Zitat von Rakaton:Naja die Diskussion hat keinen Anspruch auf Lustigkeit und in dem Thread werden sicherlich auch ernstere Sachen besprochen. Da es mich halt interessiert hat, wie du zu dieser Meinung gekommen ist und wo du die Probleme siehst hab ich dich halt gefragt, aber klar können wir die Diskussion ausklammern.
Ok fair enough. Wenn also in diesem Thread auch ernsthafte Dinge besprochen werden:
Hier ist mein Problem: Du hast sicher recht, daß heutzutage auch Probandinnen gesucht werden, aber das nicht deshalb, weil explizit Forschung über genier-spezifische Auswirkungen betrieben wird, sondern weil die Forschungsphase endlich, nach unzähligen Tierversuchen, humane Versuche erlaubt.
Es gibt seit mehr als einem Jahrhundert, Krankheiten, die typisch Geschlechtern zugeordnet werden. Als Beispiel zu nennen, Hysterie bei Frauen oder Posttraumatische Belästungsstörungen bei Männer (früher sog Shell-shock).
Es gibt in beiden Richtungen nur bedingte Ansätze, dies innerhalb von Gender zu differenzieren. Wenn man ehrlich ist, dann bei PTBS deutlich mehr in Hinsicht von Frauen, Rape sei dank, aber wenige bis keine Bemühungen sog Frauenerkrankungen auf Männer zu überprüfen, siehe Hysterie (nehmen wir Depression oder noch spannender Borderline oder eben wenn wir organisch reden Brustkrebs).
Bei der Erforschung von Krankheiten und deren Behandlung gibt es zunächst eine extrem wirtschaftliche Komponente, oder wie wäre es sonst zu erklären, daß wir zwar blaue Pillen erfunden haben, aber es bei bestimmten Kindererkrankungen keinen Fortschritt gibt?
Daß er keine Standfestigkeit hat, tötet zwar nicht, aber wie viele Männer sind bereit, Kohle auf die Theke zu legen, wenn es (endlich) Abhilfe gibt. F*ck Krebs, niemand zahlt gegen Krebs over the counter.
Sind auch weniger betroffen, wenn man einbezieht, daß Krebs eine Multi-Problematik ist.
Daneben gibt es aber eben auch einen Genderbias: Männer werden statistisch gesehen nicht mit Brustkrebs diagnostiziert oder finden kaum Hilfe bei psychologischen Erkrankungen, demgegenüber werden Frauen deutlich weniger mit Herzinfarkt diagnostiziert, weil die Symptomatik, die zur Diagnose im Moment gilt, eben an Männern orientiert ist.
Zitat von Rakaton:Das ist mir bewusst, das sollte die Aussage " meiner Erwartungshaltung" auch implizieren. Ich erwarte mit der Aussage ja schlicht Dinge an denen dieses Magazin Null Interesse hat, somit ist es ja eigentlich eine verfehlte Erwartung hinsichtlich meiner Person.
Ich hatte keine Erwartung an Deine Person. Ich habe explizit darauf hingewiesen, daß du dies aller Wahrscheinlichkeit nach völlig anders gemeint hast.
Zitat von Rakaton:Damit kann ich Leben.
Schau und das unterscheidet uns, mit dem, was ich als pharma-, wirtschaftliches Problem angesprochen habe, kann ich (vielleicht) nicht leben und ne Reihe Männer eben auch nicht.