Zitat von tina1955: Ich trenne mich lieber und lebe ohne ständiges Misstrauen, muss mir nicht ständig Gedanken machen, wenn der Mann zu spät kommt.
Ich war schon immer eifersüchtig und auf der Hut. Ich habe mich immer gefragt, warum kommt er zu spät. Völlig unabhängig davon, ob es einen Grund gab zu misstrauen oder nicht. Ich bin so und war schon immer so. Interessanterweise ist das besser geworden, seit ich betrogen wurde. Ich kenne jetzt den Unterschied und fühle mich gewappnet. Klingt etwas schräg, ist aber so.
Zitat von ElGatoRojo: Wenn er schon während des Betruges sich emotional und körperlich vom Partner zurückzieht, wird es schwieriger.
Inwieweit es das schwieriger macht, verstehe ich nicht. Bei mir war das so und das hat mir rückblickend eher deutlich gemacht, wie zerrissen mein Mann damals war.
Zitat von Butterblume63: Ein Schlussstrich gibt mir die Chance meine Zukunft ohne Altlasten neu zu gestalten.
Die Altlasten hast du doch dennoch bei dir. Das vergisst man doch nicht einfach, nur weil man getrennt ist.
Zitat von Butterblume63: Und was mir nicht gut tut wird entfernt.
Das halte ich grundsätzlich auch so. Würde mir mein Mann nicht gut tun, würde ich mich trennen. Er tut mir aber trotz seiner Ex-Affäre gut. Und mit 2 Kindern kann man einen Partner auch nicht wirklich "entfernen" . Man muss sich schließlich im Sinne der Kinder arrangieren. Auch wenn man sich trennt. Das sollte man nicht leichtfertig tun.
Zitat von Butterblume63: Mit meinem Elefantengedächtnis würde jede Verspätung, Dienstreisen,Treffen mit Freunden oder Überstunden ein ungutes Gefühl auslösen.
Ja, davor habe ich tatsächlich auch noch etwas Angst. Durch Corona und 100% Homeoffice war das einfach. Ich bin gespannt, wie das werden wird, wenn alles wieder normal läuft. Denn grundsätzlich ticke ich da auch so. Dennoch, wäre das heute kein Grund, mich zu trennen. Da schaue ich mir erstmal an, was das mit mir macht, wenn die Dienstreisen wieder losgehen. Liegt ja auch viel an ihm, ob er es schafft, mir ein gutes Gefühl dabei zu geben.