gewohnheit ist, und zum anderen- dass sich all unsere Sehnsüchte nach Verbundenheit, nach Anteilnahme, Austausch, Nähe, In.timität usw. immer nahezu wie automatisch in das nächstliegende Objekt kanalisieren.
Es ist einfach ein tiefes menschliches Bedürfnis, seine Liebesgefühle, seine Verbundenheitsgefühle, Wünsche und Sehnsüchte auf einen Menschen zu richten und wenn nun einmal gerade keiner da ist, so fließt der Gefühlsfluss wie automatisch zum Ex-Partner hin.

Das mag sehr desillusioniert klingen und ich glaube auch nicht, dass es SO simpel und einseitig funktioniert aber dass solche Dinge eben doch auch mit hinein spielen.
Ich habe hier nicht selten von wahnsinniger Sehnsucht gelesen....und kaum war ein neues Objekt der Begierde in Reichweite, löste sich die Sehnsucht nach dem, der Ex auf und alle Gefühle flossen hin zum neuen Geliebten

Jeder Mensch ist anders und jedem hilft etwas anderes bei der Ablösung...Ich persönlich möchte zur Zeit kein neues Objekt der Begierde...Ich habe meinen Ex noch in meinem Herzen (ohne Hoffnung oder Wunsch dass wir wieder zusammen kommen) und ich lasse mein Herz einfach gewähren...so als ob ich zu meinem Herzen sagen würde Okay, dann trägst du ihn noch eine Weile in dir...Es ist gut so wie es ist.... Es zerrt ja nicht an mir, es zerreisst mich nicht...er ist einfach noch in mir und ich finde das eigentlich auch ganz schön so....Ich schmeiße einen Menschen nicht einfach aus meinem Herzen, manchmal aber wenn es dann unbedingt notwendig ist, aus meinem Leben
Ich habe festgestellt, dass es sich eigentlich ganz gut so leben lässt. Man muss den ehemals geliebten Menschen gar nicht resolut und gewaltvoll aus seinem Herzen verbannen. Lasst eure Ex ruhig noch ein Weilchen darin wohnen...Früher oder später werden sie sich nachts wenn ihr schlaft sowieso aufmachen und auf leisen Sohlen ganz unbemerkt aus eurem Herzen ausziehen. Das ist für mich Abschiednehmen und ja das ist jedes Mal im Leben etwas sehr trauriges.

02.04.2015 00:20 • x 5 #5


chris1995


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Huhu,
bei mir sinds nun ziemlich genau 4 Monate.. die ersten 2 Monate waren wirklich die schlimmsten in meinem Leben.. ich hatte das Gefühl es wird eher schlimmer statt besser.. aber mit einem mal war ich einen Tag nicht mehr so down und es ging berg auf.. mal nur ne Woche bis der Rückfall kam.. mitlerweile habe ich ab und an nochmal 1-2 schlechte Tage dazwischen.. die mich aber daran erinnern das ich sie wirklich Liebe/geliebt habe! Ich denke zwar noch jeden Tag sehr viel an Sie, aber ich habe wieder Spaß am Leben.. Auch wenn ich alleine bin geht es meistens zumindest.

Viele Grüße Chris

02.04.2015 00:44 • #6


KäptnNemo

KäptnNemo


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Hallo Logi,

Zitat:
Wie sehen eure Gedanken aus, wie haben sie sich verändert? Spürt ihr immer noch eine Veränderung? Oder habt ihr das Gefühl, dass sich eure Situation im Moment nicht ändert?

Die Trennung liegt bei mir nun schon 9 Monate zurück und ich komme sehr gut ohne meine Ex zurecht. Am Anfang ging es mir wie jedem hier auch sehr schlecht. Ich konnte weder essen noch schlafen und habe mich an jeden Strohhalm geklammert den ich zu fassen bekommen habe. Aber ich denke das ist auch vollkommen normal.

Direkt nach der Trennung habe ich mir jeden Schuh anziehen wollen, auch die Schuhe, die mir gar nicht passten. Das hat sich im Laufe der Zeit geändert, denn ich habe erkannt welches mein Anteil an der Trennung war und welcher Anteil zu meiner Ex gehört.

