Deepblueeyes123
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Nun bin ich also auch hier. Ich stecke ziemlich fest und würde mir wünschen, ernst gemeinte und ehrliche Ratschläge zu bekommen.
Meine Frau und ich sind in zweiter Ehe seit 10 Jahren verheiratet. Wir waren schon zu Schulzeiten mal zusammen, danach ging jeder seines Weges. Vor 18 Jahren haben wir uns dann wiedergefunden und nochmal verliebt. Wir haben uns füreinander entschieden und damals unsere ersten Ehepartner verlassen. Insgesamt ein längerer und nicht gerade leichter Prozess, da Kinder und natürlich gemeinsame Wohnsituationen vorhanden waren. Trotzdem haben wir das durchgezogen, um ehrlich zu sein hat uns damals der tolle gemeinsame Sex und eine große Offenheit im Umgang miteinander geholfen, diesen Weg zu gehen.
Vor 15 Jahren haben wir gebaut uns mir den beiden Kindern meiner Frau in eine neue Stadt gezogen. Leider geht es seitdem langsam aber sicher bergab. Die große Offenheit und der tolle Sex wurden weniger, die Probleme mehr da ich nicht so auf ihre Kinder eingegangen bin wie sie es wollte. Letztlich oam es immer häufiger zu Diskussionen und Streit, zu einem Großteil wegen unterschiedlicher Sichtweisen bei der Erziehung und dem gemeinsamen Zusammenleben.
Vor einigen Jahren hat meine Frau dann einen neuen Job angefangen, sie hatte den Wunsch, sich selbstständig zu machen. Hat sich nochmal aus- und weitergebildet und die Selbständigkeit begonnen. Nach Jahren der Aufräumarbeit stellen sich seit gut einem Jahr tolle Erfolge ein, genau genommen mehr als erwartet. Sie hat inzwischen drei Mitarbeiter und trotzdem so viel Arbeit, dass sie fast immer bis spät in die Nacht und am Wochenende arbeitet um ihre Kunden bedienen zu können. In der wenigen Zeit, die dann noch bleibt, kümmert sie sich um ihre inzwischen studierenden Kinder. Und falls dann noch Zeit sein sollte, gehen wir mal aus oder machen zwei Tage Urlaub in unserer Ferienwohnung. Es kommt immer öfter zu Streit und Vorhaltungen, ich bin mit der Situation sehr unglücklich, habe das auch mehrfach deutlich angesprochen. Ich gönne ihr den beruflichen Erfolg, sie hat hart dafür gearbeitet. Leider fühlt es sich für mich so an, als leben wir nur noch in einer WG. Ich bin darüber seit langer Zeit sehr traurig, sie sagt das sie mich liebt und auch mit dem Arbeitspensum nicht glücklich ist, es aber nicht ändern kann.
Ein Teufelskreis. Ich habe mich in dieser Situation einer ihrer Freundinnen anvertraut um mir deren Ratschlag zu holen. Das Ergebnis war, dass diese Freundin meinte, ich würde was mit ihr anfangen wollen ubd hat das natürlich mit meiner Frau besprochen. Die war natürlich Stockhausen und glaubt ihrer Freundin offenbar mehr als mir. Ich liebe meine Frau, da gibt es keinen Zweifel, ich bin auch loyal und habe viel Verständnis. Aber ich weiß nicht mehr wie wir aus dieser Situation heraus und wieder zu uns als Paar finden. Wir haben vor zwei Jahren eine Paartherapie begonnen, nach drei Sitzungen wollte meine Frau nicht mehr hingehen.
Meine Frage an euch: Wie geht man mit der Situation um, damit man wieder gemeinsam lebt und nicht jeder nur noch für sich, nebeneinander wie in einer WG?
Danke für eure Unterstützung