Balu85
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Zitat von Jena07:Wie kann Alk. wichtiger sein als die eigene Familie?
Das ist keine bewusste Entscheidung...es ist ein Zwang. Mein Vater ist Alk....seit ca 13 Jahren trocken.
Wenn ich so an ihn denke...so kam es mit immer vor als würde er vor etwas fliehen.
Zitat von Margerite:Es gibt Menschen die nach dem Aufstehen schon die erste Dosis des Tages brauchen.
Ein ehem. Freund konnte zum Schluss ohne die erste Dosis nicht einmal aufstehen.
Zitat von Margerite:Es ist ganz schlimm weil Betroffene kaum davon wegkommen. Lügen, Verdrängungsmechanismen (ich könnte jederzeit aufhören ....), Unzuverlässigkeit, Verstecke usw. sind dann an der Tagesordnung. Und hochheilige Versprechen, dass man einen Entzug macht.
hmm......Unter der Werkbank, in alten Umzugskisten, in alten Schränken hinter den Öltanks...die Verstecke waren teils sehr kreativ.
Zitat von Arnika:Weil du ihm den Schmerz nicht nehmen kannst. Der Alk. kann es.
Das ist der Trugschluss....im Grunde nimmt einem der Alk. den Schmerz nicht. Er betäubt ihn bloß.
Zitat von Susanna:Aber die Gefahr vergeht leider nicht, einmal Suchtstruktur, immer Suchtstruktur...
Das Problem was ich vor allem sehe liegt in der Art wie meistens die Entzüge durchgeführt werden. Entgiften ist ja nur das eine....dann wird den Leuten über ein paar Wochen erzählt was sie dürfen und was nicht. Und dann dürfen sie wieder gehen.
Aber der Konsum hat sich schon so sehr in den Alltag und die Abläufe eingebrannt, das diese Menschen eigentlich erst einmal lernen müssen ihren Alltag neu zu ordnen und zu strukturieren. Sich einen Ausgleich suchen usw.
3 Monate war mein Vater damals in der Klinik...aber die hat auch wirklich was gebracht.