Was hat sich nun aber verändert?
Nach der Trennung habe ich sie vermisst und gehofft das es noch eine Chance gibt und wir gemeinsam die Probleme bewältigen können. Jetzt ist es so, dass ganz viel Wut in mir steckt. Ich bin wütend auf meine Ex was sie mit mir und unserer Tochter gemacht hat und ich bin wütend auf mich, weil ich es mit mir machen lassen habe.

Ich kann nach 9 Monaten sagen, ich bin über meine Ex hinweg. Und am liebsten würde ich sie komplett aus meinem Leben verbannen. Mein Leben geht weiter, ich blicke in die Zukunft und werde meinen Weg gehen. Traurig über das Beziehungsaus bin ich heute gar nicht mehr, denn eigentlich war es die Rettung für mich und meine Tochter.

Irgendwann muss man aufstehen. Irgendwann muss man die Trennung akzeptieren und loslassen - nur so kann man wieder in die Zukunft blicken und glücklich werden.


Alles Gute.

02.04.2015 01:45 • x 2 #7


Jeanny80

Jeanny80


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Hallo

Also bei mir ist es heute auf den Tag genau 5 Monate her.
Und obwohl das eine recht lange Zeit ist, ist alles noch sehr präsent.
Ich denke zwar nicht mehr jede Sekunde an ihn und wenn ich an ihn denke, dann weine ich nicht mehr so oft. Aber er ist IMMER da.

Ich weiss, dass er die Person ist, die meine Sorgen und Probleme ausgelöst hat, bin mir aber nicht sicher, womit ich mehr Probleme habe, ihn nicht mehr an meiner Seite zu wissen, oder mit der neuen Situation des Alleinseins nicht klar zu kommen.
Ich kann mich ablenken, aber wenn ich Ruhe habe, dann überkommt es mich wieder.
Ich bin noch weit weg davon zu sagen, dass ich glücklich bin. Gerade im Moment wächst mir alles über den Kopf und ich vermisse ihn sehr.

Ich möchte erst mal keinen Mann mehr an meiner Seite haben, das Risiko so eine Zeit nochmal durchleben zu müssen ist mir einfach zu gross.

Jeanny

02.04.2015 07:49 • #8


Logi


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Hallo an alle

erst mal Danke für die reichliche Rückmeldung. Ich seh schon, den meisten hier geht es irgendwie ähnlich. Wir kommen mit der Situation klar, gefallen finden wir aber nicht wirklich daran...
Mir kommt mein Leben zumindest wieder normal vor, aber ich habe ständig das Gefühl in der Brust, dass etwas sehr wichtiges fehlt
Glaube das geht den meisten anderen hier auch so.

Was macht ihr, damit es euch besser geht?
Ich weiß ich habe das schon mal gefragt, aber mir ist es wichtig, dass es voran geht. Am Anfang heult man, man schreibt alles auf, man redet... Ich habe jeden Abend meditiert.
Aber wenn ich jetzt alles aufschreibe bin ich nur genervt, weil ich das Gefühl habe mich zu wiederholen. Wenn ich meditiere, bin ich nach 5 min gelangweilt und höre auf.

Ich will nicht einfach mein Leben weiterleben und mich an den Schmerz gewöhnen müssen, ich will ihn verarbeiten.

@Stippvisite, schön geschrieben teilweise... Du hast recht, es ist die Gewohnheit die man größenteils vermisst. Der Mensch ist faul und mag alles, was er gewohnt ist und ihm gefällt. Und Menschen sind irgendwann ersetzbar. Traurig, aber schon wahr.
Ich hoffe ich komme zu dem Punkt, wo sich meine Ex still und heimlich aus meinem Herzen davonmacht

