Zitat von Annalisa:Was mich an der Debatte sehr stört ist, dass versucht wird, die eigene Perspektive aufzuzwingen und das Empfinden anderer als falsch darstellen möchte
Ist es also "falsch" wenn ich kritisiere, dass hier gefühlt jeder zweite Verlasser ein psychisch gestörter Mensch ist und LAIEN das "diagnostizieren"?
Damit die Glaubwürdigkeit wirklich Betroffener herabsetzt? Denn das passiert damit - Wie schon geschrieben wurde, wird dann mal ganz schnell aus einer depressiven Phase eine Depression oder Arbeitsunlust wird zu Burnout. Es gab in letzter Zeit einige Artikel in Spiegel Online, Focus und anderen Massenmedien in denen dann schon verbreitet wurde, dass Depression/Burnout usw Modediagnosen wären, weil diese Worte so inflationär gebraucht werden. DARUM geht es und ja, das Empfinden der Menschen wird dadurch auch geprägt.
Zitat von Annalisa:Dass sich hier in diesem Forum, wo sich vor allem Frischgetrennte finden, oft über Persönlichkeitsstörungen austauschen, ist in meinen Augen normal
Es ist also normal? Wenn du sowas schreibst und das denkst, dann ist es höchste Zeit für einen Thread wie diesen! Ich halte es nicht für normal so vielen Verlassern eine Erkrankung anzudichten nur damit man die eigene Verantwortung für sich und seinen Schmerz von sich schieben kann. Es ist ja so einfach, dass etwas obskures, nicht greifbares für MEIN LEID verantwortlich ist. Wie kann es sein, dass der andere mich einfach nicht mehr will? Dafür muss es doch Gründe geben?!
Ich glaube, vor 20 Jahren wäre es eben NICHT "normal" gewesen, psychische Erkrankungen dafür verantwortlich zu machen. Menschen greifen gerne was auf und spinnen sich dann ihre eigene "Wahrheit" zurecht. Auf Basis von "Fakten" die sie weder kennen noch verstehen - aber einfach mal eine Sau durchs Dorf treiben.
Zitat von Annalisa:Man versucht dem Geschehenen einen Namen zu geben und die Trennung zu verarbeiten
Ja, das Ganze nenne ich Verantwortungsabschiebung und Blindheit.
Und da fällt eine angedichtete Krankheit leichter als zu sagen,
"Er/sie ist einfach:
-ein Armleuchter
-Egoist
-Lügner
-Depp
-nicht mehr in mich verliebt
-Hat eine/n anderen
.....
?
Zitat von Annalisa: Ich finde nicht, dass dadurch der eigenen Anteil am Scheitern ausgeblendet wird, im Gegenteil
Lies mal im Narzissten-Thread, dann wirst du diese Aussage revidieren. Ach, ich glaube du kannst hier sehr viele Threads lesen in denen genau das getan wird: eigene Anteile ausblenden.
Zitat von Annalisa:Denn, wo eine Störung des Ex-Partners vermutet wird entsteht daraus, dass man in einer toxischen Beziehung gelebt hat.
Wie bitte? Ich vermute eine Störung und zack - toxische Beziehung? Oder ist jede toxische Beziehung mit einer psychischen Erkrankung verbunden? Manchmal ist ein A*sch einfach nur ein A*sch! So einfach kann die Welt sein.
Zitat von Annalisa:Nimm was andere schreiben nicht persönlich
Tue ich selten, aber danke für den Ratschlag. Warum sollte ich ich es persönlich nehmen? Weil ich so vehement in meiner Art und Weise bin?
Zitat von Annalisa:Jeder hat das Recht über sein Erlebtes zu schreiben wie er möchte.
Stimmt! Jeder kann auch Märchen über seine vergangene Partnerschaft erzählen. Ob das sinnig ist daraus zu lernen, wage ich zu bezweifeln. Ich klicke die Tabs am Anfang eines Threads schon gleich wieder zu, wenn ich solche Dinge lese, die ich hier anprangere. Zielführend ist dann anders - denn zumindest auf eine weitere Meinung (meine) muss dann ein Hilfesuchender verzichten.
Zitat von Annalisa:Der Weg aus dem Schmerz einer toxischen Beziehung ist sehr hart!
Das habe ich nie bezweifelt. Aber was hat diese Aussage nun mit diesem Thema zu tun? Weil in einer toxischen Partnerschaft immer jemand "krank" sein muss? Oder wird das einfach angedichtet, damit die Beziehung als toxisch deklarierbar ist?