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Akuter Liebeskummer

L

Luk86
Mitglied

Beiträge:
21
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1
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Mitglied seit:
Hallo,

ich habe mich soeben erst angemeldet und weiß auch nicht so richtig was ich erwarte.

Womöglich möchte ich mir die Last von der Seele schreiben.

Heute haben wir nach mehreren Wochen des hin-und-her ausgesprochen.

Wir sind getrennt.

Mein Herz ist explodiert, der Kopf erfüllt nicht mehr seine Funktion und ich weiß nicht was mit mir geschieht, ich falle und möchte nur noch aufwachen aus diesem Albtraum.

Meine Freundin hat mir nach 8 jähriger Beziehung gestanden, dass sie sich emotional entfern hat.

Das schlimme daran: Sie hat es über die letzten Monate immer wieder kommuniziert, eine Therapie angeboten und Lösungsvorschläge gemacht.

Doch ich war mir ihrer immer sicher und war überzeugt, dass eine Frau nicht den fürsorglichen Vater, fleißigen Hausmann und die starke Schulter an ihrer Seite verlassen würde.

Emotional und kommunikativ dagegen bin ich ein verkrüppelte Seele und habe ihr Sehnsüchte nach Nähe, Liebe und Zuneigung all zu oft abgewiesen.

Im Dezember trat der Mann in Ihr Leben, der Ihr den Ausstieg aus der Beziehung ermöglicht hat - ihr die Tür geöffnet hat und ihr die emotionale Reife geschenkt hat, die mir fehlt.

Auch wenn Sie - ihrer Aussage nach - keine Affäre eingegangen ist, sei sie nunmehr überzeugt, dass sie sich für ihre Zukunft eine emotional gefestigtere Partnerschaft wünscht.

In den letzten vier Wochen waren wir beide so ambivalent im Umgang mit der Situation, dass wir - jedoch insbesondere ich - psychisch mittlerweile derart erschöpft bin, dass ich weder schlafen, essen noch meinen täglichen Verpflichtungen nachkommen kann.


Ich weiß, dass die Zeit die Antwort parat haben wird - dennoch habe ich große Angst - dass ausgerechnet ich derjenige bin, der diese Veränderung emotional nicht ertragen und unglücklich bleiben wird.

Ich liebe sehr sehr tief, und kann dieses aus Angst verletzt oder die Liebe nicht beschützen zu können, nicht nach außen transportieren.

Es fühlt sich an als wäre ein Teil von mir gestorben.

x 8 #1


Sonnenschein85
Das tut mir so Leid. Das liest sich sehr traurig. Seid ihr schon räumlich getrennt? Und hast du Jemanden der für dich da ist und mit dem du sprechen kannst?

x 3 #2


A


Akuter Liebeskummer

x 3


L
@Sonnenschein85

Schon deinen Kommentar zu lesen lässt mir die Tränen in die Augen schießen.

Wir sind seit ca 3 Wochen räumlich, wobei ich in dieser Zeit mehrfach im selben Haus geschlafen habe, was mir immer wieder Hoffnung gab.

Leider hat es mich jedoch mehr aufgewühlt als stabilisiert.

Ich schreibe mit mehren Freuden, jedoch habe ich nicht immer das Gefühl, dass sie wirklich verstehen, wie es mir gerade geht. Das kann ich ihnen nicht verübeln

x 2 #3


Sonnenschein85
Zitat von Luk86:
@Sonnenschein85 Schon deinen Kommentar zu lesen lässt mir die Tränen in die Augen schießen. Wir sind seit ca 3 Wochen räumlich, wobei ich in ...

Oh. Ja es ist noch alles frisch und natürlich überwältigen dich die Gefühle.
Hier im Forum kannst du alles raus lassen.

Eine räumliche Trennung wird dir auf Dauer helfen. Dann kannst du ein bisschen emotionalen Abstand bekommen.
Ist sie fest zusammen mit dem neuen Mann?

Habt ihr nach der Trennung nochmal gesprochen über alles?

#4


L
Sie sagt, dass sie an dem Mann nicht emotional interessiert sei. Er hat selber Frau, Kind und Haus. Das wäre ihr zu kompliziert.

Diese Aussage impliziert meines Erachtens, dass sie demgegenüber anders eingestellt wäre, wenn es nicht so kompliziert wäre.

Wir haben in den letzten 4 Wochen so viel gesprochen, dass man sich letztlich nur noch wiederholen würde.
Ich biete ihr alles an was ich habe um an der Beziehung zu arbeiten, sie ist emotional so weit weg, dass wir nicht mehr in der selben "Liga" spielen.

Sie schließt ein erneutes verlieben eines Tages nicht aus, diese Aussage schmerzt jedoch mehr als dass sie mir gut tut, denn Hoffnung ist kein Fundament.

Ich leide sehr darunter, dass ich ihr so wehgetan habe durch meine emotionale Distanz und es jetzt zu spät ist, daran etwas zu ändern.