Lg Logi

02.04.2015 11:34 • #9


Noggi


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Bei mir sind es jetzt 4 Monate seit der Trennung und beinahe 2 wo Sie ausgezogen ist. Komme soweit ganz gut klar. Es ist wie ein Wechselbad der Gefühle, mal vermisse ich Ihre Gegenwart, meisst ist es allerdings so das der Kopf sagt das es so besser war. Unsere Beziehung war alles andere als einfach, hatte dazu auch nen Thread eröffnet. Mittlerweile seh ich auch wieder nach vorne, es sind halt die Stillen Momente wo ich nachdenklich werde. Denke aber das ist ganz normal nach 10 Jahren. Ihre Gründe sind mir inzwischen auch relativ egal, da ich eher das Ergebnis sehe. Das Problem ist eher der Kopf, nach der Trennung war es natürlich das ich noch Hoffnung auf eine 2. Chance hatte, nun will ich das eigentlich nicht mehr, da ich Ihr auch nie wieder die Chance geben will mich nochmal so zu verletzen. Ich vertrau lieber da drauf das das Leben weitergeht und ich irgendwann mal eine Partnerin finde, die mich so liebt wie ich bin und wo es von beiden eine Liebe ohne Bedingungen ist.
Gruss Noggi

02.04.2015 11:50 • #10


peppina


75663
Schöner Thread!
genau gestern habe ich mich gefragt, wie es wohl den anderen geht nach dieser Zeit.

@Stippvisite:
ich finde deinen Beitrga sehr toll geschrieben, er umschreibt auch was ich fühle bzw denke..

bei mir ist es nun knapp über drei Monate her..

die erste Trennung gabe es im September 2013. In der Zeit ging es mir schrecklich. Das typische Durchdrehen..
nun, erneute Trennung im Januar. auf die ich mich aber einstellen konnte, weil er ins Ausland gegangen ist..
Die Durchdreh-Phase kam zum Glück nicht.
eher war ich einfach froh, dass er weg war.
ich wr so glücklich und frei.

seit einigen Wochen habe ich wieder schlechtere Gefühle.
ich nenne das immer einen Schatten im Kopf..
der Ex hängt da einfach im Hinterkopf rum..
Zu denken gibt es nicht mehr viel. aber trotzdem ist er präsent..
leider.
und auch nervig.
will ich ihn am liebsten ganz aus meinem Kopf streichen..

was ich mache?
momentan in meistens Ablenken angesagt...
bzw ist es das, was mir am meisten gut tut..
Sport ohne Ende. das rockt richtig...

02.04.2015 12:11 • #11


Stippvisite


75663
Hi Logi,

Zitat:
@Stippvisite, schön geschrieben teilweise... Du hast recht, es ist die Gewohnheit die man größenteils vermisst. Der Mensch ist faul und mag alles, was er gewohnt ist und ihm gefällt. Und Menschen sind irgendwann ersetzbar. Traurig, aber schon wahr.


Ja, so ist es aber das ist noch nicht die ganze Wahrheit. Es gibt auch ganz besondere Lieben...Die bleiben im Herzen auch wenn die Zeit (lange) vorbei ist.
Ich habe z.B. zwei Männer nach wie vor in meinem Herzen. Ich will sie beide nicht mehr (beides Jahre her) aber bei beiden ging es eben nicht einfach nur darum, meine schönen Gefühle irgend wohin zu lenken...Nein, sie haben mein Leben sehr bereichert und zu meiner Entwicklung beigetragen. Es fühlt sich so an, als hätten sie an ganz unterschiedlichen Orten in meinem Herzen einen bleibenden Platz.
Aber wie gesagt, es ist keine schmerzvolle Empfindung und Sehnsucht spielt auch keine Rolle. Ich schaue einfach gerne zurück...
Aber wenn einem der einzelne Mensch eben doch nicht unersetzlich ist und es mehr um die Gewohnheit oder generell um das Teilen von schönen Momenten geht, dann kann es ganz heilsam sein, sich das ehrlich einzugestehen...Und sich dann irgendwann einem neuen Menschen zu öffnen...Mit dem man dann evtl. eine einmalige Liebe erlebt...

