Ranjana
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Vor vier Monaten, mitten im Lockdown, habe ich einen ganz, ganz lieben Mann kennengelernt, mit dem ich viele Ausflüge machte und bald waren wir auch gemeinsam im Bett. Seine Liebeserklärungen kamen mir von Anfang an etwas dick aufgetragen vor, aber ich sagte es ihm und wir lachten beide darüber.
Die Beziehung verlief unglaublich harmonisch und liebevoll. Mein Partner war zwar nicht der Typ, der viel sprach (ich schon), aber das konnte ich akzeptieren. Er hatte auch psychische Probleme und nahm seit 8 Jahren Antidepressiva. Die wollte er, nach einem gescheiterten Versuch vor 3 Jahren, mit meiner Hilfe absetzen. Mit mir fühlte er sich stark und glücklich genug.
Natürlich ging das Absetzen nicht ganz ohne Probleme, wir erarbeiteten aber ein Konzept des Ausschleichens, das erträglich war und bei dem er in einem Jahr ganz von den Medis hätte loskommen können. Er hat so viel Hoffnung damit verknüpft!
Ich lernte bald seine Freunde und Familie kennen und war auch zu einem Familienfest eingeladen. So weit, alles wunderbar.
Eine Schwierigkeit trat auf, als mein Freund weiter weg arbeiten musste und wir uns nur noch alle 14 Tage sehen konnten. Er ist Saisonarbeiter (Koch). Da es aber zeitlich begrenzt schien, machte ich gute Mine zum bösen Spiel.
Ab und zu besuchte ich ihn und das war immer wunderbar. Mein letzter Besuch war nur kurz und mit einer Freundin von mir. Wir trafen meinen Freund und gingen in der Mittagspause mit ihm schwimmen. Am Ende verabschiedeten wir uns und ich fuhr mit meiner Freundin weg.
Am Weg erzählte sie mir, dass mein Freund sie beim Abschied einige Male in den unteren Ar. gekniffen hatte und dass das gut und unkontrolliert auf sie wirkte und dass sie mich warnen wolle.
Ich benötigte einen Tag, um mir klar zu werden, dass mein Freund nicht nur mit Freuden mich begrapschte, sondern offensichtlich alle Frauen. Es war eine richtige primitive Anmache gewesen.
Ich wurde richtig wütend und konfrontierte meinen Freund per WhatsApp brutal mit den Tatsachen und mit meiner Wut. Er hätte meine Worte als "Schluss machen" interpretieren können, was ich aber nicht geschrieben habe.
Sofort herrsche Funkstille und nach einem Tag kam per WhatsApp der knappe Hinweis, dass ich seinen Wohnungsschlüssel zurück geben möge. Und das Wort "Ende"
Als ich am nächsten Tag noch schrieb, dass ich ihm weiter wegen der Medis helfen wolle, schrieb er nur zurück: "Bin weg".
Erst zehn Tage später habe ich mich ein wenig erholt und schrieb ihm, dass meine Wut verflogen wäre und es seine Angelegenheit sei, wie er andere Frauen behandle. Auch schrieb ich, dass ich seinen Wunsch nach Trennung akzeptiere.
Er hat sich seit dem nie wieder gemeldet. Ich habe aber blöderweise vor ein paar Tagen die Kontaktsperre gebrochen, indem ich ihm per WhatsApp eine lange Nachricht schrieb, in der ich indirekt ausdrückte, dass ich ihn noch immer liebe. Keine Reaktion.
Ich bin hin und hergerissen zwischen Enttäuschung, Sorgen um meinen Ex und dem Wunsch, ihn zurück zu haben. Als ich den Wohnungsschlüssel bei einer guten Freundin von ihm abgab, fiel die aus allen Wolken und meinte nur, dass mein Freund so glücklich und zuversichtlich mit mir gewirkt habe, wie seit Jahren nicht mehr.
Doch das alles kann über die Tatsache nicht hinwegtäuschen, dass er sich weder bei mir meldet noch jemals entschuldigt hat. Ja, meine Beschuldigungen waren hart, viel zu hart gewesen. Ich kann nur warnen, wütend Nachrichten zu verschicken.
Ich habe mich aber entschuldigt und zum Kontakt eingeladen. Er lehnt das vollkommen ab und jetzt, 14 Tage nach der Trennung, beginne ich zu begreifen, dass es ernst ist. Damit geht es mir nicht gut.
Eure Meinung zu dieser komischen Trennung würde mich interessieren. Kann ich noch hoffen, dass sich mein Ex doch wieder bei mir meldet? Oder war der "Gesichtsverlust" zu groß?
Danke für eure Antworten