Zitat von TaraLilly:Sich überhaupt gedanklich darauf einlassen zu können ist sicher schwierig. Und um wirklich beurteilen zu können, ob man in so einer Partnerschaft leben möchte, muss man sich verdammt gut selbst kennen. Sonst läuft man Gefahr, sich selbst zu verlieren, indem man Kompromisse eingeht, die man eigentlich nicht möchte.
Das wäre für mich der größte Fallstrick.
Ja, das glaube ich auch. Empfinde ich als ein bischen entmutigend. Andererseits: Der Weg ist das Ziel, und so.
Zitat von Catalina:Manchmal hab ich das Gefühl, mit meiner Einstellung, in einer Partnerschaft treu und loyal zu sein, auch wenn es mal schlechtere Zeiten gibt, zu einer aussterbenden Gattung zu gehören.
Treue hat ja 2 Bedeutungen, eine sexuelle im Sinne von exklusivität, und eine unsexuelle im Sinne von Zuverlässigkeit. Und ich würde mir aus tiefstem Herzen wünschen, dass mein Mann und ich loyal und zuverlässig zueinaner stehen. Ich für meinen Teil wäre bereit dazu, nach wie vor. Und wenn mein Mann gesagt hätte, der Andere sei ein Dealbreaker, ja, dann hätte ich mich für meinen Mann entschieden.
Mein Mantra in dieser Zeit: Weder meine kleine noch die große Welt werden untergehen, wenn ich den Kerl nicht bekomme.
Trotzdem ist es eine Sch...entscheidung. Herz oder Treue, Loyalität, Sicherheit, Zuneigung? Uns wurde immer erzählt, wir müssten diese Entscheidung treffen. Was wenn wir beides haben können?
Zitat von 6rama9:Eure Ehe wäre auch ohne die Öffnung der Beziehung gescheitert. Ihr habt einfach nicht wirklich zusammengepasst. Das "Zusammenpassen" hat natürlich viel mehr Aspekte als nur den des 6uellen Freiheitsgrades, aber der sollte halt auch passen, so wie viele andere Dinge. Bei euch hat's nicht gepasst. Nicht da und wahrscheinlich in einigen anderen Dingen auch nicht.
Weißt du, nicht gepasst lass ich mir nach ein paar Jahren noch eingehen. Aber nach 20? Wenn da wirklich was wäre, wüßte man es schon längst. Und wenn Ehe öffnen ein Dealbreaker gewesen wäre... s.o. Aber natürlich kann es sein, dass ihm die Tragweite erst aufgeganen ist, als es zu spät war. Als zu viel kaputt war. Und ja, bei der Kommunikation war definitiv Luft nach oben. Vielleicht war es das, was "nicht gepasst" hat.
Zitat von The_Who:Sondern die Definition das man sich generell nach was besserem/anderen umsieht, was besser zu seinen bedürfnissen udn Gefühlen, Anfordeurngen passt, eben ein besserer/atrraktiverer Partner/Mann mit mehr Anziehungskraft und einem höheren Wert als der Alte.
Wenn ich mich bewußt für einen Warmwechsel zum neuen Partner entschieden hätte, wäre es definitiv Hypogamie gewesen. Außer den Schmetterlingen hat eigentlich wenig für ihn gesprochen...
Und gesucht hab ich auch nicht. Und such auch jetzt nicht. Fällt mir gar nicht ein. Schon gar nicht beurteile ich Menschen nach ihrem "Nutzen". Ich weigere mich normalerweise sogar zu vergleichen.
Zitat von unbel Leberwurst:Und wer sagt Dir, dass das diamantene Hochzeitspaar sich immer treu war?
Meinst Du ernsthaft, "damals" wurde nicht fremdgagngen?
Von meiner Oma habe ich den Spruch "Einen schönen Mann hat man nie allein" Woher kommt das wohl?
Jup. Eine Beziehung möglichst lange zu erhalten ist ja kein Selbstzweck. Eine lange, glückliche Ehe, ja das wünsche ich mir auch. Leider kann ich in meinem Umfeld die langen, glücklichen Ehen an einer Hand abzählen.
@Emma75 Danke für die Berichte aus deinem Umfeld!
Ich denke auch, dass offene Beziehungen per se weder gegen Verlassen werden, noch gegen Liebeskummer eine Garantie sind, vielleicht sogar im Gegenteil. Ich mag glaub ich vor allem den Gedanken nicht, dass mir das Schicksal einen fantastischen Menschen schickt, mit dem es funkt, und dann muss ich nein sagen. Das erscheint mir geradezu als Sünde. Schließlich sind es vor allem die Bindungen, die unser Leben glücklich machen, so sagt zumindest die Forschung.
@Cathlyn Danke für den Link, hätte ich so nicht erwartet. Müsste man sich mal anschauen, wie die Daten erhoben wurden, bei 6uellen Dingen neigen die Menschen, selbst wenns anonym ist, sehr zum schwindeln...
@baumo, für mich steht die Romantik im Vordergrund, der 6uelle aspekt ist mir weniger wichtig, aber fällt nicht raus.
@Silence_ , Ja, so unterschiedlich. Ich fand es auch eher doof, dass mein Mann was oberflächliches zum 6 haben gesucht hat. Ich hätte es charakterlich schöner gefunden, wenn er was romantischeres gesucht hätte.
Zitat:Reine S-Geschichten sind keine Polyamorie, sondern Affären.
Das macht es halt nochmal komplizierter, weil man den Partner nicht nur auf körperlicher Basis teilt.
Völlig richtig. Und an reinen 6 Geschichten bin ich nicht interessiert. Könnte ich auch tatsächlich nicht trennen, das wäre endgültig Selbstbetrug.