Zitat:
Ich hoffe ich komme zu dem Punkt, wo sich meine Ex still und heimlich aus meinem Herzen davonmacht zwinkern


Ich verstehe, dass du dir das wünschst...Es ging mir auch schon mal so...Aber meine Erfahrung ist, dass es letztendlich das traurigste von allem ist wenn man plötzlich gewahr wird, dass die Liebe wirklich ein ganz stilles Ende gefunden hat...einfach fort ist. Jemanden mit dem man einmal viel teilte, mit einem Mal nicht mehr lieben zu können ist anfangs ein sehr trauriges Gefühl. Aber das mag auch daran liegen, dass ich eine treue Seele bin. Ich empfinde es als unnatürlich von Mensch zu Mensch zu gehen...Ich habe bei jedem Menschen, den ich in mein Herz lasse ein Gefühl der familiären Bande, etwas Bleibendes...Und eine Familie tauscht man ja auch nicht einfach aus. Dennoch...um des eigenen Glückes willen ist es manchmal leider notwendig. Darum werde ich mich nicht mehr auf Experimente einlassen...Beziehungen, die mir von vornherein wenig koscher erscheinen. Ganz schnell gehört ein Mensch für mich zur Familie. Ich achte nun ganz streng darauf, wen und ob ich jemanden in mein Herz lasse.

Und nochmal ein paar Gedankenschritte zurück: ich kenne dieses Gefühl verschwinde endlich aus meinem Herzen! aber ich habe wirklich festgestellt, dass ein gewisser Frieden einkehrt wenn man es einfach so sein lässt wie es ist. Wenn man sich nicht dagegen sträubt. Man lebt sein Leben weiter und da ist eben jemand noch im Herzen. Wenn der schlimmste Liebeskummer vorüber ist, lässt es sich damit sehr gut leben. Vielleicht bewirkt ja gerade diese Akzeptanz, dass sich der Expartner irgendwann von ganz alleine aufmacht und das eigene Herz verlässt.

02.04.2015 12:18 • #12


JuXhi


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Bei mir sind es jetzt ziemlich genau 9 Wochen und so langsam ändert sich meine Verfassung. Ich fange an zu aktzeptieren, auch wenn sich mein ganzer Körper noch dagegen sträubt. Ich versuche weiterhin an ein Happy End zu glauben, dass sie sich meldet und wir von neuem Anfangen können, aber mittlerweile setzt sich auch eine Frage in meinem Kopf fest. Da man nach 9 Wochen der Trennung nicht einfach wieder da anfangen kann wo man aufgehört hat wird ein neuanfang von Nöten sein. Es wird schätze ich wieder wie am Anfang. Natürlich kennt man seinen Ex-Partner und es wird einfach bzw. Vertrauter sein. Nur ist die Frage da ob ich einen Neuanfang mit ihr wagen sollte oder meine Energie lieber auf die nächste Liebe konzentriere.

Natürlich. Ich liebe sie noch. Aber sie hat es mir nie leicht gemacht. Ich habe an der Beziehung gearbeitet und wurde oft vor den Kopf gestoßen. Ich stehe noch mit einer guten Freundin von ihr im Kontakt. Sie denkt, dass meine Ex zurzeit versucht zu verdrängen aber spätestens wenn der Alltag zurück kehrt sie anfangen wird zu vermissen. Sie sagt auch, dass ich das beste bin, was ihr jemals passiert ist und dass sie nie wieder so einen wie mich finden wird. Ich weiß nicht ob ich ihr recht geben kann. Ich denke zurzeit auch noch, dass ich nicht mehr so lieben kann wie ich sie geliebt habe und doch... Ich gewöhne mich langsam aber sicher an den Gedanken, dass sie nie zurückkommen wird. Und ich schätze ich werde damit leben können.

