Zitat von groupie:Es ist gut, dass Du Deine Gefühle wieder wahr nimmst.
Du hättest sicher schwerwiegende Gründe, sie abzuspalten.
Es wäre fatal, wenn Deine neu erwachten Gefühle missbraucht würden.
Deshalb rate ich Dir, mit Deiner Therapeutin auch über Deine Gefühle zu sprechen.
Auch über die Gefühle, die in der Stunde hoch kommen.
Manchmal ist das schwer. Ich z.B. schäme mich oft und kann da nicht darüber sprechen.
Was fùhlst Du denn für Deine Affäre?
Genau DAS scheint ja das Problem zu sein und ich merke es immer mehr beim Schreiben.
Ich habe mir das "Fühlen" oder "Gefühle zulassen" abgewöhnt, vielleicht auch weil der Schmerz bei dem, was mir einst passierte, zu hart war und ich hätte dem nicht mehr standhalten können.
Ein winziger Auslöser, hat dann gereicht und die Mauer stürzte nach Jahren ein.
Ja, insgesamt ist es gut, dass ich wieder fühlen kann, dass ich mir erlaube Frau und Mensch zu sein, dass ich wieder weinen kann, Schwächen zeigen kann, reden kann, mich selbst wahrnehmen kann und meine Grenzen. Das ist alles gut und wichtig. Scheinbar lebte ich sehr lange wie in einer Hülle.
Ich rede mit ihr durchaus darüber, aber 50 Minuten sind eben nur 50Minuten und man springt zwischen den einzelnen Gefühlen und Momenten hin und her...
Was ich für meine Affäre empfinde? Oder diesbezüglich fühle? Alles! In diesen Armen bin ich zu Hause, ich weiß jetzt, dass er es ist, den ich offenbar immer suchte, ich schaue ihn an und da ist nur Liebe, so wie sie sein sollte. Und Liebe und Begehren ist eins, nicht voneinander getrennt, wie ich es mir sonst angewöhnt hatte. Er ist der Deckel, wenn Du verstehst, was ich meine.
Aber ich habe zu sehr gelernt, dass das Leben kein Ponyhof ist und nicht nur aus Rosa Wattewolken besteht. Das Leben besteht nicht nur aus Liebe.
Eben deshalb aber weiß ich ja auch, dass es sein kann, dass es einfach meine Psyche ist, die "ihn zum Lügner macht". Schön ja anzweifeln, bloß nicht zulassen, sich bloß nicht dem hingeben, denn wenn ich das tue, bin ich ausgeliefert, verletztbar, dann gibt es kein zurück und wenn sich dann raustellen sollte, dass es nicht funktioniert, dann ist da wieder der Schmerz...
Gefühlsmäßig weiß ich längst, das ist der einizige Mann, der mich glücklich machen kann. Vielleciht wäre das Leben kein Zuckerschlecken- ja und? Was brauche ich denn, solange ich im Herzen glücklich und zufrieden bin?
Aber das alles zulassen? Darauf vertrauen? Mich einlassen?
Ja, ja, ja.... ich ahne wo Du hinwillst und ich merke es auch immer mehr beim Schreiben. ICH bin das Problem...