Sie hat mir oft den Spiegel vorgehalten. Ich habe jedoch nicht reingeschaut

x 3 #5


Sonnenschein85
Zitat von Luk86:
Sie sagt, dass sie an dem Mann nicht emotional interessiert sei. Er hat selber Frau, Kind und Haus. Das wäre ihr zu kompliziert. Diese Aussage ...

Das stimmt. Mit dieser Hoffnung auf eine zweite Chance tut sie dir keinen Gefallen. So wirst du in die Warteposition befördert. Und dann kannst du schlecht loslassen

#6


L
@Sonnenschein85

Das sind alles Ratschläge die ich meinem besten Kumpel auch geben würde, nur selber nimmt man sie nicht an, obwohl man weiß dass sie richtig sind.

Danke für deine Rückmeldungen

x 2 #7


Sonnenschein85
Zitat von Luk86:
@Sonnenschein85 Das sind alles Ratschläge die ich meinem besten Kumpel auch geben würde, nur selber nimmt man sie nicht an, obwohl man weiß dass ...

Ja natürlich. Man möchte natürlich auch in deiner Situation nicht loslassen. Das verstehe ich. Das braucht sowieso Zeit für dein Herz das alles zu realisieren.

#8


Seteca
Hau ab, dass du trotz deiner emotionalen Defizite so selbstreflektiert bist!

Aus eigener aktuellen Erfahrung, weiß ich wie einsam und belastend es sich anfühlt. Konntest und kannst du daran etwas ändern?

x 1 #9


Stella31
Zitat von Luk86:
Emotional und kommunikativ dagegen bin ich ein verkrüppelte Seele und habe ihr Sehnsüchte nach Nähe, Liebe und Zuneigung all zu oft abgewiesen.

Woher kommt denn deine "verkrüppelte Seele"?

Und denkst du mittlerweile, dass es für dich doch besser ist, deshalb eine Therapie zu beginnen?

#10


L
@Stella31 hallo Stella, meine Tochter kann ich lieben, nach innen und nach außen. Bei der Partnerin habe ich den Teil nach außen immer unterdrückt. Tatsächlich habe ich mir eine Verordnung für eine Therapie ausstellen lassen.

Ich bin an dem Punkt, an dem ich sage, dass es mir nur positives bringen kann, mich dem zu stellen.

Uns hat es in der Kindheit an nichts gefehlt, zumindest materiell. Sorgen, Probleme, Nöte oder Ängste wurden jedoch niemals angesprochen, soweit ich mich erinnern kann. Demnach gab es keine, scheinbar hat man sich diese Strategie angenommen, damit man in der Spur läuft.

#11


L
@Seteca

Die plötzliche Einsamkeit ist wirklich grausam, man nimmt den Moment und projektiert diesen auf sein künftiges Leben. Glück und Liebe in der Zukunft haben gegenwärtig keinen Platz, bzw. sind außerhalb der Vorstellungskraft.

Sie scheint gerade sehr glücklich zu sein, ihre Last ist abgefallen. Das macht es noch brutaler. Man fühlt sich im Stich gelassen. Niemals könnte ich meine Familie so zurücklassen - zumindest denke ich das jetzt.

Ich habe einige Kontakte mit denen ich mich treffe oder schreibe, diese geben mir auch kurzzeitig Momente anderer Gedanken. Man wird aber schnell wieder eingeholt und alles ist wieder Grau.

Ich hoffe dass ich in 4 Wochen schon anders schreibe als heute - vorstellen kann ich mir das jedoch gerade noch nicht.

x 1 #12


Sonnenschein85
Zitat von Luk86:
@Seteca Die plötzliche Einsamkeit ist wirklich grausam, man nimmt den Moment und projektiert diesen auf sein künftiges Leben. Glück und Liebe in ...

Sicher wird es in 4 Wochen wieder besser sein. Auch wenn das jetzt unvorstellbar ist für dich.
Und man gewöhnt sich auch an den Zustand alleine zu sein. Wenn du Freunde hast oder Menschen mit denen du dich treffen kannst hilft dir das sicherlich.

#13


Stella31
Zitat von Luk86:
Uns hat es in der Kindheit an nichts gefehlt, zumindest materiell. Sorgen, Probleme, Nöte oder Ängste wurden jedoch niemals angesprochen, soweit ich mich erinnern kann.

Tja da sieht man mal wieder, dass Materielles nie aufwiegen kann, wenn sich nicht um die Gefühle gekümmert wird.
Wahrscheinlich wird es ein langer Weg für dich sein, da an alle deine Gefühle heranzukommen.
Aber der ist es wert, damit du zukünftig besser leben kannst!

#14


Stella31
Zitat von Luk86:
Man wird aber schnell wieder eingeholt und alles ist wieder Grau.

Versuche mal, anstatt von man in der Ich-Form zu sprechen.
Sonst hältst du Abstand zu dir.
Es geht ja nicht um man, sondern um dich!

x 3 #15


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