02.04.2015 16:43 • #13


steppenwolf


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ich hab es ständig in meinem kopf, es will nicht raus, diese situation....
kann es nicht wahrhaben, daß das geschehen ist, was eben geschehen ist.
sie war so ein halt in meinem leben, gab mir kraft und stütze, die ich noch nie vorher von jemandem so erfahren habe...
auch die kleinsten alltäglichen dinge mit ihr haben mich erfüllt und einfach nur glücklich gemacht.
es macht mich traurig, daß sie vielleicht jetzt gerade, wo ich diese zeilen schreiben, bei jemand anderem ist...
kann ihr aber auch ned wirklich böse sein, weil ich sie einfach zu sehr liebe ....
hab lange, lange zeit vergehen lassen, in dem so vieles unausgesprochen war....
weiß nicht, wie ich sagen soll, ob man in meinem fall überhaupt von trennung sprechen kann?
oder waren wir nie wirklich zusammen?
was in mir so emotional vorgeht, habe ich so einfach noch nicht erlebt.
versuche es immer mit der vernunft, mit selbstanalysen und allgemeine analysen zu lösen dieses dilemma.
doch es klappt einfach nicht.
es kommt immer und immer wieder diese leere, die ich einfach nicht gewahr haben will...
bitte, lest meine geschichte
meine (lange) geschichte
für jegliches feedback bin ich dankbar...
war wohl noch nie emotional mit so einer situation überfordert, wie mit dieser hier ..

02.04.2015 22:10 • #14


Logi


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@ JuXhi und Stippvisite,
die Hoffnung auf ein Happy End habe ich schon aufgegeben... Ich denke, das ist nach 11 Wochen jetzt auch nicht mehr drin, obwohl ich es mir manchmal schon irgendwie wünschen würde.
Ich versuche auch nicht zwanghaft meine Ex aus meinem Kopf zu bekommen, sie war ein großer Teil meines Lebens und hat mich sehr bereichert. Ich bin froh, dass ich die Gelegenheit hatte diese Zeit und Erfahrung mit ihr zu sammeln. Ich bin niemand der jetzt so tut, als hätte sie es nie gegeben.

Was mich stört ist dieses Auf und Ab meiner Gedanken. Okay, immer noch besser, als die ganze Zeit down zu sein, aber es ging mir gerade mal eine längere Zeit was besser und jetzt hab ich wieder so ein total bedrückendes Gefühl in der Brust und ich würde am liebsten den Tag unter der Bettdecke verbringen, weil ich so traurig bin...

@ steppenwolf, ich versteh dich gut... Immer wieder kreisen die Gedanken im Kopf umher und auch der Gedanke an sie mit einem anderen hatte ich oft. Zumindest das hat etwas nachgelassen.
Aber wenn man wirklich auch den Alltag zusammen erlebt hat, man sich gegenseitig gestützt hat und diese Stütze dann wegbricht fühlt sich das schrecklich an..

@ Noggi, deine Einstellung ist richtig! Man sollte darauf vertrauen, dass es da draußen noch andere Menschen gibt, die einen so lieben können, wie man es erwartet und die einen nicht verletzen.
Man darf nicht emotional aus Angst deswegen bei einer Person bleiben, mit der man auch nicht wirklich glücklich ist.
Mein Kopf sagt das auch oft. Der denkt auch oft, dass es richtig für beide war sich zu trennen, da wir doch ein paar unterschiedliche Ansichten hatten. Allerdings schreit dann mein Herz dazwischen und dann erinnert sich auch mein Kopf wieder an die vielen schönen Momente, in denen man 100% glücklich war. Und dann gehts einem richtig mies und man möchte am liebsten nur alles rückgängig machen, auch wenn man das überhaupt nicht kann

@ peppina, ich denke der Zustand, in dem du bist, ist schon mal gar nicht so schlecht. Wenn man längere Zeit mit einem Partner zusammen war ist es doch nur normal, dass der noch eine lange Zeit in deinem Kopf herumspukt.
Ich fand die Zeit, in der ich (relativ) glücklich war (war ein Monat im Ausland, komplett neue Erfahrungen für mich) und sie nur in meinem Kopf hatte, richtig gut. Sie war da, ich habe sie nicht aus meinen Gedanken verdrängt, aber ich habe so viel erlebt, dass ich nicht wegen ihr traurig war. Ich habe sie kaum vermisst. Aber sie war halt wie so ein Schatten im Kopf.
Das fand ich persönlich aber hundertmal angenehmer, als diese Schmerzen im Herz, die ich habe, seit ich wieder zu Hause bin und mich alles an sie erinnert

Lg Logi

03.04.2015 12:24 • #15



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