Urmel_
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Zitat von Johanna15:Genau so wie der TE keine Verantwortung für den Fortgang der Ehe des anderen Paares hat.
Das ist jetzt aber schon etwas Rosienenpicken, oder?
Die generelle Frage ist doch, und das ist abstrakt weder positiv noch negativ belegt, ob man für seine Aktionen die Verantwortung trägt. Und da lautet die Antwort ganz klar ja.
Und auch gibt es nicht "die Verantwortung". Das ist keine singuläre Angelegenheit.
Es gibt die Verantwortung für die Tat.
Es gibt die Verantwortung für die Kommunikation.
Es gibt die Verantwortung für die Interaktion.
Und so weiter.
Man kann also nicht einfach sagen, dass der TE den Betrug nicht begangen hat und er daher für nichts die Verantwortung trägt. Der TE trägt die Verantwortung für seine Handlungen und darunter fällt die Weitergabe von Informationen an die Frau des Mannes, der mit seiner Frau was hatte.
Wie sehr hier teils Verantwortung mit der Brechstange nur für einen Vorgang zugewiesen wird, alle anderen Formen der Verantwortung aber mit der Aussage, dass er den betrug ja nicht begangen hat, abgeschmettert werden, ist beachtlich.
Wird hier ein Stellvertreterkrieg geführt, in dem man durch den moralischen High Ground, weil ja klar ist, wer schuldig ist, die Verantwortung stellvertretend für auch die eigenen Aktionen im eigenen Leben, abgeschwächt?
Verantwortung für die eigenen Taten löst sich nicht in Luft auf, weil andere Menschen eine klare Verfehlung begangen haben. Das schließt sich gegenseitig nicht aus.