Zitat von Emma75:eigentlich hab ichs doch kapiert
Da wäre ich mir nicht allzu sicher, wenn Du schreibst...
Zitat von Emma75:Ich wünschte mir das wäre so einfach
... denn genau
das, ist Partnerwahl eben nicht - "einfach". Jemanden zu finden, der den Anforderungen eines derart komplexen Anforderungskataloges gerecht werden kann, ist alles, aber nicht einfach. Einen Sechsualpartner zu finden ist einfach, das macht denjenigen aber noch lange nicht zu einem guten Beziehungspartner für mich.
Seitdem ich mir dessen tatsächlich bewusst bin, kann ich Männern auch auf einer ganz anderen Ebene, auf viel mehr Ebenen begegnen, als auf der rein instinktiven. Es beeindruckt mich nicht mehr, einem phänotypisch reizvollen Mann zu begegnen. Ich kann ganz prima damit leben, wenn ein Mann auf mich sechsuell stark anziehend wirkt, weil das für mich kein Kriterium ist, um tatsächlich Interesse an einem Mann zu haben, als potentiellem Partner. Ich muß ihn nicht erst in meinen Laken gehabt haben, oder leiden, frustriert sein womöglich, um das zu wissen.
Wenn ich Single bin, dann ist mein Konzept jederzeit veränderbar. Vielleicht möchte ich einige Zeit keine Partnerschaft, dann kann ich mich durchaus ganz auf instinktive "Reize" beschränken, sofern mir danach ist. Wenn ich dann mit einem Mann Sechs haben möchte, dann habe ich Sechs mit ihm, vielleicht mehrmals, wenn ich Lust auf ihn habe, aber ich bleibe nicht zum Frühstück und werde ganz sicher nicht heiraten, nur weil ich einen oder mehrere Höhepunkte hatte mit ihm.
Für mich ist inzwischen die Fähigkeit, für das eigene Handeln die Verantwortung übernehmen zu können, das Maß an innerer und äußerer Disziplin, um ein vielfaches anziehender, als nur die sichtbaren, sechsuellen und gesellschaftlichen Vorzüge eines Mannes. In meinen Augen, ist ein Partner nur so wertvoll, wie sein
eigenes Gewissen.
Ein erigierter Pe. nis, hat aber nunmal kein Gewissen.
Zitat von williams:Zurück auf Anfang - war diese Auffassung von Beziehung nicht vor der (Er-)Findung der romantischen Liebe das gängige Modell?
Der "feste, äußere Rahmen" steht hier für die Begrifflichkeit dessen, was wir Menschen unter "(Liebes) beziehung" verstehen. Der ist ja immer gleich, bis zu einem bestimmten Punkt. Von da an, greift dann eben das personalisierte Regelwerk eines Paares, das kann unendlich viele Gesichter haben.