Zitat von DieSeherin: fast nur schieflage, unstimmigkeiten, streit, gezicke, schlussmachen, diskutieren - und kaum liebevolles, unbeschwertes und vertrautes miteinander
Unsere Beziehung ist tatsächlich ein ständiges Auf und Ab, es fühlt sich an, als würde es nur Extrema geben, Streit und Vorwürfe oder eine Art bedingungslose Liebe und Zukunftspläne. Das ganze kann im Minutentakt hin- und herschwanken... Sehr anstrengend, sehr hoffnungsweckend und womöglich auch sehr abhängig machend...
Zitat von rosenherz: Irgendwie triggerst Du mich mit dieser Doppelmoral
Die triggert mich auch. Habe es selbst gemerkt. Habe mich mit diesem Thema aber noch nie so richtig befasst und denke, dass ich die letzten Tage einiges dazugelernt habe. Ich werde in Zukunft toleranter sein, habe das tatsächlich über die letzten Wochen auch gelernt, ihr mehr Freiheiten gelassen, selbst mehr eingesteckt.
Ich bin mir sicher, dass ich ihr unter diesen Umständen verzeihen würde.
Ob ich jetzt so denke, weil ich es mir schön rede und selbst rechtfertigen will oder einfach reifer und gelassener auf das Thema blicke? Das weiß ich selbst nicht, vermutlich beides. Ich bin von Natur aus kein Mensch, der nachtragend ist, habe meiner Partnerin und auch ehemaligen Partnerinnen viel verziehen, sei es physische Gewalt im Affekt (Expartnerin) oder anderes, keine Lappalien.
Meiner Partnerin habe ich auch mehr als intimes Tanzen mit einem Exlover, Nummern austauschen mit einem Flirt ohne weiteres verziehen, ich vertraue ihr, dass sie aus ihren Fehlern lernt und es nicht mehr vorkommt. Einmal hatte ich wie bereits gesagt, die Reißleine gezogen und Schluss gemacht, weil ich ihr ständiges Lügen/Verheimlichen inklusive Salamitaktik nicht mehr ausgehalten habe, habe ein paar Tage Ruhe gebraucht, aber dann wieder alles für sie gegeben und ihr zu vertrauen gelernt. Vielleicht naiv, vielleicht aber auch einfach geduldig mit einem Menschen, der sich bemüht.
Zitat von Einfallslos: Damit musst du wohl leben
Das wäre nicht mein Grund zur "Beichte", ich habe das ganze akzeptiert, dass das jetzt eben mein Rucksack sein wird. Ich würde es ihr sagen, weil sie ein Recht dazu hat, es zu erfahren. Ich möchte nicht, dass sie irgendwann womöglich eine Ehe mit einer Lüge eingeht.
Vielleicht sind wir irgendwann an dem Punkt, dass wir beide sagen, dass wir alles vor Tag X vergessen, wenn jemand Mist gebaut hat, das nicht mehr zu thematisieren und zu begraben. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie noch andere Themen der letzten Monate belasten, von denen sie mir nichts erzählt hat. Dann würde ich selbstverständlich nichts mehr sagen.